Altach

Wohin führt Altachs Weg im Oberhaus?

Fußball: Aufsteiger Wattens kommt zum ersten Heimspiel

08.06.2020 | Stand: 14:38 Uhr

In fünf Wochen Vorbereitung ging es für den österreichischen Fußball-Bundesligisten SCR Altach vor allem darum, sich als Team zu finden. Viele neue Gesichter stehen im Kader des Teams aus dem Vorarlberger Rheindorf, wenige Kilometer von Dornbirn entfernt. Der Auftakt ging schief: Bei LASK Linz verloren die Altacher 0:2. Am heutigen Samstag (ab 17 Uhr) ist zur Heim-Premiere die WSG Tirol zu Gast. Gegen den Aufsteiger aus Wattens bei Innsbruck geht es im West-Derby auch ums Prestige.

lDie Mannschaft Der Kader wurde fast komplett umgekrempelt. Zwölf Neue sind dabei, elf Spieler haben den Verein verlassen. Unter anderem Stammkräfte wie Benedikt Zech (Stettin/Polen) und Simon Piesinger (Randers/Dänemark). Die Verantwortlichen legten großen Wert darauf, vor allem junge österreichische Kicker nach Altach zu locken. Kapitän Philipp Netzer (33): „Der Kader wurde sinnvoll verstärkt. Wir haben eine gute Mischung aus jungen, hungrigen Spielern und Routiniers.“

lDer Trainer Alex Paastor (52) übernahm das Team im März 2019 in sportlicher Schieflage und führte Altach letztlich erfolgreich zum Klassenerhalt. Der Niederländer, der zuvor als Coach unter anderem bei Slavia Prag und Sparta Rotterdam tätig war, ist im Ländle kein Unbekannter: Als Aktiver spielte er 1999/2000 für Austria Lustenau und wechselte von dort für ein halbes Jahr zum SCR Altach, der damals noch Regionalligist war. Danach beendete er seine Karriere als Profi.

lDer Verein Mit der sportlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren wurde Schritt für Schritt auch die Wandlung vom Amateur- zum Profiklub vollzogen. Heute ist der SCRA der größte Kommunalsteuer-Zahler in der 6700-Einwohner-Gemeinde – mit über 40 Beschäftigten und einem Budget von sieben Millionen Euro. Neben den Profis bilden zwei weitere Herrenmannschaften sowie der Nachwuchs mit über 250 Kindern und Jugendlichen das Rückgrat des Vereins.

lDie Liga Im vergangenen Jahr wurde die höchste Spielklasse Österreichs reformiert, seitdem gibt es in der zweiten Saisonhälfte eine Meister- und eine Qualifikationsrunde. Nach dem 22. Spieltag werden die Punkte der zwölf Teams halbiert. Das soll den Kampf um Meisterschaft und Klassenerhalt spannender machen. Am Ende wird der Weg zum Titel auch heuer wohl nur über Salzburg führen.

lDas SaisonzielKapitän Netzer meint: „Ziel muss es immer sein, in die Meisterrunde zu kommen.“ Sprich: Altach will heuer unter die Top Sechs. Coach Pastoors meint aber auch: „Wo die Reise tatsächlich hinführt, werden wir erst in zwei, drei Wochen sehen.“