Katastrophenschutz im Westallgäu

Westallgäuer Feuerwehren bei der Waldbrandprobe:  „Mensch und Material sind gefordert“

Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.

Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.

Bild: Peter Mittermeier

Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.

Bild: Peter Mittermeier

Wie sich die Feuerwehren auf Waldbrände vorbereiten und wie groß das Risiko im Landkreis ist. Bei einer Übung in Lindenberg kommt Hilfe auch aus der Luft.
24.06.2022 | Stand: 08:00 Uhr

Ein Flammeninferno, Feuerwehrleute am Rande der Erschöpfung, Menschen auf der Flucht. Die Bilder der Waldbrände in Südeuropa und den USA gingen um die Welt. Solche Brandkatastrophen wird es im Westallgäu nicht geben, aber auch hier, im regenreichen Allgäu, werden Waldbrände zunehmend ein Thema. „Wir müssen uns darauf vorbereiten“, sagt der Lindenberger Feuerwehrkommandant Marcus Schneider. Die Wehr hat das jetzt bei einer groß angelegten Übung getan.

In der Vergangenheit blieb das Westallgäu von größeren Waldbränden verschont

Das Westallgäu ist in der Vergangenheit von größeren Waldbränden verschont geblieben. Kreisbrandrat Wolfgang Endres kann sich konkret nur an ein Feuer zwischen Stiefenhofen und Ebratshofen erinnern. „Wir haben andere Böden, andere Wälder und mehr Regen“, erklärt Endres, warum die Wälder beispielsweise in Franken stärker gefährdet sind. Kleinere Flächenbrände hat es aber auch schon in Lindenberg gegeben. Und: angesichts des Klimawandels steigt die Gefahr von Waldbränden, sagt auch Endres. Eine Scherbe, eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe könnten Ursache sein.

Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.
Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.
Bild: Peter Mittermeier

Vor allem logistisch sind solche Brände eine Herausforderung. „Mensch und Material sind gefordert“, sagt Endres. Das zeigt sich auch bei der Übung in Lindenberg. Angenommen ist ein Brand im Bereich des Krankenhauses, simuliert mit Rauchsätzen, Nebelmaschinen und Pyrotechnik. Betroffen sind drei Hektar, also 30.000 Quadratmeter.

In einem Leitfaden sind alle Waldstücke, Hydranten und Zufahrten aufgeführt

Auf diesen Ernstfall ist die Lindenberger Feuerwehr vorbereitet. Sie hat einen Leitfaden erarbeitet. Alle Waldstücke sind dort aufgeführt, mit Beschreibung der Zufahrt, Hydranten und Geräten, die beispielsweise der Bauhof stellen könnte. Der Leitfaden ist in jedem Löschfahrzeug an Bord und soll auch bei Waldunfällen die Arbeit der Wehr erleichtern. „Er nimmt im Ernstfall Stress raus, weil jeder weiß, was zu tun ist“, erklärt Kommandant Marcus Schneider den Sinn.

Mehrere hundert Meter Schlauch müssen bei der Übung in den Wald gelegt werden. Das Wasser kommt anfangs aus den Tanklöschfahrzeugen. 3000 bis 5000 Liter benötigen die Kräfte für den ersten Angriff. 60 Liter in der Minute kommen anfangs aus den C-Rohren. Das ist vergleichsweise wenig, „bei einem Flächenbrand reicht es aber“, sagt Schneider. Die Löschweise spart Wasser, bis längere Leitungen zu Hydranten liegen.

Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.
Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.
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Bei der Übung rückt die Feuerwehr Opfenbach zur Unterstützung an. Sie würde auch im Ernstfall angefordert. Zusammen mit der Lindenberger Feuerwehr umkreisen deren Einsatzkräfte quasi das Feuer, nehmen es in die Zange. Die Opfenbacher Feuerwehr liefert auch Unterstützung aus der Luft. Bei ihr ist die Drohne des Landkreises stationiert.

Löscharbeiten mit Drohnenunterstützung

Sie liefert Bilder in hoher Auflösung, die live auf einen Bildschirm im Leitfahrzeug übertragen werden. Das ermöglich der Einsatzleitung, die Lage exakt einzuschätzen und die Löschmannschaften zu dirigieren. Elf Feuerwehrler sind als Piloten ausgebildet. Einer steuert das Flugobjekt, ein anderer die installierte Kamera, schildert Wilfried Baur, Vorstand der Opfenbacher Wehr. Die Daten werden im Übrigen nach einer kurzen Aufbewahrungsfrist gelöscht.

Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.
Am Nadenberg haben die Feuerwehren aus Lindenberg und Opfenbach die Bekämpfung eines Waldbrandes geübt. Dazu mussten sie unter anderem mehrere hundert Meter Schlauchleitungen legen. Eingesetzt wurde auch eine Drohne, die von zwei Feuerwehrlern bedient wird, einer ist Pilot, der zweite steuert die Kamera.
Bild: Peter Mittermeier

Bei einem größeren Waldbrand würden nicht nur zwei Feuerwehren alarmiert, sondern mehr und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Hubschrauber. „Wenn auch noch Hitze dazukommt, musst Du die Mannschaften schnell austauschen“, sagt Endres über die Belastung für Feuerwehrmänner und -frauen bei Waldbränden. „Da steht keiner eine Stunde am Strahlrohr.“

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