Verkehr und Stau in Vorarlberg

Nach G7-Chaos: Bregenz sperrt Durchfahrt für Autos

Die Bundespolizei kontrolliert an der Ausfahrt Sigmarszell der A96 wegen des G7-Gipfels

Die Bundespolizei kontrolliert an der Ausfahrt Sigmarszell der A96 wegen des G7-Gipfels

Bild: Christian Flemming (Archiv)

Die Bundespolizei kontrolliert an der Ausfahrt Sigmarszell der A96 wegen des G7-Gipfels

Bild: Christian Flemming (Archiv)

Kontrollen vor dem G7-Gipfel lassen den Verkehr kollabieren. Staus reichen von der A96 bis auf die A14. Viele weichen durch Bregenz aus. Das ist jetzt vorbei.
22.06.2022 | Stand: 21:26 Uhr

Seit gut einer Woche kontrolliert die Bundespolizei bei Sigmarszell Autofahrer. Grund ist der anstehende G7-Gipfel. Staus und Wartezeiten, die durch die Kontrollen entstehen, verärgern schon seit Tagen Lindauer. Jetzt reagieren auch die Stadt Bregenz und das Land Vorarlberg.

Denn die Staus, die durch die Kontrollen verursacht werden, reichen oft bis auf die österreichische Autobahn A14. Navigationssysteme leiten Autofahrer dann durch Bregenz, weswegen es auch dort zu langen Wartezeiten kommt. Stellenweise bricht der Verkehr auch zusammen. Bürger klagen über Lärm, Hitze und Abgase.

Durchfahrt von Bregenz ist für Autofahrer gesperrt

„Der Verkehr in Bregenz wird durch die massiven Staus lahmgelegt. Die Blaulichtorganisationen kommen ebenso wenig durch wie der öffentliche Verkehr oder die heimische Bevölkerung“, wird Bürgermeister Michael Ritsch in einer Pressemitteilung zitiert. Auf die Entwicklung hat die Stadt am Mittwochnachmittag reagiert und die Durchfahrt von Bregenz für den Ausweichverkehr gesperrt.

Das gilt ab sofort und vorerst bis 3. Juli. Heißt konkret: Fahrzeuge, die in Wolfurt oder Bregenz von der A14 abfahren wollen, wird die Durchfahrt durch die Landeshauptstadt untersagt. Lediglich Zielverkehr ist erlaubt. Bundes- und Stadtpolizei werden das laut Stadtverwaltung kontrollieren.

G7-Gipfel vom 26. bis 18. Juni auf Schloss Elmau

Der G7-Gipfel ist vom 26. bis zum 28. Juni auf Schloss Elmau in Oberbayern. Die Kontrollen an den bayerischen Grenzen sollen laut Bundespolizei bis zum ersten Juliwochenende andauern. Ziel ist es, mögliche gewaltbereite Demonstranten abzuschrecken beziehungsweise an der Einreise nach Deutschland zu hindern.

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