A7 und B19 besonders betroffen

Schnee, Glätte und wieder zahlreiche Unfälle auf Allgäuer Straßen

Glatte und verschneite Straßen machten einigen auch am Montag und Dienstag das Fahren schwer. Das Ergebnis: Zahlreiche Glätteunfälle im Allgäu.

Glatte und verschneite Straßen machten einigen auch am Montag und Dienstag das Fahren schwer. Das Ergebnis: Zahlreiche Glätteunfälle im Allgäu.

Bild: Carsten Rehder, dpa (Symbolbild)

Glatte und verschneite Straßen machten einigen auch am Montag und Dienstag das Fahren schwer. Das Ergebnis: Zahlreiche Glätteunfälle im Allgäu.

Bild: Carsten Rehder, dpa (Symbolbild)

In den Landkreisen im Allgäu sind am Montag und Dienstag wieder einige Unfälle passiert. Besonders die A7 bei Memmingen war ein Unfall-Hotspot.
Glatte und verschneite Straßen machten einigen auch am Montag und Dienstag das Fahren schwer. Das Ergebnis: Zahlreiche Glätteunfälle im Allgäu.
Von Allgäuer Zeitung
27.01.2021 | Stand: 15:47 Uhr

Über das gesamte Allgäu verteilt hat es am Montag und Dienstag wieder einige Unfälle gegeben. Die Glätte und der Schnee spielten dabei eine Rolle - ebenso aber oftmals eine nicht angepasste Geschwindigkeit.

Am Montagvormittag kam es auf der Kreisstraße OA20 bei Waltenhofen (Oberallgäu) im Bereich Leutenhofen zu einem Autounfall. Ein 34-jähriger Lkw-Fahrer kam auf der schneebedeckten Straße mit seinem Sattelzug ins Schlingern und stieß mit der linken Seite seines Aufliegers gegen das Auto eines 56-Jährigen im Gegenverkehr.

Der Autofahrer wurde nicht verletzt. Das Auto jedoch war nach dem Unfall so stark beschädigt, dass es nicht mehr fahrbereit war. Der Schaden liegt bei etwa 6.500 Euro.

Zu schnell bei glatter Fahrbahn auf B19 unterwegs

Auf der B19 war am Dienstag eine 21-Jährige mit ihrem Auto auf dem Weg zur Arbeit. Gegen 5.20 Uhr verlor sie im Bereich Rauhenzell (Oberallgäu) auf der glatten Straße die Kontrolle über ihr Auto. Laut Polizei war die Autofahrerin ebenfalls mit nicht angepasster Geschwindigkeit auf glatter Straße unterwegs. Ihr Pkw schleuderte gegen die Mittelleitplanke.

Die Frau blieb unverletzt, ihr Wagen wurde abgeschleppt. Der Schaden beträgt etwa 4.000 Euro. Die Fahrerin bekommt eine Bußgeldanzeige.

Ebenfalls zu schnell auf B19 gefahren

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Zahlreiche Glätteunfälle auf Allgäuer Straßen am Dienstag

Auch eine 28-jährige Autofahrerin hatte am Montag ihre Geschwindigkeit auf der B19 nicht den winterlichen Straßenverhältnissen angepasst und verursachte dadurch einen Unfall. Die Frau war in ihrem Wagen auf der B19 in Richtung Sonthofen unterwegs, als sie gegen 7.35 Uhr auf Höhe Ortwang (Oberallgäu) die Kontrolle über das Auto verlor. Dieses schleuderte daraufhin gegen die Mittelleitplanke.

Die Frau blieb unverletzt, jedoch musste das Auto abgeschleppt werden. Der Schaden beläuft sich auf etwa 6.000 Euro. Die Fahrerin bekommt eine Bußgeldanzeige.

Lastwagen rutscht auf B16 bei Marktoberdorf

Von Heiland (Ostallgäu) fuhr ein 45-Jähriger mit einem Lastwagen am Montagnachmittag an die Einmündung zur B16 heran, wo er jedoch nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte. Der Lkw rutschte daraufhin auf die B16 und stieß mit dem Auto eines 33-Jährigen zusammen.

Bei dem Zusammenprall wurde niemand verletzt. Es entstand ein Schaden von etwa 3.000 Euro.

Unfälle mit mehreren Beteiligten im Bereich Lindau

Auch bei Lindau kam es am Montag zu mehreren Verkehrsunfällen in Zusammenhang mit dem vielen Schnee. Am Nachmittag überholte ein 56-Jähriger mit seinem Wagen auf der Autobahn A96 ein anderes Fahrzeug. Dabei kam er mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und nach rechts von der Fahrbahn ab.

Das Auto überschlug sich und blieb im Schnee auf dem Dach liegen. An dem Wagen entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden, weshalb das Auto abgeschleppt werden musste.

Zu einem weiteren Unfall kam es nur anderthalb Stunden später auf der B308 zwischen Sigmarszell und Niederstaufen (Landkreis Lindau). Auf schneeglatter Straße kam ein 23-Jähriger mit seinem Auto ins Schleudern und geriet anschließend in den Gegenverkehr, wo er mit einem Fahrzeug zusammenprallte.

Beide Wagen waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Wegen des Unfalls musste ein weiterer Autofahrer eine Vollbremsung machen, wodurch er nach rechts von der Fahrbahn abkam und mit seinem Wagen in einem Schneehaufen stecken blieb. Bei beiden Unfällen wurde niemand verletzt.

Kastenwagen kollidiert mit Linienbus bei Weiler

Bei Weiler-Simmerberg (Landkreis Lindau) stießen am Montagmittag zudem ein weißer Kastenwagen und ein Linienbus zusammen. Der Kastenwagen war nach Polizeiangaben auf der Kreisstraße LI4 in der Simmerberger Steige in Richtung Weiler unterwegs. Dort scherte das Heck auf der rutschigen Fahrbahn aus und stieß gegen den linken Außenspiegel eines entgegenkommenden Linienbusses.

Der Fahrer des Kastenwagens fuhr jedoch weiter, weshalb die Polizei nun wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Zeugen zum Unfall sollen sich bei der Polizei Lindenberg telefonisch unter 0838192010 melden.

Räumfahrzeug fährt bei Hergatz in Auto

Ebenfalls am Montagmittag übersah ein 19-jähriger Fahrer eines Winterdienstfahrzeugs beim Einfahren in die Bundesstraße B12 bei Beuren (Landkreis Ravensburg) eine 32-jährige Frau in ihrem Wagen. Diese war von Wohmbrechts in Richtung Isny unterwegs. Die beiden Fahrzeuge stießen zusammen, wobei die Autofahrerin leicht verletzt wurde. Ihr Wagen musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Schaden von etwa 10.000 Euro.

Auto gerät in Türkheim in Gegenverkehr

Auch in Türkheim (Unterallgäu) kam es am Montagabend zu einem Verkehrsunfall. In der Ettringer Straße verlor eine 44-jährige Autofahrerin wegen Schneeglätte die Kontrolle über ihren Wagen und rutschte mit dem Auto in den Gegenverkehr. Dabei kollidierte ihr Wagen mit dem entgegenkommenden Fahrzeug eines 27-Jährigen.

Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Der Schaden liegt bei geschätzten 4.000 Euro.

29-Jähriger verliert in Unteregg Kontrolle über Auto

In Unteregg geriet am Montagmittag ein 29-Jähriger mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn ebenfalls in den Gegenverkehr. Laut Polizei war der Mann mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs. Sein Auto stieß gegen den entgegenkommenden Wagen einer 20-Jährigen, der im Bereich der Frontstoßstange beschädigt wurde.

Auch bei diesem Unfall wurde niemand verletzt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 2.000 Euro. Gegen den Unfallverursacher wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Zahlreiche Glätteunfälle auf A7 rund um Memmingen

Zu einer ganzen Reihe von Unfällen kam es am Montag auch auf der Autobahn rund um Memmingen. Von zwei Sattelzügen fielen laut Polizei Eisplatten auf nachfolgende oder überholende Autos. Keiner der Autofahrer wurde verletzt. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von etwa 1.000 Euro. Gegen beide Lkw-Fahrer wurde Anzeige erstattet.

Zu drei weiteren Unfällen kam es ebenfalls auf der A7 bei Fellheim (Unterallgäu). Gegen 7 Uhr fuhr eine 58-jährige Frau mit ihrem Auto auf dem linken Fahrstreifen und verlor auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen. Das Fahrzeug prallte gegen die Mittelleitplanke, von dort gegen einen rechts fahrenden Lkw und schließlich nochmal gegen die Mittelleitplanke. Dort kam es schließlich zum Stehen.

Keiner der Beteiligten wurde verletzt. Das Auto der 58-Jährigen musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von 14.000 Euro.

Außerdem kam ein 27-Jähriger Autofahrer mit seinem Wagen auf der A7 ins Schleudern und anschließend von der Fahrbahn ab. Das Auto wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen. Es wurde niemand verletzt und es entstand kein Schaden.

Bei einem weiteren Unfall auf der A7 wurde ein 62-jähriger Autofahrer leicht verletzt. Er überholte mit seinem Wagen einen Sattelzug auf dem linken Fahrstreifen, wobei er auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern geriet. Zunächst prallte der Wagen mit der Front gegen die rechte Leitplanke, danach gegen die linke Mittelleitplanke.

Der Fahrer wurde leicht verletzt ins Klinikum Memmingen gebracht. Sein stark beschädigtes Auto wurde abgeschleppt. Während der Unfallaufnahme war die linke Spur für etwa 20 Minuten gesperrt. Zur Absicherung waren die Feuerwehr Memmingen und die Autobahnmeisterei vor Ort.

Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 1.000 Euro.

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