Fußball-Landesliga Württemberg

Zwölf Gründe, wieso sich Westallgäuer Fans auf die neue Landesliga-Saison freuen können

Für den FV Rot-Weiß Weiler beginnt die Fußball-Landesliga - und er darf sich auf ein Derby freuen.

Für den FV Rot-Weiß Weiler beginnt die Fußball-Landesliga - und er darf sich auf ein Derby freuen.

Bild: Florian Wolf

Für den FV Rot-Weiß Weiler beginnt die Fußball-Landesliga - und er darf sich auf ein Derby freuen.

Bild: Florian Wolf

Die Fußball-Landesliga beginnt am Wochenende wieder. Nach jahrelanger Pause gibt es am zweiten Spieltag gleich das Derby Weiler-Heimenkirch.
05.08.2022 | Stand: 19:49 Uhr

Die Fußball-Landesliga geht wieder los. Der FV Rot-Weiß Weiler muss am Samstag zu Aufsteiger SV Dotternhausen (15.30 Uhr), der TSV Heimenkirch hat am Sonntag ein Heimspiel gegen den FV Ravensburg II (14.30 Uhr). Hier sind zwölf Gründe, weshalb sich die Fans auf die neue Saison freuen können.

  1. Endlich wieder Derby So reizvoll Spiele gegen Balingen, Mengen, Laupheim oder Albstadt auch sein mögen: Es geht einfach nichts über ein Derby. Dank Heimenkirch gibt es nach 1558 Tagen im Westallgäu endlich wieder ein richtig schönes Nachbarschaftsduell: Der Aufsteiger gibt am 2. Spieltag seine Visitenkarte in Weiler ab (13. August)
  2. Endlich wieder Hin- und Rückrunde Der Sondermodus im Vorjahr war okay, um die aufgeblasene Liga zu reduzieren und die Belastung erträglich zu halten (28 Spiele statt 38). Allerdings: In der Aufstiegsrunde ging es nur noch für Biberach und Laupheim um was, für den Rest um die Goldene Ananas – inklusive Weiler. Die Rückkehr zum klassischen Modus mit Hin- und Rückrunde nährt die Hoffnung, dass es bis zum Schluss spannend bleibt – und zwar oben und unten.
  3. Zwei vom Zuckerhut Mit der Verpflichtung der Brasilianer Nery da Silva (20) und Matheus Felipe (22) hat der FV Weiler im Sommer für Aufsehen gesorgt. Zumal die beiden in den Testspielen und im Pokal mit vielen Toren haben aufhorchen lassen. Bei der Konkurrenz hat sich das herumgesprochen – einige Vereine wie Straßberg, Nusplingen oder Dotternhausen zählen Weiler sogar zu den Aufstiegskandidaten.
  4. Neuer Einfluss aus Österreich Im Interview mit unserer Zeitung hat Simon Rothmund verraten, bis vor kurzem nicht gewusst zu haben, wo Heimenkirch liegt. Auf der anderen Seite dürfte den neuen Trainer des TSV Heimenkirch hierzulande auch niemand gekannt haben: Der 38 Jahre alte Österreicher ist ganz neu im Fußball-Westallgäu. Es wird spannend, welche neuen Einflüsse und Sichtweisen er mitbringt.

Trifft der Bezirksliga-Torschützenkönig auch weiter oben?

  1. Die (Ex-) Torschützenkönige In der Saison 2017/18, als Heimenkirch erstmals in der Landesliga war, wurde ein Spieler aus Weiler Torschützenkönig: Mathias Stadelmann erzielte damals 24 Treffer. Jetzt ist Heimenkirch wieder aufgestiegen – und Stadelmann zurück aus seiner Fußballpause. Zufall? In jedem Fall dürfte der 30-Jährige auch heuer wieder für ein paar Treffer gut sein. Ebenso wie Heimenkirchs Tobias Schuwerk. Der gelernte Abwehrspieler, den vor ein paar Jahren der damalige Trainer Simon Schnepf einfach mal vorne reingestellt hat, ist schließlich sogar amtierender Torschützenkönig: Im Vorjahr traf er 27 Mal für den Meister in der Bezirksliga – und dürfte auch heuer nicht nur wegen seiner Freistoßkünste sicherlich zweistellig werden.
  2. Der Neuling, der keiner ist Heimenkirch ist alles andere als ein Liga-Neuling. Elf Spieler (Marius Kirchmann, Tobias Schuwerk, Markus Hutterer, Michael Schiegg, Marius Diem, Niklas Kirchmann, Nino Hartinger, Lukas Selig, Yilmaz Öczelik, Klaus Rädler, Alexander Hutter) waren in der Saison 2017/18 schon dabei. Und auch die Neuzugänge Florian Knapp, Kerim Saritekin und Adrian Beck wissen aus ihrer Zeit in Weiler, wie die Landesliga funktioniert.
  3. Der Erfolgstrainer 146 Spiele, 88 Siege, nur 23 Niederlagen: Jürgen Kopfsguter ist einer der erfolgreichsten Trainer in der fast 30-jährigen Landesliga-Geschichte des FV Weiler. Im Schnitt holt er 1,97 Punkte pro Spiel. Sein Ziel: Wenn er eines Tages als Trainer in Weiler aufhört, soll hier eine Zwei vor dem Komma stehen.

Heimenkirch ist seit fast drei Jahren daheim ungeschlagen

  1. Das Bollwerk Rehwinkel Diese Heimbilanz ist wirklich irre: Seit fast drei Jahren ist Heimenkirch in der Liga am Rehwinkel ungeschlagen: 28 Spiele ohne Niederlage, davon 26 Siege. Ob die Serie hält?
  2. Der Ex-Regionalligaspieler Er hat als Passgeber, Balldieb und kreativer Kopf gefehlt: Nach seiner Fußballpause ist Samuel Riegger (29) für Weiler wieder am Ball. Die Nummer 10 hat in der Jugend beim 1. FC Nürnberg gespielt, später beim FC Ingolstadt und beim FC Memmingen in der Regionalliga.
  3. Eine offene Rechnung Nein, der Abstieg 2017/18 hätte nicht sein müssen. Ein einziger Punkt hatte Heimenkirch damals nach 32 Spielen gefehlt, um in der Liga zu bleiben. Das Schicksal besiegelt hatte ein 0:1 am vorletzten Spieltag in Ostrach. Auch wenn es die Wunden von damals nicht mehr heilen wird: Zumindest an Ostrach kann Heimenkirch nun Revanche nehmen – am 24. September zuhause und am 15. April auswärts.
  4. Sechs neue Teams Die Landesliga umfasst 18 Mannschaften. Ein Drittel davon ist im Vergleich zum Vorjahr neu: Verbandsliga-Absteiger VfB Friedrichshafen sowie die Aufsteiger TSV Heimenkirch, SV Oberzell, SV Dotternhausen, TSG Ehingen und und SV Sulmetingen – allesamt alte Bekannte. Ehingen ist übrigens damals ebenfalls zusammen mit Heimenkirch auf- und abgestiegen. Sulmetingen war zuletzt vor 25 Jahren in der Landesliga vertreten.
  5. Die Stadionwurst Ob am Rehwinkel oder im Raiffeisenbank-Stadion: Auf dem Fußballplatz schmeckt die Grillwurst im Semmel einfach immer doppelt so gut.