Tag der Ausbildung

Was Holz zum High-Tech-Werkstoff macht

250 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen haben beim Tag der Ausbildung im Sägewerk Poschenrieder einen Einblick in die Arbeitsabläufe, den Werkstoff Holz sowie berufliche Möglichkeiten bekommen.

250 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen haben beim Tag der Ausbildung im Sägewerk Poschenrieder einen Einblick in die Arbeitsabläufe, den Werkstoff Holz sowie berufliche Möglichkeiten bekommen.

Bild: Fabienne Mann

250 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen haben beim Tag der Ausbildung im Sägewerk Poschenrieder einen Einblick in die Arbeitsabläufe, den Werkstoff Holz sowie berufliche Möglichkeiten bekommen.

Bild: Fabienne Mann

250 Schülerinnen und Schüler erkunden das Sägewerk Poschenrieder in Ebratshofen. Dort erfahren sie auch etwas über Nachhaltigkeit und Regionalität.
12.05.2022 | Stand: 05:41 Uhr

Das Sägewerk Poschenrieder hat rund 30 Mitarbeiter. Beim Tag der Ausbildung war mehr als achtmal so viel los: 250 Schülerinnen und Schüler aus fünf Mittel-, Verbund- und Gemeinschaftsschulen (Lindenberg, Oberstaufen, Isny, Eglofs und Weitnau) haben bei einer gemeinsamen Betriebserkundung in Schüttentobel (Ebratshofen) hinter die Kulissen des Familienunternehmens geschaut. „In den letzten Jahren haben wir bereits gute Erfahrungen mit Exkursionen für Schulklassen gemacht. Mit der großen Veranstaltung jetzt möchten wir die Schüler noch aktiver bei der Berufsfindung unterstützen“, sagt Geschäftsführer Timo Poschenrieder.

Holz ist für das Unternehmen „der natürliche High-Tech-Werkstoff schlechthin“. An elf Stationen durchliefen die Siebt- und Achtklässler dessen Verarbeitung vom Rundholz bis zum fertigen Schnittholzprodukt. Unter Aufsicht der Mitarbeiter durften sie sich auch selbst an den Maschinen und Anlagen versuchen, mit welchen später in der Ausbildung gearbeitet wird. Auch theoretische Inhalte wie Holzkunde oder Umwelteinflüsse wurden thematisiert. Die Schülergruppen erhielten verschiedene thematische Fragebögen – und müssen ihre Ergebnisse im Nachgang im Unterricht vorstellen.

Sägewerk verarbeitet Holz aus den Allgäuer Wäldern

Eine wichtige Rolle spielte dabei nicht zuletzt das Thema Nachhaltigkeit. Die Jugendlichen erfuhren unter anderem, dass das Sägewerk ausschließlich Rundholz aus Allgäuer Wäldern (Umkreis etwa 25 Kilometer) verarbeitet und dass ein Kubikmeter Holz etwa eine Tonne Kohlenstoffdioxid speichert. Die CO2-Bilanz ist also deutlich besser als bei Beton, Stahl oder Kunststoff. „Mit jedem produzierten Kubikmeter Schnittholz kann ein Teil dieser Produkte verdrängt werden, weshalb wir stolz darauf sind, mit unserem Geschäftsmodell aktiven Klimaschutz zu betreiben“, verdeutlichte Timo Poschenrieder.

Ausbildung beim Sägewerk Poschenrieder im Westallgäu

Dazu gehören auch eigene Lehrlinge. „Die Ausbildung ist das A und O“, hebt der Geschäftsführer hervor. „Dadurch bekommen wir die Leute, die wir brauchen.“ Derzeit bildet der Betrieb vier junge Menschen zum Holzbearbeitungsmechaniker sowie zur Industriekauffrau aus. Sukzessive soll die Zahl der Ausbildungsplätze aber auf zehn wachsen, sagt Poschenrieder.

250 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen haben beim Tag der Ausbildung im Sägewerk Poschenrieder einen Einblick in die Arbeitsabläufe, den Werkstoff Holz sowie berufliche Möglichkeiten bekommen.
250 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen haben beim Tag der Ausbildung im Sägewerk Poschenrieder einen Einblick in die Arbeitsabläufe, den Werkstoff Holz sowie berufliche Möglichkeiten bekommen.
Bild: Fabienne Mann

Bei den Jugendlichen kam die Betriebserkundung in jedem Fall an. „Hier kann man mit großen Maschinen arbeiten und noch was Gutes für die Umwelt machen – das finde ich cool“, meinte einer der Schüler.

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