Bilanz der Polizei

Zu schnell auf Schnee und Eis: Mehrere Verletzte und hoher Schaden bei Unfällen im Allgäu

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Glatte Straßen und nicht angepasstes Tempo haben am Sonntag und am Montag zu etlichen Unfällen im Allgäu geführt. Es gab mindestens zwei Verletzte.
Von Allgäuer Zeitung
07.12.2020 | Stand: 19:31 Uhr

Schneebedeckte Straßen und Glatteis in Verbindung mit zu hohem Tempo haben in den vergangenen Stunden zu etlichen Verkehrsunfällen im Allgäu geführt. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, die meisten Karambolagen gingen aber glimpflich aus. Eine Bilanz der Polizei.

Am Sonntagabend war eine 21-jährige Frau mit ihrem Pkw auf der B 310 bei Wertach unterwegs, als sie laut Polizei wegen offenbar nicht angepasster Geschwindigkeit auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über ihren Pkw verlor und in die Schutzplanke schleuderte. Die Fahrerin wurde nicht verletzt. Der Schaden wurde auf rund 6.000 Euro geschätzt, der Wagen war nicht mehr fahrbereit. Die junge Frau bekommt eine Bußgeldanzeige.

Ähnlich ging es einem 25-jährigen Mann, der in der Nacht bei Sulzberg auf der A 980 in Richtung A 7 unterwegs war. Auch er geriet mit seinem Wagen auf der schneebedeckten Fahrbahn ins schleudern und landete in der Mittelschutzplanke. Der Fahrer wurde nicht verletzt. Laut Polizei entstand dabei ein Schaden von über 42.000 Euro. Der Pkw musste abgeschleppt werden. Der Überholstreifen war für etwa eineinhalb Stunden gesperrt.

In Oy-Mittelberg kam Sonntagnacht ein 21-jähriger Mann mit seinem Pkw von der A7 ab und landete mit dem Auto an einem Leitpfosten. Auch hier geht die Polizei von nicht angepasster Geschwindigkeit als Unfallursache aus.

Am frühen Montagmorgen war ein 19-jähriger Mann mit seinem Wagen zwischen Rieden und Untergermaringen unterwegs. Bei der Unterführung der B12 fuhr er auf vereister Fahrbahn nach rechts gegen die Seitenwand der Unterführung. Dabei entstand am Pkw erheblicher Sachschaden in Höhe von 3500 Euro.

Auch die Polizeiinspektion Lindenberg hatte von Sonntag auf Montag viel zu tun. So ereignete sich gegen 20 Uhr im Bereich Meckatz ein schadensträchtiger Verkehrsunfall. Ein 24-jähriger Mann kam laut Polizei aufgrund der Schneeglätte mit seinem Pkw VW von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baumstumpf. Der Mann wurde bei dem Unfall glücklicherweise nicht verletzt, jedoch entstand Sachschaden in Höhe von rund 35.000 Euro.

Ebenfalls im Bereich Meckatz wurde die Polizei gegen Mitternacht gerufen, weil eine Bahnschranke sich aufgrund des Schneefalls nicht mehr öffnen ließ. Erst nach Enteisung und Befreiung vom Schnee war die Bahnschranke wieder funktionstüchtig.

In Scheidegg gab es Probleme mit einem umgestürzten Baum. Im Bereich Ebenschwand war der Baum unter der Schneelast zusammengebrochen und versperrte die Straße. Die Feuerwehr Scheidegg musste ausrücken und den Baum entfernen.

Ein 33-jähriger Mann kam Sonntagnacht auf der A96 bei Holzgünz auf Schneematsch mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab. Er schleuderte erst die Böschung hinauf, anschließend wieder herunter. Dabei wurden beide Vorderräder des BMW aus dem Fahrwerk herausgerissen und das Auto stark deformiert. Beide Fahrzeuginsassen wurden im Auto eingeklemmt. Sie wurden von der Feuerwehr Schlegelsberg schwerverletzt aus dem Wrack befreit und in die umliegenden Kliniken eingeliefert.

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Eines der beiden herausgerissenen Räder wurde zurück auf die Fahrbahn geschleudert, wo es mit einem nachfolgenden Auto kollidierte. Der Gesamtsachschaden beider Fahrzeuge beträgt etwa 18.000 Euro. Für die Zeit der Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge musste der rechte Fahrstreifen sowie die Standspur gesperrt werden.

In Immenstadt stieß ein 55-Jähriger in der Bahnhofstraße mit seinem Schneeräumfahrzeug gegen einen abgestellten Omnibus. Der entstandene Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf etwa 1.500 Euro.

Und auch in Sigishofen krachte es. Dort verlor eine 46-jährige Frau die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kam nach rechts von der Straße ab. Sie überfuhr dabei einen Steinzaun, beschädigte ein Verkehrszeichen und kam letztendlich in einem Privatgrundstück zum Stehen. Das Fahrzeug war noch fahrbereit, der gesamte Sachschaden lag bei etwa 2.000 Euro. Die Fahrerin blieb unverletzt.

Am Sonntag, gegen 17.40 Uhr wollte eine 30-Jährige mit ihrem Pkw von der Staatsstraße 2006 nach rechts in Richtung Unterwilhams abbiegen. Weil sie zu schnell unterwegs war, so die Polizei, kam sie auf schneebedeckter Fahrbahn i nach links von der Fahrbahn ab und stieß gegen ein Verkehrszeichen. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 550 Euro.

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