Rote Rosen

Valentinstag: So kommen Kunden im Westallgäu an Blumen

Der Valentinstag beschert Gärtnereien und Floristen auch in Lockdown-Zeiten Arbeit, wie hier der Auszubildenden Johanna Fink bei „Blatt & Blüte“ in Lindenberg.

Der Valentinstag beschert Gärtnereien und Floristen auch in Lockdown-Zeiten Arbeit, wie hier der Auszubildenden Johanna Fink bei „Blatt & Blüte“ in Lindenberg.

Bild: Olaf Winkler

Der Valentinstag beschert Gärtnereien und Floristen auch in Lockdown-Zeiten Arbeit, wie hier der Auszubildenden Johanna Fink bei „Blatt & Blüte“ in Lindenberg.

Bild: Olaf Winkler

Nicht nur Corona macht den Floristen heuer Probleme. Wie Kunden am Valentinstag an ihre Blumen kommen und warum rote Rosen besonders teuer sind.
12.02.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Der Valentinstag am kommenden Sonntag ist traditionell ein Tag, an dem sich Menschen Blumen schenken – und damit ein wichtiger Tag für Gärtner und Floristen. Daran ändert grundsätzlich auch Corona nichts – aber neben der Pandemie und damit verbundenen Lockdown gibt es heuer noch zwei weitere Probleme: Der Valentinstag fällt auf einen Sonntag und der verspricht sehr kalt zu werden.

Rote Rosen sind der Klassiker am Valentinstag. Das bestätigen alle befragten Westallgäuer Floristen. Doch sind sie sich auch einig: „Sie sind in diesem Jahr besonders teuer“, wie es Lukas Hauf von der Gärtnerei Hauf in Simmerberg feststellt. Das liegt einerseits an der enormen Nachfrage rund um den 14. Februar, aber auch an den geringeren Frachtkapazitäten. Denn viele Rosen kommen per Passagierflugzeug aus Kenia – und die fliegen derzeit kaum noch.

So viel kosten rote Rosen in Lindenberg

So seien für eine langstielige rote Rose in diesem Jahr wohl 7,50 Euro zu berappen, kündigt Wolfgang Berger von „Blatt & Blüte“ in Lindenberg an. Sein Tipp: „Ein schöner Frühlingsstrauß ist da eine gute Alternative.“ Die hätte er gern auch vor seinem Laden präsentiert: „Dann hätten sich die Kunden etwas aussuchen und das Geld in eine Kasse werfen können.“ So wäre ein kontaktloses Einkaufen möglich gewesen. Doch das verhindert die Kälte. So können Kunden aufgrund des Corona-Lockdowns nur vorher per Internet oder Telefon bestellen – und die Blumen im Geschäft abholen. Spontan vor Ort einkaufen sei so aber nicht möglich, bedauert nicht nur Berger. Auch Armin Rochelt von der Gärtnerei Rochelt in Simmerberg hat in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass „spontan und kurzfristig“ eingekauft werde. Deshalb kauft er heuer bei seinem Großhändler bewusst vorsichtig ein, weil er die konkrete Nachfrage nicht abschätzen kann. Denn: „Nach dem Valentinstag sind die roten Rosen schwer zu verkaufen.“ Sein Rat: „Vorbestellen und das je früher, desto besser.“ Das erlaube es ihm, aber auch den Großhändlern, noch zu reagieren. In jedem Fall fehle heuer ein Großteil des Geschäftes. „Normalerweise verschenken auch Schüler am Valentinstag Blumen.“ Die Schulen aber sind geschlossen.

Blumengeschäfte bieten Abholung und Lieferung an

Neben dem Abholen von vorbestellten Blumen im Geschäft ist trotz Corona-Lockdown auch ein Ausliefern möglich. Darauf hat sich Gerhard Sinz von Blumen-Sinz in Scheidegg eingestellt. Er schätzt, dass die Empfänger heuer leichter erreichbar sind: „Es ist ja nichts geöffnet.“ Essengehen als Alternative zum Blumengeschenk am Valentinstag entfällt damit schon einmal. Seine ganze Familie sei deshalb am Sonntag im Einsatz und liefere Bestellungen aus, die über den „Fleurop“-Dienst auch aus weiter Distanz eintreffen. Allerdings schreckt auch Sinz die angekündigte Kälte: „Vor die Tür können wir da nichts stellen.“

Lukas Hauf weiß: „Mancher Mann bekommt normalerweise vom Arbeitskollegen den Tipp, den Valentinstag nicht zu vergessen.“ Da dieser heuer aber auf einen Sonntag fällt, entfalle diese Option. Zudem: Üblicherweise sind die Geschäfte an diesem Tag geschlossen, so auch die Gärtnerei in Simmerberg. Die drei anderen befragten Floristen haben am Sonntag zur Abholung bestellter Blumen geöffnet – jeweils am Vormittag bis 12 Uhr.

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