VG Stiefenhofen

Stiefenhofen und das neue Rathaus: Das sagt der Bürgermeister

VG Stiefenhofen

Das Rathaus in Stiefenhofen muss saniert werden. Deshalb überlegt sich die Verwaltungsgemeinschaft einen gemeinsamen Neubau mit der VG Argental.

Bild: Olaf Winkler

Das Rathaus in Stiefenhofen muss saniert werden. Deshalb überlegt sich die Verwaltungsgemeinschaft einen gemeinsamen Neubau mit der VG Argental.

Bild: Olaf Winkler

Bürgermeister Christian Hauber spricht in der Gemeinschaftsversammlung mit Oberreute über den aktuellen Stand. Wie die Verwaltung in jedem Fall digitaler wird.
02.03.2021 | Stand: 06:32 Uhr

Bauen die beiden Verwaltungsgemeinschaften (VG) Stiefenhofen und Argental ein gemeinsames Rathaus? Diese Frage steht seit Ende 2020 im Raum. Beide VG haben aktuell Gebäude, die zu klein und sanierungsbedürftig sind. Einen „akuten Handlungsdruck“ sieht Stiefenhofens Bürgermeister Christian Hauber jedoch nicht. „Wir arbeiten das in Ruhe ab“, stellte er bei der Gemeinschaftsversammlung der VG Stiefenhofen fest.

Sein Amtskollege von der VG Argental, Grünenbachs Bürgermeister Markus Eugler, hatte bei der dortigen VG-Versammlung vor wenigen Wochen davon gesprochen, „unter Zugzwang“ zu sein, nachdem in Stiefenhofen eine Planung für einen möglichen Umbau des Rathauses auf dem Tisch liege.

Damit seien längst nicht alle notwendigen Zahlen ermittelt, stellte Hauber fest. So benötige die VG Stiefenhofen insbesondere noch eine Schätzung für das vorhandene Gebäude. Denn: Komme es zu einem Neubau, könnte die VG das bisherige Rathaus verkaufen und den Erlös zur teilweisen Deckung der Baukosten verwenden. „Wir sind dabei, unsere Hausaufgaben zu machen“, sagte Hauber.

Die Gespräche mit der VG Argental gäbe es nicht, „wenn wir keinen Bedarf hätten“. Ein Besprechungszimmer fehle in Stiefenhofen ebenso wie zwei Büros. Insgesamt sei Sanierungsbedarf vorhanden. Es gelte, „für Bürger und Mitarbeiter attraktive Räumlichkeiten“ zu schaffen. Mit der „gebotenen Sorgfalt“ sollten alle Fakten zusammengetragen werden, um dann entscheiden zu können. Aus den Reihen der Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung kamen zu diesem Thema keine Beiträge.

Rathaus in Stiefenhofen soll digitaler werden

Gleichgültig in welchem Gebäude: Die VG Stiefenhofen soll digitaler werden. So stimmten die Mitglieder der Beschaffung von Software für ein „Rathaus Service Portal“ und ein „Ratsinformationssystem“ zu. Letzteres steht den jeweiligen Mitgliedern der beiden Gemeinderäte in Stiefenhofen und Oberreute künftig zur Verfügung. Sie erhalten Sitzungsunterlagen digital und können auch auf ältere Unterlagen zugreifen.

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Das Service-Portal soll voraussichtlich noch in diesem Jahr Bürgern den Online-Zugang zu zahlreichen Verwaltungsdienstleistungen ermöglichen. Damit folge die VG den Vorgaben des „Online-Zugangsgesetzes“, erläuterte Geschäftsleiterin Barbara Deufel. Die Softwarekosten in Höhe von circa 25 000 Euro sind zugleich die größten Investitionen der VG in diesem Jahr. Ansonsten bestimmen vor allem Personalkosten den Haushalt, der ein Gesamtvolumen von gut 900 000 Euro hat.

Oberreute hat weniger Einwohner, zahlt aber mehr Umlage

Da sich längst nicht alle Kosten durch Gebühren abdecken lassen, muss die Gemeinde Stiefenhofen in diesem Jahr eine Umlage in Höhe von knapp 280.000 Euro bezahlen. Oberreute muss 316.000 Euro berappen.

Die Besonderheit bei der Berechnung: Es fließen teilweise auch die Zweitwohnsitze ein. Stiefenhofen hat aktuell 1908 Einwohner, Oberreute 1690. Allerdings gibt es in Stiefenhofen nur 241 Zweitwohnsitze, in Oberreute jedoch 1076.