Bauanträge in Maierhöfen

Zwei Bauvorhaben könnten den Ortsteil Schweinebach verändern

Die Bundesstraße 12 teilt Schweinebach in einen württembergischen (links) und einen bayerischen Teil, der zu Maierhöfen gehört. Dort wollen sich nun ein Landwirt und ein Gartenbaubetrieb ansiedeln.

Die Bundesstraße 12 teilt Schweinebach in einen württembergischen (links) und einen bayerischen Teil, der zu Maierhöfen gehört. Dort wollen sich nun ein Landwirt und ein Gartenbaubetrieb ansiedeln.

Bild: Olaf Winkler

Die Bundesstraße 12 teilt Schweinebach in einen württembergischen (links) und einen bayerischen Teil, der zu Maierhöfen gehört. Dort wollen sich nun ein Landwirt und ein Gartenbaubetrieb ansiedeln.

Bild: Olaf Winkler

In Schweinebach soll ein Hof für 75 Kühe entstehen. Zudem möchte sich ein Gartenbaubetrieb ansiedeln. Nicht alle Anwohner finden das gut.
10.12.2020 | Stand: 11:45 Uhr

Zur Stadtgrenze nach Isny müssen die Bewohner von Schweinebach nur die Bundesstraße 12 überqueren, die an dieser Stelle Bayern und Baden-Württemberg trennt. Schweinebach aber gehört zu Maierhöfen. Das Rathaus der Gemeinde ist knapp fünf Kilometer entfernt. Und doch fallen hier sowie im Gemeinderat, in dem Schweinebach nicht vertreten ist, die Entscheidungen rund um den Ortsteil. Gleich zwei Bauvorhaben haben jetzt das Ratsgremium beschäftigt, die Schweinebach verändern könnten.

Hof ensteht jenseits der Landesgrenze neu

Der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens im württembergischen Teil von Schweinebach sorgte Anfang August 2019 für Schlagzeilen. Auch 230 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren konnten nicht verhindern, dass die Gebäude bis auf die Grundmauern niederbrannten. Einem Wiederaufbau dort in der geplanten Weise hat das Landratsamt Ravensburg nicht zugestimmt, sodass sich der Eigentümer nun auf ihm gehörenden Flächen jenseits der Landesgrenze ansiedeln möchte. Geplant ist ein kompletter landwirtschaftlicher Betrieb für 75 Kühe – keine 200 Meter vom ursprünglichen Standort entfernt, nun aber eben auf bayerischer und damit Maierhöfener Seite.

Anlieger sehen Vorhaben kritisch

Das Vorhaben gilt als privilegiert, erhält also aller Voraussicht nach die Genehmigung durch das hier zuständige Landratsamt Lindau. Gründe für eine Ablehnung gibt es aus Sicht von Maierhöfens Bürgermeister Martin Schwarz an dieser Stelle nicht, denn die Erschließung ist gesichert. Doch rührt sich Widerstand im kleinen Ortsteil: Einige Anwohner von Schweinebach kamen auch zur Gemeinderatssitzung in die Iberghalle, da sie gegen die Ansiedlung nahe ihrer Wohnhäuser sind. „Es gab auch im Vorfeld Gespräche vor Ort“, informierte Schwarz. Der Gemeinderat habe dem Bauantrag aber zustimmen müssen, da die Voraussetzungen erfüllt seien. Über Vorgaben beispielsweise des Immissionsschutzes habe das Landratsamt zu entscheiden. Vor diesem Hintergrund votierte der Gemeinderat mit 10:2 Stimmen für das Vorhaben.

Auch ein zweites Bauvorhaben betrifft den Ortsteil Schweinebach. Ein Gartenbaubetrieb aus Isny möchte einen hier bestehenden Reiterhof kaufen und als künftigen Betriebssitz nutzen. An den Flächen und Gebäuden würde das nichts verändern. Einer Umnutzung müssen Gemeinde und Landratsamt aber zustimmen. Das hat der Gemeinderat im Rahmen einer Bauvor-anfrage mit 10:2 Stimmen getan.