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Caritas zieht die Reißleine: Aufnahmestopp an den Tafelläden in Lindenberg und Lindau

Die Caritas versorgt Bedürftige mit ihren Tafelläden. Da viele Geflüchtete aus der Ukraine dort nun Essen holen, erreichen die beiden Läden im Landkreis Lindau ihre Kapazitätsgrenzen. Vorerst gilt deshalb nun ein Aufnahmestopp.

Die Caritas versorgt Bedürftige mit ihren Tafelläden. Da viele Geflüchtete aus der Ukraine dort nun Essen holen, erreichen die beiden Läden im Landkreis Lindau ihre Kapazitätsgrenzen. Vorerst gilt deshalb nun ein Aufnahmestopp.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Die Caritas versorgt Bedürftige mit ihren Tafelläden. Da viele Geflüchtete aus der Ukraine dort nun Essen holen, erreichen die beiden Läden im Landkreis Lindau ihre Kapazitätsgrenzen. Vorerst gilt deshalb nun ein Aufnahmestopp.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Ukraine-Krieg sorgt für erhöhten Andrang. Geschäftsführer: "Aufgrund hohen Zulaufs ist regulärer Tafelbetrieb nicht mehr möglich".
23.05.2022 | Stand: 20:12 Uhr

Die Caritas muss die Reißleine ziehen: Der Kreisverband hat einen Aufnahmestopp für seine beiden Tafelläden in Lindenberg und Lindau erlassen. „Aufgrund des hohen Zulaufs an neuen Kunden ist ein regulärer Tafelbetrieb nicht mehr gewährleistet. Es können deshalb ab sofort vorübergehend keine Tafelausweise mehr ausgegeben werden“, sagt Geschäftsführer Harald Thomas.

Grund für den hohen Andrang sei der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Flüchtlingswelle. „Es ebbt nicht ab“, sagt Thomas. In Lindenberg ist die Zahl der Tafelausweise seit Jahresbeginn von unter 150 auf über 230 gestiegen, in Lindau von unter 200 auf rund 330.

Andrang ist für Ehrenamtliche im Tafelladen eine hohe Belastung

Ein Andrang, der für die Ehrenamtlichen „eine enorme Belastung“ darstelle und nicht mehr zu bewältigen sei. Bereits vor zwei Wochen hat die Caritas deshalb eine Einkaufsbeschränkung erlassen, was die Häufigkeit angeht. Immerhin sei die Schlange der Bedürftigen dadurch von teilweise 50 auf etwa 30 Wartende reduziert worden. Doch auch das sei einfach noch zu viel für einen Normalbetrieb. Zumal man trotz des Kriegs auch Corona nicht vergessen dürfe: „Die Pandemie haben wir auch nicht“, sagt Thomas.

Lesen Sie dazu auch: Tafel Füssen versorgt über 100 Flüchtlinge

Der Aufnahmestopp für die Tafel gilt bis auf weiteres. Man müsse die weitere Entwicklung beobachten. Bei früheren Flüchtlingswellen haben sich die Lage irgendwann entspannt, als die Menschen vom Land in die Ballungszentren abgewandert sind, sagt Thomas.

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