Ärger im Lindenberger Stadtrat

Warum dürfen Discounter weiterhin Non-Food-Artikel verkaufen und Einzelhändler nicht?

Dass Discounter weiterhin "Non-Food-Artikel" verkaufen, sorgt im Lindenberger Stadtrat für Ärger.

Dass Discounter weiterhin "Non-Food-Artikel" verkaufen, sorgt im Lindenberger Stadtrat für Ärger.

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolfoto)

Dass Discounter weiterhin "Non-Food-Artikel" verkaufen, sorgt im Lindenberger Stadtrat für Ärger.

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolfoto)

Während Einzelhändler schließen müssen, dürfen Discounter weiter Spielsachen verkaufen. Lindenbergs Bürgermeister spricht von einer "Ungleichbehandlung".
23.12.2020 | Stand: 06:20 Uhr

Die Einzelhändler müssen schließen, Discounter aber verkaufen sogenannte Non-Food-Artikel wie Textilien weiter. Ob die Stadt daran etwas ändern könne, eventuell auch zusammen mit dem Landratsamt, wollte Helmut Strahl im Stadtrat wissen.

Strahl hatte das Thema schon beim ersten Lockdown im Frühjahr angesprochen. Die Situation diesmal sei für den Handel noch schwieriger, weil ihm das Weihnachtsgeschäft flöten gehe, beschrieb der Stadtrat die Lage. Vielleicht, so die Hoffnung von Strahl, habe sich in den Monaten seit des ersten Lockdowns eine Handhabe für Kommunen ergeben.

Ballerstedt: "Regelung ist total daneben"

Möglichkeiten gegen den Verkauf von Spielwaren, Mode oder Unterhaltungselektronik vorzugehen, hat die Stadt aber nach wie vor nicht, erklärte Bürgermeister Eric Ballerstedt. Auch, wenn er sich persönlich andere Bestimmungen wünscht. Die bestehende Regelung sei „total daneben, weil es eine Ungleichbehandlung ist“ sagte der Bürgermeister. In Bayern dürfen Geschäfte die zu mindestens 50 Prozent Lebensmittel veräußern, ihr anderes Warenangebot verkaufen.

Citymanagement stärkt Handel in Lindenberg

Ballerstedt kündigte an, sich zeitig im Frühjahr mit Unternehmern zusammenzusetzen, um zu diskutieren, „wir man den Handel vor Ort stärken kann.“ Über das Citymanagement unterstützt die Stadt schon Aktionen des Handels. Ludwig Gehring bedankte sich dann auch beim Citymanager für seinen Einsatz während der Pandemie beispielsweise für die Plattform „Lindenberg bringt‘s“. Dort können Unternehmen ihre Abhol- und Bringdienste bewerben.

Lesen Sie auch: Brief an Allgäuer Politiker: Einzelhändler sind gegen Amazon-Verteilzentrum in Memmingen.