Volleyball

Wegen Corona: Saison für TV Lindenberg und TSV Röthenbach beendet

Für die Damen des TV Lindenberg und des TSV Röthenbach ist die Saison vorbei.

Für die Damen des TV Lindenberg und des TSV Röthenbach ist die Saison vorbei.

Bild: Florian Wolf

Für die Damen des TV Lindenberg und des TSV Röthenbach ist die Saison vorbei.

Bild: Florian Wolf

Das ist bitter: Die Mannschaften aus dem Westallgäu hatten in der Eichenkreuzrunde kein einziges Spiel absolviert. Worauf nach dem Abbruch jetzt die Hoffnung liegt.
06.02.2021 | Stand: 18:14 Uhr

Carina Claus ist alles andere als überrascht. „Ich habe damit gerechnet und mich schon gar nicht richtig auf eine Saison eingestellt“, sagt die Volleyballerin vom TSV Röthenbach. Ihr ungutes Gefühl trügte nicht: Die Saison 2020/21 der Allgäuer Eichenkreuzrunde ist aufgrund der Pandemie vorzeitig und ohne Wertung beendet. Das haben die Verantwortlichen der Spielrunde beschlossen.

Für die Vereine aus dem Westallgäu bedeutet das: Die Saison ist für sie zu Ende, ohne dass sie begonnen hatte. Denn keine einzige Westallgäuer Mannschaft hat bis dato auch nur ein einziges Ligaspiel absolvieren können.

Die Damen des TV Lindenberg hätten am 11. November als Aufsteiger in die höchste Spielklasse der Eichenkreuzrunde die A-Klasse eröffnet, die Herren aus der Bergstadt am 23. November in der C-Klasse ihren ersten Auftritt gehabt.

Auch die Herren des TSV Röthenbach in der C-Klasse (9. Novenber) und die Damen in der B-Klasse (20. November) durften gar nicht erst antreten, da der Lockdown bekanntlich ab Anfang November jeglichen Amateursport unmöglich gemacht hat. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und da keine Änderung der aktuellen Situation in Aussicht steht, hat der Vorstand der Eichenkreuzrunde den Abbruch beschlossen.

An der Entscheidung mitbeteiligt war Jochen Claus. Er ist nicht nur Zweiter Vorsitzender des TV Lindenberg, Volleyball-Abteilungsleiter und aktiver Spieler, sondern im Vorstand der Eichenkreuzrunde auch Schriftführer. „Anfang Oktober waren wir noch guter Dinge, dass wir es hinkriegen“, sagt er.

TSV Heimenkirch hatte gar nicht erst gemeldet

Allerdings sei damals schon klar gewesen, dass es wegen der Pandemie „eine eigenwillige Saison“ werden würde. Aufgrund der besonderen Umstände hatten die Vereine die Möglichkeit, eine Spielzeit lang im Ligabetrieb zu pausieren, ohne deshalb einen Zwangsabstieg fürchten zu müssen. Ein halbes Dutzend der rund 100 Mannschaften hat laut Jochen Claus davon auch Gebrauch gemacht. Darunter auch der TSV Heimenkirch.

TV Lindenberg spielt Beachvolleyball im Stadion

„Volleyball fehlt uns allen“, betont Jochen Claus. Und eine Weile werden sich er und seine Vereinskameraden – der TV Lindenberg hat rund 60 bis 70 aktive Volleyballer sowie Hobby- und Jugendspieler – wohl noch gedulden müssen. „Wir gehen davon aus, dass wir erst im Herbst wieder eine Halle werden betreten können“, sagt er. Seine große Hoffnung ruht deshalb auf der Sommervariante – dem Beachvolleyball. „Normalerweise sind wir ab Mai draußen, aber sollte es bis dahin zugelassen sein, dann diesmal vermutlich etwas früher“, sagt er. Der TVL trainiert auf dem Beachvolleyballplatz im Stadion, in dessen Errichtung die Mitglieder viel Eigenleistung gesteckt hatten.

Auch der TSV Röthenbach hofft, ab Mai auf dem Beachplatz in Rentershofen ans Netz gehen und in kleinen Gruppen (Zwei gegen zwei) spielen zu können. „Das ist ja an der frischen Luft“, sagt Carina Claus, die übrigens die Tochter des Lindenberger Abteilungsleiters ist.

Verantwortliche hoffen auf Lockerungen

Letztlich steht und fällt aber alles mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens und damit verbundenen Lockerungen. Auch eine mögliche Beachrunde, die die Eichenkreuz-Verantwortlichen im Hinterkopf haben, „damit die Leute ein bisschen spielen können“ (Jochen Claus). Allerdings müsste auch eine solche Sommerrunde bereits im Mai beginnen, um bis zum Beginn der Sommerferien durch zu sein.