Renovierung der Pfarrkirche

Warum die Pfarrgemeinde Ebratshofen auf Spenden hofft

Es zeigt sich im Detail: Die Pfarrkirche St. Elisabeth benötigt auch innen die eine oder andere Schönheitsreparatur.

Es zeigt sich im Detail: Die Pfarrkirche St. Elisabeth benötigt auch innen die eine oder andere Schönheitsreparatur.

Bild: Olaf Winkler

Es zeigt sich im Detail: Die Pfarrkirche St. Elisabeth benötigt auch innen die eine oder andere Schönheitsreparatur.

Bild: Olaf Winkler

Pfarrkirche St. Elisabeth soll 2022 saniert werden. Das Geld reicht bislang nicht fürs Verschönern. Was geplant ist - und wer die hohen Kosten tragen soll.
13.12.2020 | Stand: 11:55 Uhr

Für das Jahr 2022 sind Reparaturarbeiten an der Pfarrkirche St. Elisabeth in Ebratshofen geplant. Deren Finanzierung ist weitgehend gesichert. Die Kirchenverwaltung hofft aber, damit auch Schönheitsreparaturen und einen Innenanstrich verbinden zu können. Das Problem: Dafür benötigt die Pfarrgemeinde Spenden in Höhe von 40 .000 Euro.

St. Elisabeth-Kirche "leidet" seit 40 Jahren

Die Pfarrkirche ist im 15. Jahrhundert errichtet worden. Im Jahr 1732 wurde sie in größerem Stil umgebaut. Ihren heutigen Dachstuhl erhielt die Kirche 1886. Zuletzt wurde er 1980 ertüchtigt. Seitdem hat die Kirche gelitten. Die über 130 Jahre alten Dachbalken sind teilweise durch Fäulnis geschädigt.

Ein 2016 erstelltes Tragwerksgutachten bestätigte, dass statisch relevante Schäden bestehen. So ist neben den Schäden am Dachtragwerk die Holzkonstruktion insgesamt geschwächt. Es gibt eine horizontale Wandverschiebung nach außen, Risse in den Außenwänden, zudem eine sichtbare Rissbildung im Langhaus. Ohne entsprechende Baumaßnahmen bestehe ein Sicherheitsrisiko bis hin zu einem Betretungsverbot der Kirche, sagt Reinhold Osterberger von der Kirchenverwaltung.

Über eine halbe Million Euro an Kosten

Ein Architekturbüro hat die Kosten für alle notwendigen Maßnahmen ermittelt. Sie liegen bei 545 000 Euro. Die Finanzierung dafür steht weitgehend: Die Diözese Augsburg übernimmt, wie in vergleichbaren Fällen, 60 Prozent der Ausgaben und somit 321. 000 Euro. Die Gemeinde Grünenbach steuert zehn Prozent, also 54. 500 Euro, bei. Jeweils 5.000 Euro sollen vom Bezirk Schwaben und vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege fließen. Verbleibt ein Eigenanteil für die örtliche Kirchenstiftung von knapp 160. 000 Euro. „Das können wir gerade noch tragen“, sagt Osterberger.

Allerdings: Für notwendige und wünschenswerte Schönheitsreparaturen ist bislang kein Geld vorgesehen. Sie muss die Kirchenstiftung selbst tragen. „Es bietet sich an, die Arbeiten gleichzeitig auszuführen, da bereits ein Gerüst in der Kirche stehen wird“, blickt Osterberger nach vorn. Dieses Gerüst dient eigentlich nur dazu, die Innendecke abzustützen.

Es ließe sich aber auch nutzen, um Malerarbeiten im Innern auszuführen. Dafür wären etwa 40 000 Euro notwendig. „Wenn wir diese Chance nicht nutzen und die Arbeiten im Innern in einigen Jahren angehen, fallen zumindest die Kosten für ein Gerüst erneut an“, weiß Osterberger.

Die Spenden hofft die Kirchenverwaltung rechtzeitig bis zum Beginn der Renovierungsarbeiten im Frühjahr 2022 gesammelt zu haben – und setzt dabei auch auf die eine oder andere größere Spende. Denn ohne die großzügige Unterstützung Einzelner werde die knapp 300 Mitglieder zählende Pfarrgemeinde das Geld wohl nicht zusammenbekommen, stellt Osterberger fest.