"Es brodelt wie im Kochtopf"

Wetterexperte erklärt, warum 2021 ein Gewitter-Sommer ist

Das Wetter im Allgäu und in Bayern präsentiert sich im Sommer 2021 wechselhaft, nass und gewittrig.

Das Wetter im Allgäu und in Bayern präsentiert sich im Sommer 2021 wechselhaft, nass und gewittrig.

Bild: Nicolas Maeterlinck, dpa (Symbolbild)

Das Wetter im Allgäu und in Bayern präsentiert sich im Sommer 2021 wechselhaft, nass und gewittrig.

Bild: Nicolas Maeterlinck, dpa (Symbolbild)

Es blitzt, donnert und regnet: Der Sommer 2021 ist ein Gewitter-Sommer. Ein Wetter-Experte vergleicht die Lage mit einem Kochtopf.
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dpa
11.07.2021 | Stand: 07:57 Uhr

Meteorologe Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach vergleicht die Wetterlage im Sommer 2021 mit einem Kochtopf: "In der Luft sind viel Energie und Feuchtigkeit. Es beginnt zu brodeln, irgendwann platzen die Blasen." Das tun sie - wettermäßig - seit etwa Mitte Juni. Warme Luftmassen über dem Boden würden auf breiter Front in die Höhe gedrückt, wo sie abkühlen. Daraus entstehende Wolken wachsen zu Gewitterkomplexen, die sich vielerorts mit Starkregen entladen, wie der Meteorologe am Samstag erläuterte.

Daran wird sich in den kommenden Tagen wenig ändern. Es bleibt unbeständig. Während es nordöstlich der Elbe bei Temperaturen um die 30 Grad heiß wird, brauen sich über Baden-Württemberg die nächsten Unwetter zusammen. Es drohen Gewitter und Starkregen. Die Unwetter ziehen der DWD-Vorhersage zufolge etwa von Dienstag an Richtung Norden weiter.

Wetter im Sommer 2021: großflächige Gewitter

Dass der diesjährige Sommer als Gewitter-Sommer wahrgenommen wird, erklärt Markus Übel mit der Verteilung von Blitz und Donner. "Sonst gehen Gewitter eher punktuell nieder. Viele Menschen bekommen es deshalb nicht mit, wenn es im Nachbarort kracht." Das sei diesmal anders: Sowohl kräftige Niederschläge als auch Gewitter und wechselhaftes Wetter gehörten zu einem Sommer dazu.

Verglichen mit den beiden vorangegangenen sehr trockenen Jahren "kommen einem die Niederschläge aber viel vor", räumt er ein. Bislang habe es zwar überdurchschnittlich geregnet. Von einem Rekord will Übel aber nicht sprechen. "Da ist noch Luft nach oben."

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