Unfall-Serie

Wieder Berg-Unglück nahe Allgäuer Grenze: Deutscher Wanderer (74) stürzt in Tannheim den Tod

Tödlicher Unfall in den Tiroler Alpen: Am Freitagnachmittag stürzte ein deutscher Wanderer (74) nahe der Grenze zum Allgäu in Tannheim ab und starb.

Tödlicher Unfall in den Tiroler Alpen: Am Freitagnachmittag stürzte ein deutscher Wanderer (74) nahe der Grenze zum Allgäu in Tannheim ab und starb.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Tödlicher Unfall in den Tiroler Alpen: Am Freitagnachmittag stürzte ein deutscher Wanderer (74) nahe der Grenze zum Allgäu in Tannheim ab und starb.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Ein Deutscher (74) ist in den Tiroler Alpen gestorben. Er stürzte am Freitag in Tannheim ab. Erst am Donnerstag war eine Frau in Vorarlberg tödlich verunfallt.
05.09.2020 | Stand: 10:06 Uhr

Ein Wanderer aus Nordrhein-Westfalen ist am Freitagnachmittag bei Tannheim in Tirol in den Tod gestürzt.

Der 74-Jährige war mit seiner Frau und einer Bekannten nahe der Grenze zum Allgäu von der Landsberger Hütte talwärts in Richtung Traualpe unterwegs, als er auf 1.770 Metern Höhe zunächst über eine steile Böschung und anschließend über eine nahezu senkrechte Felswand stürzte. Trotz des Einsatzes des Notarzt-Hubschrauber "Martin2" konnte dem Mann nicht mehr geholfen werden.

Das teilt die Polizei am Samstagmorgen mit. Der Steig an der Unglücksstelle ist als "mittelschwierig" eingestuft, heißt es.

Die Serie der schlimmen Unfälle an der Grenze zum Allgäu reißt damit nicht ab. Zuletzt hatte es auch im Nachbar-Land Vorarlberg eine Reihe tödlicher Unglücksfälle gegeben. Am Klettersteig Hochjoch in Schrunz im Montafon war erst am Donnerstag (3.9.) eine Frau ums Leben gekommen.

Berg-Unglück beim Klettern in Vorarlberg: Frau stirbt an schweren Verletzungen

Die 30-Jährige war mit einer Bekannten gegen Mittag an den Klettersteig im Skigebiet Silvretta Montafon gegangen, teilt die Polizei in Bludenz mit. Gegen 13.30 Uhr hing die Frau ihre Sicherungskarabiner aus dem Stahlseil des Klettersteig aus und wollte über einen Grashang an der Seite wieder absteigen.

Dabei rutschte sie aus und stürzte rund 100 Meter über den felsdurchsetzten Grashang ab.

Sie wurde vom Rettungshubschrauber Christopherus 8 geborgen und ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen.

Dort erlag sie am Donnerstagnachmittag allerdings ihren schweren Verletzungen.

Zuletzt immer wieder schlimme Unfälle in Vorarlberg

Erst im Juli war eine 29-Jährige Frau bei einem Bergunfall in Vorarlberg ums Leben gekommen. Die Frau aus dem Bregenzerwald hatte mit ihrem Ehemann die 2.643 Meter hohe Zimba bestiegen. Beim Abstieg vom Zimbajoch zur Heinrich-Hueter-Hütte stürzte sie etwa 100 Meter über nahezu senkrechtes Gelände ab und erlitt dabei tödliche Kopfverletzungen.

Für Entsetzen im Nachbarland zum Allgäu sorgte im August der Tod eines 13-jährigen Jungen aus Kissing bei Augsburg bei einem tragischen Arbeitsunfall. Der Sohn eines Lkw-Fahrers wurde bei Verladearbeiten auf einem Firmengelände in der Nähe von Bregenz von einem 719 Kilogramm schweren Stahlträger am Kopf getroffen. Er erlag den schweren Kopfverletzungen, teilte die österreichische Polizei mit.

Der Junge gehörte der Feuerwehr in Kissing an - die Kameraden trauern mit bewegenden Worten um den Verstorbenen.

Die erschütternde Unfallserie in Vorarlberg fand in der vergangenen Woche ihre Fortsetzung, als in Düns bei Feldkirch ein Mann seine 87-jährige Mutter mit einem Traktor überrollte. Der Landwirt (56) war mit dem Gefährt samt angehängtem Heuladewagen aus einem Stall rückwärts in die Wiese gefahren und hatte die Frau nicht bemerkt.

Mit dem Tod der 30-Jährigen am Hochjoch und dem tödlichen Absturz des deutschen Wanderers in Tannheim nehmen die schlimmen Unglücke im nahen Österreich vorerst kein Ende.