Tourismus im Allgäu

Wintersaison im Allgäu läuft „besser als gedacht“

Kleinwalsertal Ifenbahn

Die Oberstdorf Kleinwalsertal-Bergbahnen sind mit der Wintersaison bisher zufrieden. Ähnlich sieht es auch bei den Allgäuer Gastgebern aus.

Bild: Ralf Lienert (Symbol)

Die Oberstdorf Kleinwalsertal-Bergbahnen sind mit der Wintersaison bisher zufrieden. Ähnlich sieht es auch bei den Allgäuer Gastgebern aus.

Bild: Ralf Lienert (Symbol)

In den Faschingsferien kamen viele Gäste ins Allgäu, die Buchungslage für den Sommer ist gut. Warum der Krieg in der Ukraine die Tourismus-Branche beschäftigt.
12.03.2022 | Stand: 05:45 Uhr

Für die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe gilt mittlerweile die 3-G-Regel, bald könnten die Zugangsbeschränkungen ganz fallen. Für die Branche im Allgäu lief die Wintersaison bisher gut. Mit Blick auf den Sommer zeigen sich die Gastgeber ebenfalls optimistisch – wenn auch mit Abstrichen.

„Die Wintersaison lief besser als gedacht, viele Gäste kamen kurzfristig“, sagt Sybille Wiedenmann, Geschäftsführerin der Allgäu Tophotels. Was Urlaub im Frühjahr angeht, seien manche zwar noch abwartend, für den Sommer hätten aber schon viele gebucht. „Wir hatten in den vergangenen zwei Jahren etwa 50 Prozent neue Gäste und hoffen, dass einige wieder kommen.“ Die Frage sei nun, wie sich der Krieg in der Ukraine auswirkt. „Das geht den Menschen emotional nahe und alles wird teurer. Es wird sich zeigen, ob das Konsequenzen für den Urlaub hat“, sagt Wiedenmann.

Urlaub auf dem Bauernhof bliebt

„Wegen der hohen Spritpreise und anderer Einschränkungen müssen manche Gäste vielleicht stornieren“, sagt auch Angelika Soyer, Vorsitzende des Vereins „Mir Allgäuer – Urlaub auf dem Bauernhof“. Bisher habe es deswegen aber noch keine Absagen gegeben. In den Faschingsferien kamen sehr viele Gäste und auch für die Oster-, Pfingst- und Sommerferien seien einige Höfe schon lange ausgebucht.

Zufrieden mit der bisherigen Wintersaison ist auch Jörn Homburg, Sprecher der Oberstdorf Kleinwalsertal-Bergbahnen. Die Faschingsferien seien „super gelaufen“, die Bedingungen seien noch immer „hervorragend“. So könne man etwa im Skiraum Nebelhorn noch bis 1. Mai Ski fahren. „Wir hoffen, dass nun auch in Deutschland die G-Regeln fallen.“ In Österreich ist das bereits der Fall. Wesentlich mehr Sportler seien seitdem zwar nicht unterwegs, „aber wir wollen, dass Skifahren bald wieder für alle möglich ist“.

Es bleiben Unsicherheiten

Trotz der anstehenden bundesweiten Lockerungen ist der Füssener Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier vorsichtig – denn die Bundesländer könnten weiter eingreifen: „Es verbleiben Unsicherheiten.“ Doch auch eine Verschärfung der Zugangsregeln sei umsetzbar: „Viele Abläufe und Verhaltensweisen sind erprobt, angewöhnt und schon so üblich, dass uns irgendwann das bis 2019 ,Normale‘ ungewohnt vorkommen wird.“

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