Ehrenamt im Westallgäu

Von Lindenberg zum Hochgrat: THW-Helfer und Bundeswehrsoldaten üben für Unwetterkatastrophe

In Schreckenmanklitz (zwischen Weiler und Lindenberg) ist am Donnerstagmorgen ein Hubschrauber für eine Übung von THW und Bundeswehr abgehoben. Die Einsatzkräfte waren am Hochgrat für eine Großübung.

In Schreckenmanklitz (zwischen Weiler und Lindenberg) ist am Donnerstagmorgen ein Hubschrauber für eine Übung von THW und Bundeswehr abgehoben. Die Einsatzkräfte waren am Hochgrat für eine Großübung.

Bild: Martina Diemand

In Schreckenmanklitz (zwischen Weiler und Lindenberg) ist am Donnerstagmorgen ein Hubschrauber für eine Übung von THW und Bundeswehr abgehoben. Die Einsatzkräfte waren am Hochgrat für eine Großübung.

Bild: Martina Diemand

Ein Hubschrauber sorgte am Donnerstagmorgen in Lindenberg für Aufsehen. Er brachte THW-Helfer und Bundeswehrkräfte für eine Großübung an den Hochgrat.
14.10.2021 | Stand: 17:49 Uhr

Auf diesen Tag hat Christian Straschek vom Technischen Hilfswerk Lindenberg fast vier Jahre lang hingearbeitet: Am Donnerstag probten 45 Ehrenamtliche aus dem Westallgäu für den Katastrophenfall. „Die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe in Simbach 2016 haben uns auf die Idee für eine solche Übung gebracht“, sagt Straschek.

Drei Tonnen Sandsäcke brachte der Hubschrauber von Lindenberg zur Oberstiegalpe am Hochgrat

Zusammen mit Soldaten der Bundeswehr simulierten die THW-Kräfte einen Einsatz nach einem Unwetter mit Starkregen auf der Oberstiegalpe am Hochgrat bei Oberstaufen. Dafür ging es mit dem Transporthubschrauber CH-53 der Bundeswehr Laupheim von Schreckenmanklitz aus zu dem Berghof. Drei Tonnen Sandsäcke, Seile, Stromkabel und andere Werkzeuge brachten die Einsatzkräfte so auf den Hochgrat.

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THW und Bundeswehr üben am Hochgrat

Auch für THW-Helfer aus Lindenberg und Bundeswehrsoldaten eine außergewöhnliche Übung

„Das ist schon eine besondere Übung, aber auch ein tolles Erlebnis“, sagt die 26-jährige THW-Helferin Rebecca Planinc. Das THW ist eine ehrenamtliche Organisation. Alle Helferinnen und Helfer hatten sich frei genommen, um bei dieser Übung dabei zu sein. Schon der Hubschrauber-Start sorgte bei vielen Anwohnern und Passanten im Westallgäu für Aufsehen. Zahlreiche Zuschauer filmten das Spektakel zwischen Weiler und Lindenberg.

Ein besonderer Hingucker: Auch das zweieinhalb Tonnen schwere Stromaggregat wurde am Hubschrauber hängend zum Hochgrat geflogen. Es soll im Ernstfall ein abgeschnittenes Bergdorf mit Strom versorgen, nachdem es beispielsweise zu einem Hangrutsch kam oder die Straßen wegen umgestürzter Bäume versperrt sind. Sandsäcke sollen vor einer Überschwemmung schützen. Etwa zwölf Stunden waren die Ehrenamtlichen im Einsatz.

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Bilder und Video von der Großübung

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