Vermisste Surfer und losgerissene Boote

Föhnsturm sorgt für zahlreiche Einsätze auf dem Bodensee am Sonntag

Am Sonntag fegte ein Föhnsturm über das Allgäu hinweg. Auf dem Bodensee gab es wegen des starken Windes zahlreiche Einsätze.

Am Sonntag fegte ein Föhnsturm über das Allgäu hinweg. Auf dem Bodensee gab es wegen des starken Windes zahlreiche Einsätze.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Am Sonntag fegte ein Föhnsturm über das Allgäu hinweg. Auf dem Bodensee gab es wegen des starken Windes zahlreiche Einsätze.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Vermisste Surfer und losgerissene Boote hielten die Einsatzkräfte am Sonntag auf dem Bodensee auf Trab. Schuld war der Föhnsturm, der über das Allgäu fegte.
##alternative##
Von Allgäuer Zeitung
04.10.2021 | Stand: 18:46 Uhr

Zahlreiche Seenoteinsätze hatte die Polizei am Sonntag wegen des Föhnsturms auf dem Bodensee. Wie die Polizei berichtete, riss bereits am Vormittag bei einem Motorboot, das in Wasserburg an einer Boje befestigt war, die Vorleine und das Boot strandete am Ufer. Die Wasserwacht und die Feuerwehr bargen das Boot einschließlich der abgetriebenen Boje und machten es am Gästesteg fest.

Gegen Mittag dann stellte die Polizei auf Höhe der Rheinmündung einen manövrierunfähigen Katamaran fest, auf dem sich auch Menschen befanden. Die Feuerwehr schleppte den Katamaran mithilfe eines Boots in den Hafen Salzmann.

Segelboote und Motorboot gestrandet

Kurz darauf strandete am Rehener Horn vor Wasserburg eine österreichische Segeljacht, an deren Bord sich ein Mensch befand. Der Motor des Boots war ausgefallen. Laut Polizei konnte der Schiffsführer noch den Anker ausbringen und blieb an Bord, bis der Sturm abgeflaut war. Am Nachmittag wurden insgesamt sieben Segelbote und ein Motorboot durch den starken Wind von den Bojen losgerissen und strandeten am Ufer.

Suche nach Surferin auf dem Bodensee

Noch während die Wasserwacht und die Feuerwehr mit der Bergung beschäftigt waren, teilte ein österreichischer Surfer mit, dass seine Frau seit drei Stunden beim Surfen sei und seitdem nicht wiedergekommen war. Beide seien von Wasserburg aus gestartet, hatten sich dann aber aus den Augen verloren.

Die Besatzung eines Wasserwachtboots sowie eines Polizeiboots suchten das Wasser vor Wasserburg ab. Nachdem sie auch zum Ehemann keinen Kontakt mehr herstellen konnten, fuhr eine Polizeistreife von Land aus zum Parkplatz Aquamarin. Dort trafen die Beamten sowohl den Mitteiler als auch seine Frau wohlbehalten am Ufer an.

Schäden an Booten noch unklar

Lesen Sie auch
##alternative##
Neues Equipment für Rettung

Im Einsatz auf Ebay: Feuerwehr Lechbruck kauft online Schlauchboot

Währenddessen gab es eine weitere Mitteilung über einen Schwimmer im Bojenfeld Wasserburg. Einsatzkräfte vor Ort fanden jedoch niemanden in Not. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem vermeintlichen Schwimmer um eine treibende Boje handelte.

Die Schäden bei den gestrandeten Booten sind derzeit noch unklar. Laut Polizei wurden keine Menschen verletzt.

Lesen Sie auch: Mehr als 200 Segelboote - Größte Bodensee-Regatta "Rund Um" erstmals tagsüber