Sturmböen

Unwetter über dem Bodensee: Vier Segelboote in Not

Archivfoto: Heftige Sturmböen peitschten am Sonntag den Bodensee auf.

Archivfoto: Heftige Sturmböen peitschten am Sonntag den Bodensee auf.

Bild: Tobias Kleinschmidt/dpa

Archivfoto: Heftige Sturmböen peitschten am Sonntag den Bodensee auf.

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Wegen der heftigen Sturmböen hatten einige Boote auf dem Bodensee Probleme. Wasserschutzpolizei und Wasserwacht mussten zur Hilfe eilen.
26.07.2021 | Stand: 13:21 Uhr

Am frühen Sonntagnachmittag gerieten aufgrund des Unwetters mehrere Segelboote auf dem Bodensee in Not, meldet die Polizei am Montagmittag. Bereits vor Auslösung der Starkwindwarnung sei die Wetterfront deutlich über dem Schweizer Ufer zu erkennen gewesen. Deshalb wurden mehrere Stand-Up-Paddler von der Besatzung des Polizeibootes Hecht im Bereich der Lindauer Insel rechtzeitig ans Ufer geschickt. Eine halbe Stunde nach Auslösung der Starkwindwarnung geriet ein Segelboot vor Nonnenhorn besetzt mit zwei Personen in Not. Die Besatzung hatte nicht rechtzeitig die Segelgröße verkleinert beziehungsweise die Segel ganz heruntergenommen. Als die Besatzung das nun machen wollte, wurde das Segelboot durch Böen in Sturmstärke mehrmals flach auf das Wasser gedrückt, lief aus dem Ruder und schoss in den Wind. Durch den starken Wind zerriss das Vorsegel. Das Polizeiboot Hecht begleitete das Segelboot schließlich, bis es mit eigener Motorkraft Richtung Kressbronn weiterfahren konnte.

Länger konnte die Polizei das Segelboot nicht begleiten, denn ein zweites Segelboot war in Seenot geraten. Die Besatzungsmitglieder dieses Bootes hatten bereits die Segel geborgen. Eines jedoch wurde durch den Wind teilweise wieder ausgerollt und zerrissen. Die Besatzung wollte laut Polizei von Bord. Auf das Polizeiboot konnte sie aber nicht steigen, weil der Seegang zu heftig war. Auch dieses Segelboot wurde durch Windböen und Seegang mehrmals flach auf das Wasser gedrückt. Die Besatzung des Polizeibootes Hecht forderte das Wasserwachtboot Seewolf zur Unterstützung an. Bis es da war, begleitete die Polizei das Segelboot. Es wurde später durch das Wasserwachtboot in Schlepp genommen, da auch der kleine Außenbordmotor ausgefallen war.

In der Zwischenzeit passierte ein Segelboot aus Sankt Gallen das Polizeiboot. Auch bei diesem Segelboot gab es offensichtlich ein Problem, da auch hier das Vorsegel im starken Wind flatterte und offensichtlich gerissen war. Eine Hilfeleistung war zunächst nicht erforderlich, schreibt die Polizei. Später hatte das Segelboot vor Wasserburg allerdings Probleme beim Einlaufen in den Hafen. Der Einsatz wurde vom Polizeiboot V20 aus Hard übernommen und das Segelboot in den Hafen begleitet.

Ein viertes Segelboot, das ebenfalls vor Wasserburg Probleme hatte, wurde durch das Polizeiboot aus Friedrichshafen in den sicheren Hafen begleitet.