Wetter-Prognose

Wetter-Turbulenzen im Oktober: Vorhersage im 100-jährigen Kalender lässt einen schaudern

Statt einem Goldenen Oktober sagt der 100-jährige Kalender einen kräftigen Wintereinbruch voraus.

Statt einem Goldenen Oktober sagt der 100-jährige Kalender einen kräftigen Wintereinbruch voraus.

Bild: picture alliance / Sven Hoppe/dpa (Symbolfoto)

Statt einem Goldenen Oktober sagt der 100-jährige Kalender einen kräftigen Wintereinbruch voraus.

Bild: picture alliance / Sven Hoppe/dpa (Symbolfoto)

Im September fiel bereits der erste Schnee in den Bergen - im Oktober könnte es noch heftiger werden. Das prophezeit zumindest der 100-jährige Kalender.
10.10.2020 | Stand: 18:16 Uhr

Nachdem der September den kräftigen Schneefall im Gebirge brachte und in Allgäuer Hochlagen sogar Lawinengefahr auslöste, lässt es der Oktober etwas weniger turbulent angehen. Noch!

Regen, Wind, hie und da ein wenig Sonnenschein: Bislang verdient das Oktober-Wetter wohl vor allem eine Bezeichnung: unbeständig.

Genau mit diesem Wort wird der Auftakt des Herbstmonats auch im 100-jährigen Kalender beschrieben. Noch bis zum 13. Oktober soll es unbeständig bleiben. So weit, so unspektakulär für die Jahrszeit.

Doch die weitere Prognose des "Bauernkalenders", wie er häufig bezeichnet wird, lässt einen frösteln: Schon ab 14. Oktober soll das Oktober-Wetter im Mondjahr 2020/2021 "sehr kalt" werden. Die Temperaturen sollen unter den Gefrierpunkt fallen. Am 23. und 24. Oktober 2020 soll es dann leicht regnen und dazu soll frostig werden, ehe der erste flächendeckende Wintereinbruch droht.

Am 26., 27. und 28. Oktober fällt Schnee, prophezeit der 100-jährigen Kalender. Danach soll es weiterhin kalt und auch gefroren bleiben, bevor der Monat am 31. Oktober mit Regen endet.

Zusammengefasst: Es drohen Kälte, Schnee und Regen statt einem Goldenen Oktober!

Ob die Vorhersage aus dem Bauernkalender für Oktober 2020 zutrifft? Wir werden es gespannt verfolgen.

Viele Menschen - speziell im ländlichen Raum - nutzen den 100-jährigen Kalender noch heute als Instrument für den Alltag. Andere halten ihn für reinen Hokospokus.

Das ist der 100-jährige Kalender

Verwirrung herrscht auf beiden Seiten oftmals bei der Frage, was der 100-jährige Kalender bedeutet. Anders als sein Name vermuten lässt, sagt er nicht etwa das Wetter im Rhythmus von 100 Jahren voraus - sondern im Sieben-Jahres-Zyklus.

Als sein Erfinder gilt der Abt Mauritius Knauer, der im 17. Jahrhundert einen Kalender erschaffen wollte, der dauerhaft währt. Er beobachtete das Wetter, machte Notizen und bezog bei seinen Vorhersagen das damalige astronomische Weltbild ein. Seine Annahme war, das die damals bereits bekannten Himmelskörper Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur das Wetter maßgeblich beeinflussen.

Der Abt ordnete jedem von ihnen jeweils die Herrschaft über ein Jahr zu. Die Zeitspanne vom vom 22. März 2020 bis 21. März 2021 wird beispielsweise als "Mondjahr" bezeichnet.

Das progonostiziert ein Metereologe zum Oktober-Wetter

Doch was sagt ein Meteorologe zu den Wetter-Aussichten in der zweiten Oktoberhälfte? Antwort: Das Gegenteil zur düsteren Prognose aus dem 100-jährigen Kalneder. „Die Chance auf ein paar schöne, milde Herbsttage steigen in der zweiten Monatshälfte“, sagt Meteorologe Schug. Nach seinen Worten wird dagegen die erste Oktoberhälfte vermutlich um ein bis zwei Grad kälter als im langjährigen Mittel abschneiden. Mehr dazu lesen Sie hier.