Entwicklung des Westallgäus

Wie eine verschwundene Tankstelle von der Geschichte Opfenbachs erzählt

Früher, Heute, Opfenbach, Bodenseestraße, Oberschwabenstraße, Tankstelle, Ochsenreiter, Foto: Olaf Winkler

Früher, Heute, Opfenbach, Bodenseestraße, Oberschwabenstraße, Tankstelle, Ochsenreiter, Foto: Olaf Winkler

Bild: Olaf Winkler (Repro)

Früher, Heute, Opfenbach, Bodenseestraße, Oberschwabenstraße, Tankstelle, Ochsenreiter, Foto: Olaf Winkler

Bild: Olaf Winkler (Repro)

In der Serie "Frühe und heute" zeigt die Redaktion, wie sich das Westallgäu über Jahre verändert. Mal massiv, wo anders eher subtil - wie etwa in Opfenbach.
10.01.2022 | Stand: 09:15 Uhr

Orte, Landschaften und Gebäude verändern sich im Lauf der Jahre und Jahrzehnte. Das geschieht manchmal schleichend, manchmal abrupt. Manchmal sind die Veränderungen massiv, manchmal erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Diese Entwicklungen will die Redaktion mit der Serie „Früher und heute“ darstellen.

Wir beginnen mit dem Zentrum von Opfenbach. Auf den ersten Blick hat sich zwischen dem Bild (oben) aus den 1960er Jahren und dem Bild von 2021 (unten) gar nichts verändert in der Gemeinde. Beim genauen Hinschauen wird klar, dass es dort, wo sich heute die Bäckerei „Pio“ befindet, einst eine Tankstelle gab.

Opfenbach im Jahr 2021.
Opfenbach im Jahr 2021.
Bild: Olaf Winkler

Seraphin Ochsenreiter hat sie mit nur 16 Jahren gegründet und dem Automobil damit auch in Opfenbach zum Erfolg verholfen. Im Gebäude dahinter, das als Landwirtschaft schon 1867 erbaut wurde, befand sich lange Zeit ein sogenannter Kolonialwarenladen.

B32 und ihr Rückstau waren nicht immer schon da

Heute ist dort ein Antiquitätengeschäft untergebracht. Und noch ein interessantes Detail zeigt der Vergleich der Aufnahmen: Das Vorfahrtszeichen auf dem historischen Bild erinnert daran, dass früher an der viel befahrenen Kreuzung in der Ortsmitte die Bodenseestraße eben nicht vorfahrtsberechtigt war, so wie jetzt. Den Rückstau, der heute insbesondere zu Feierabendstunden die Oberschwabenstraße als Teil der B32 prägt, hat es einst also nicht gegeben – aufgrund der anderen Verkehrsregelung, aber wohl vor allem, weil viel weniger Pkw und Lkw durch den Ort rollten.

Die Tankstelle in der Ortsmitte bestand übrigens bis zum Jahr 1985. Inzwischen können Pkw vor dem Dorfladen „Kromer“ ein paar hundert Meter weiter Richtung Lindau auftanken – allerdings nur, wenn sie über einen Elektromotor verfügen und auf Strom angewiesen sind. Tankstellen mit Benzin und Diesel hingegen gibt es nur noch in den Nachbarorten Heimenkirch, Wangen und Lindenberg.

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