Tourismus

Stellplätze: Oberreute will Wohnmobile am Freibad erlauben

Die Gemeinde Oberreute will am Freibad testweise einen Wohnmobilstellplatz ausweisen.

Die Gemeinde Oberreute will am Freibad testweise einen Wohnmobilstellplatz ausweisen.

Bild: Hauke-Christian Dittrich, dpa (Symboldbild)

Die Gemeinde Oberreute will am Freibad testweise einen Wohnmobilstellplatz ausweisen.

Bild: Hauke-Christian Dittrich, dpa (Symboldbild)

Der Testlauf soll den Tourismus in Oberreute stärken. Es gibt aber auch kritische Stimmen. Wie viele Wohnmobilstellplätze geplant sind und welche Hürde es noch gibt.
17.05.2021 | Stand: 12:18 Uhr

Der Gemeinderat Oberreute hat mit 10:2 Stimmen für die Errichtung eines temporären Wohnmobilstellplatzes am Freibad votiert. Stimmt das Landratsamt zu, sollen sie kurzfristig zur Verfügung stehen. Denn größere Baumaßnahmen plant die Kommune nicht. Vielmehr ist vorgesehen, acht Parkplätze für Wohnmobile auf der Wiese oberhalb des Freibadgeländes lediglich mit Pfosten zu markieren.

„Proaktiv“ sollte die Gemeinde handeln, plädierte Bürgermeister Stefan Schneider in seiner Einführung. Der Bedarf an legalen Parkflächen für Wohnmobile sei zweifellos vorhanden. Schon jetzt parken Camper immer wieder beim Freibad, aber auch an anderen Stellen in- und außerhalb des Ortes. „Ich würde das gern kanalisieren“, sagte Schneider. Kostenlos sollen die Plätze nicht sein.

Strom ist am Freibad in Oberreute vorhanden

Im Gremium gab es viele Befürworter. Peter Heim unterstützte den Vorschlag, mahnte aber: „Wir sollten nicht viel Geld in die Hand nehmen.“ Aufgrund des vorhandenen Stromverteilerkastens sei es möglich, auch Strom anzubieten. Auch Simone Schmid-Berger votierte für den Stellplatz. „Es ist wichtig, dass man das lenkt“, sagte sie. Zehn Euro pro Nacht könne die Gemeinde verlangen. Sie machte zudem deutlich: „Ich habe durchaus Ideen für etwas Größeres.“

Andrea Hilbert bekannte, selbst Camperin zu sein. „Da lässt man schon einiges an Geld in den Orten“, stellte sie fest und widersprach damit Lothar Behmann. Er äußerte sich kritisch: „Da haben wir nicht viel davon. Das sind alles Selbstversorger.“ Doch auch Peter Heim widersprach ihm. Auch er macht selbst Campingurlaub und berichtete: „Da gehen die Leute in den Ort zum Einkaufen oder Einkehren“.

Und auch Zweiter Bürgermeister Ralph Pfister sprach sich für den Versuch aus: „Das müssen wir unbedingt machen. Die Übernachtungszahlen in Oberreute sind rückläufig, weil wir immer weniger Betten im Ort haben.“ Mit einem Wohnmobilstellplatz schaffe die Gemeinde „neue Betten ohne Aufwand“.

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Neben Behmann stimmte am Ende auch Josef Milz gegen das Vorhaben. Es sei zwar gut, wenn die Wohnmobile an einem Ort konzentriert werden. Er bezweifelte jedoch, dass der Bereich beim Freibad geeignet sei: „Das ist keine feste Fläche. Bei Regen kann ich mir das nicht vorstellen.“

Das Landratsamt Lindau muss noch zustimmen

Nach der Zustimmung zur Bauvoranfrage muss jetzt das Landratsamt zustimmen. Erst dann kann der Gemeinderat endgültig entscheiden.