Newsblog: Corona-Krise im Allgäu

Zwei Frauen in Kaufbeuren an Covid-19 gestorben - Spahn plant Fieberambulanzen für kalte Jahreszeit

Im Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung in Kaufbeuren gab es in den vergangenen zwei Wochen drei Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19.

Im Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung in Kaufbeuren gab es in den vergangenen zwei Wochen drei Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19.

Bild: Martina Diemand

Im Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung in Kaufbeuren gab es in den vergangenen zwei Wochen drei Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19.

Bild: Martina Diemand

Die Corona-Krise im Allgäu: Zwei ältere Frauen sind im Kaufbeurer Altenheim nach dem Corona-Ausbruch gestorben. Mehr im Newsblog der Allgäuer Zeitung.

21.09.2020 | Stand: 10:58 Uhr

  • Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 105 nachgewiesene Neuinfektionen (Vortag 112) mit dem Coronavirus. Sie teilen sich wie folgt auf: Landkreis Oberallgäu 12 (12), Stadt Kempten 1 (1), Landkreis Ostallgäu 26 (33), Stadt Kaufbeuren 13 (13), Landkreis Unterallgäu 38 (38), Stadt Memmingen (2), Landkreis Lindau 13 (13). (Quelle: RKI, Stand: Montag).
  • 87 Menschen aus der Region starben seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion. (Quelle: LGL und Behörden in der Region, Stand Montag)
  • Für Deutschland gibt das Robert-Koch-Institut für 272.337 Menschen (Vortag: 271.415) positive Corona-Tests an. Die Zahl der mit dem Virus gestorbenen Menschen liegt bei 9.386 (Vortag: 9.386). Genesen sind nach Schätzungen des RKI etwa 242.200 Menschen. (Stand: Montag

Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

 

Montag, 21. September, 10.55 Uhr: Söder: Lage in München ist ernst - Städtischer Krisenstab tagt

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht die steigenden Corona-Zahlen in München mit Sorge. "Die Infektionszahlen sind in München schlicht und einfach zu hoch", sagte Söder am Montag. "Wir sehen die Lage jetzt einfach als ernst an. München ist zu groß, um es einfach jetzt zu ignorieren und laufen zu lassen."

Er stehe in engem Austausch mit Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). "Wir stimmen uns da eigentlich täglich ab miteinander." Seit dem Morgen tagt der Krisenstab der Landeshauptstadt und berät über Konsequenzen. Möglich wäre etwa die bereits von Söder angeregte Maskenpflicht auf besonders gut besuchten öffentlichen Plätzen. Die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen während des Unterrichts wurde in München verlängert. Zudem gelten an bestimmten Orten Alkoholverbote.

München hatte bereits am Freitag die Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner überschritten, ab der weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden sollen. Am Samstag und Sonntag stieg diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz weiter. Zuletzt lag sie nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 55,6 - nach 50,7 am Freitag und 54,2 am Samstag.

 

Montag, 21. September, 10.25 Uhr: Hohe Corona-Zahlen in NRW-Städten - Hamm kurz vor kritischer Marke

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen wollen die Behörden beraten, ob wegen gestiegener Infektionszahlen wieder striktere Corona-Maßnahmen eingeführt werden. Hamm steht mit 46,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen kurz vor der wichtigen Marke von 50. Die Stadt in Westfalen stand NRW-weit am Montag an der Spitze der Liste der sogenannten 7-Tage-Inzidenz und überholte mit einem Anstieg von fast vier Punkten zum Vortag Gelsenkirchen.

Auch in anderen Städten liegt der entsprechende Wert weiter über der Zahl 35, ab der bereits erste Maßnahmen ziehen: Gelsenkirchen lag - zum Vortag unverändert - bei 44,1. Remscheid bei 37,8, wobei der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) am Vortag noch bei 36,9 lag. Für Köln betrug der Wert am Montag 33,2 (Vortag: 34,2). Der Oberbergische Kreis stagnierte bei 33,0.

An diesem Montag wollen die Behörden entscheiden, ob in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid wieder striktere Beschränkungen eingeführt werden. In Köln solle am Dienstag der Krisenstab zusammentreten, teilte ein Sprecher mit.

 

Montag, 21. September, 9.55 Uhr: Söder stellt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München in Aussicht gestellt, auf denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Er habe sehr gemischte Gefühle, etwa wenn er sich die Bilder von wilden Wiesn-Ersatzfeiern wie am Wochenende auf dem Viktualienmarkt ansehe. Daher wolle er mit der Stadt über einen Mund-Nasen-Schutz beraten, sagte der CSU-Chef am Montag dem Radiosender B5 aktuell. "Ich will keinem die Freude nehmen", sagte Söder. Aber angesichts der hohen Infektionszahlen in München sollten Freude und Vernunft besser zusammengehen. Zudem soll das Gesundheitsamt der Stadt künftig durch die Bundeswehr unterstützt werden. "Wir werden die Bundeswehr bitten, 100 Leute zur Verfügung zu stellen, um die Nachverfolgung zu verbessern."

Am Sonntag erreichten die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Söder sprach in diesem Zusammenhang von starkem Leichtsinn einiger. "München hat sehr hohe Zahlen, zu hohe Zahlen."

 Söder fordert außerdem schärfere Quarantäne-Regeln für zurückkehrende Fußball-Fans aus Budapest - dort findet das Supercup-Spiel des FC Bayern statt. Wie die Regeln aussehen sollen, lesen Sie hier. 

 

Montag, 21. September, 8.45 Uhr: Plastik kommt nicht in die Tüte - Doch in der Corona-Krise ist alles anders

Kopfschütteln im Supermarkt: Lange Zeit reagierten viele Verbraucher auf in Plastikfolie eingeschweißte Gurken oder abgepackte Äpfel und Tomaten mit Unverständnis. Wozu der Verpackungsaufwand? Landet der ganze Plastikmüll nicht irgendwann im Meer? Handel und Hersteller bewegten sich und versuchen schon länger, dem wachsenden Umweltbewusstsein gerecht zu werden. Doch was geht vor: Umweltbewusstsein oder Hygiene? Und schließt das eine das andere aus? Mehr dazu erfahren Sie hier.

 

Montag, 21. September, 8.05 Uhr: Beratungen über Lage der Schulen im Kanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und die Kultusminister der Länder treffen sich am Montag (18.00 Uhr) im Kanzleramt zu Beratungen über die Lage der Schulen in der Corona-Krise. Neben einem Austausch über Hygiene- und Infektionsschutz soll es um weitere Schritte bei der Schul-Digitalisierung gehen sowie um die Weiterbildung von Lehrern im Umgang mit digitalen Medien. Weitere Infos hier

 

Montag, 21. September, 7.40 Uhr: Spahn kündigt neue Corona-Strategie für kalte Jahreszeit an

Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen. Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben, sagte Spahn der "Rheinischen Post". Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche "Fieberambulanzen" vor Ort anbieten würden. "Konzeptionell gibt es die schon - sie sollten im Herbst idealerweise flächendeckend zugänglich sein."

Um Gefahren für Risikogruppen zu minimieren, soll es Spahn zufolge spezielle Maßnahmen geben. "Wichtig ist, dass wir die besonders betroffenen Risikogruppen weiter besonders schützen und die Konzepte dafür im Alltag wieder schärfen", sagte der CDU-Politiker. "Deshalb werden präventive Reihentests in den sensiblen Bereichen wie zum Beispiel Pflegeheime ein fester Bestandteil der Teststrategie für Herbst und Winter. Dort müssen wir den Eintrag des Virus verhindern. Es gilt weiter höchste Wachsamkeit."

Spahn erwartet, dass in Abstimmung mit den Ländern bis Mitte Oktober feststehen dürfte, wie die allgemeine Teststrategie für den Herbst und Winter weiterentwickelt wird. Antigen-Schnelltests seien ebenso vorgesehen wie neue Vorgaben des Bundesinnenministeriums zur Quarantäne-Zeit für Rückkehrer aus Risikogebieten. Spahn erklärte weiter, dass die Testkapazitäten enorm hochgefahren worden seien. "Allein in den letzten vier Wochen wurde etwa ein Drittel aller Tests seit Beginn der Pandemie gemacht."

 

Montag, 21. September, 7.05 Uhr: Münchner Krisenstab berät über steigende Corona-Zahlen

Der Münchner Corona-Krisenstab berät am Montag (9.30 Uhr) über den weiteren Umgang mit den steigenden Corona-Infektionszahlen. Die Stadt hatte bereits am Freitag die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten, ab der weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden sollen. Am Samstag und Sonntag stieg diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz weiter.

 

Montag, 21. September, 6.15 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in Kaufbeuren

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Kaufbeurer Alten- und Pflegeheim gibt es zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19: "Es handelt sich um zwei Frauen im fortgeschrittenen Alter, die jeweils an zahlreichen Vorerkrankungen litten. Wir trauern mit den Angehörigen", schreibt Oberbürgermesiter Stefan Bosse auf seiner Facebook-Seite. Insgesamt gibt es damit in Kaufbeuren acht Todesfälle seit Beginn der Corona-Krise.

"In den letzten Tagen sind keine Neuerkrankungen festgestellt worden, weshalb die 7-Tages-Inzidenz weiter zurückgeht. Aktuell liegt der Wert noch bei 29,62 - also 29,62 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen, hochgerechnet auf 100.000 Einwohnner", schreibt er weiter. Das Infektionsgeschehen normalisiere sich damit im Bundesvergleich weiter deutlich. Kaufbeuren war in der vergangenen Woche die Stadt mit den meisten Corona-Neuinfektionen in ganz Deutschland.

 

Montag, 21. September, 6 Uhr: 922 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten die neue Woche mit den aktuellen Corona-Zahlen:  Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut am Montag eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 272.337 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 21.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben wie am Vortag bei 9386. Rund 242.200 Menschen hatten die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht von Sonntag bei 1,22 (Vortag: 1,27). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,17 (Vortag: 1,24). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Sonntag, 20. September, 20.18 Uhr: 14 Corona-Infizierte nach Geburtstagsparty - Hunderte in Quarantäne

Nach einer privaten Geburtstagsparty in Dettingen auf der Schwäbischen Alb sind 14 Teilnehmer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Hunderte weitere Personen befinden sich in Quarantäne. Das teilte der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Reutlingen, Gottfried Roller, am Sonntag mit. An der Party, für die kein Hygienekonzept notwendig gewesen sei, hätten vom 12. auf den 13. September 33 Menschen teilgenommen. In Baden-Württemberg seien bis zu 100 Teilnehmer an solchen Feiern erlaubt.

Laut Roller sind sieben Schulen im Landkreis Reutlingen mit mehr als 350 Kontaktpersonen der Kategorie 1 betroffen, das heißt, sie hatten engen Kontakt zu nachweislich Infizierten. Für sie gelte eine 14-tägige Quarantäne. Dazu kämen Kontakte zu vier Fußballvereinen mit 70 Kontaktpersonen der Kategorie 2, die beispielsweise im selben Raum mit Infizierten gewesen seien und für die eine Risikoabschätzung gemacht worden sei. Die Dimension der möglichen Ansteckungen sei durch die Erkrankung Einzelner bekannt geworden, berichtete Roller.

 

Sonntag, 20. September, 17 Uhr: Tausende demonstrieren in Düsseldorf gegen Corona-Maßnahmen

Begleitet von Gegendemonstrationen und starken Polizeikräften haben einige Tausend Menschen in Düsseldorf gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Der Demonstrationszug durch die Innenstadt war von einer regionalen Gruppe der Initiative Querdenken angemeldet worden. Der Veranstalter sprach von 5000 bis 6000 Teilnehmern. Während die Demo durch die Innenstadt zog, kam es zu einzelnen kleinen Rangeleien am Straßenrand. Die Polizei sprach allerdings von einem insgesamt friedlichen Verlauf. Auch den Mindestabstand von 1,5 Metern hätten die Teilnehmer eingehalten. Eine Maske mussten sie gemäß der nordrhein-westfälischen Corona-Schutzverordnung bei der Demo nicht tragen.

An einer Gegendemonstration der Initiative "Düsseldorf stellt sich quer" beteiligten sich einige Hundert Menschen. Unter ihnen waren der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) und sein Herausforderer bei der Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus am kommenden Sonntag, Stephan Keller (CDU).

 

Sonntag, 20. September, 15.27 Uhr: Münchner Corona-Zahlen steigen weiter

Während in München als Ersatz für das ausgefallene Oktoberfest eine "WirtshausWiesn" gefeiert wird, steigen die Infektionszahlen immer deutlicher über den Grenzwert von 50 Neuansteckungen pro Woche und 100.000 Einwohnern. Am Sonntag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für die sogenannte 7-Tage-Inzidenz einen Wert von 55,6. Am Samstag hatte er bei 54,2 gelegen.

Am Freitag war die Kennziffer mit 50,7 erstmals wieder über der Grenze von 50 gestiegen, ab der zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen getroffen werden sollen. Die Stadt wird am Montag über das weitere Vorgehen beraten. Neben München sind den LGL-Zahlen zufolge derzeit auch Würzburg mit einer 7-Tage-Inzidenz von 79,8 und Kulmbach mit 50,1 über dem Grenzwert. Der bayernweite Durchschnitt liegt bei 21,7.

 

Sonntag, 20. September, 13.30 Uhr: UEFA-Supercup im Risikogebiet - rund 2100 Fans wollen nach Budapest

Rund 2100 Fußballfans wollen den FC Bayern München trotz der Einstufung von Budapest als Corona-Risikogebiet zum Supercup-Spiel gegen den FC Sevilla begleiten. Diese aktuelle Zahl nannte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag im TV-Sender Sky. "Vorgabe ist, dass diese Fans einen negativen Corona-Test haben", sagte der Vorstandsvorsitzende des Champions-League-Siegers. Die mitreisenden Anhänger können sich auf Initiative des Vereins an diesem Montag und Dienstag in der Münchner Arena testen lassen.

 

Sonntag, 20. September, 12.45 Uhr: Erstmals über 1000 Neuansteckungen am Tag in Ungarn 

In Ungarn sind erstmals mehr als 1000 Menschen innerhalb von 24 Stunden positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Krisenstab der ungarischen Regierung gab den Rekordwert am Sonntag mit 1070 an. Sechs Menschen starben in den letzten 24 Stunden an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das Virus Sars-CoV-2 ausgelöst werden kann. Seit Beginn der Pandemie im März starben in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land 683 Menschen mit dem Coronavirus.

Die Zahl der Infektionen steigt in Ungarn seit Ende August stark an. Experten führen dies auf das sorglose Verhalten der Bevölkerung in den Sommermonaten zurück, als für das Land ein schwaches Infektionsgeschehen kennzeichnend war. Allein in den letzten sieben Tagen registrierten die Behörden 5681 Neuansteckungen. Die deutsche Bundesregierung hatte die Hauptstadt Budapest am vergangenen Mittwoch zum Risikogebiet erklärt.

 

Sonntag, 20. September, 10 Uhr: Esken schlägt kostenlose Nachhilfe für Schüler vor

SPD-Chefin Saskia Esken hat angesichts der Corona-Pandemie kostenlose Nachhilfe für benachteiligte Schülerinnen und Schüler ins Gespräch gebracht. "Warum eröffnen wir den Schüler*innen nicht ein Abonnement auf einer qualitätsgeprüften Nachhilfeplattform?", sagte die Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag/Print Montag). Die Kosten könnten nach Eskens Worten mit dem Geld aufgefangen werden, das für - jetzt ausfallende - Fahrten ins Schullandheim vorgesehen gewesen sei.

"Wir müssen die Nachteile, die gerade sozial benachteiligten Familien und ihren Kindern aus der Pandemiebewältigung entstehen, so gering wie möglich halten und so weit wie möglich ausgleichen", betonte Esken. Bildungsgerechtigkeit bedeute in diesen Zeiten auch, dass Unterricht durchgehend und flächendeckend angeboten werde. Zudem müssten Kinder und Jugendliche, die etwa wegen Vorerkrankungen oder Quarantäne nicht am Präsenzunterricht teilnehmen könnten, technisch vernünftig ausgestattet werden.

Esken soll an diesem Montag an Beratungen der Landes-Bildungsminister mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Kanzleramt teilnehmen. Es dürfte vor allem wieder um die technische Ausstattung und Digitalisierung der Schulen gehen.

 

Sonntag, 20. September, 7.40 Uhr: Wegen Corona stärker gegen Armut und Hunger vorgehen

Weil die Corona-Pandemie zugleich die weltweite Ernährungslage verschlechtert, fordert die Kinderhilfsorganisation World Vision mehr Engagement gegen Hunger, Armut und Ungleichheit. Diesen Appell richtete sie am Sonntag vor den Veranstaltungen zum 75. Geburtstag der Vereinten Nationen in New York an die Weltgemeinschaft. Aktuell leiden demnach weltweit 820 Millionen Menschen an Hunger. Jedes siebte Kind unter fünf Jahren sei untergewichtig.

"Die Pandemie wird besonders Länder im globalen Süden hart treffen", sagte World Vision voraus. "Immer mehr Menschen verlieren Einkommensmöglichkeiten." Die Welternährungsorganisation (FAO) warne eindringlich vor einer drastischen Verschärfung der Ernährungskrise.

Das Ziel, dem vermeidbaren Sterben von Kindern endlich ein Ende zu setzen, werde weit verfehlt, beklagte Marwin Meier von World Vision Deutschland. 5,2 Millionen Kinder seien allein 2019 vor ihrem fünften Lebensjahr an den Folgen von Hunger, Lungenentzündungen, Komplikationen bei der Geburt, Durchfallerkrankungen und Malaria gestorben. "Die Sekundärfolgen der Covid-19-Pandemie werden uns leider weiter zurückwerfen", so Meier.

"Pausierte Impf-Kampagnen, überlastete Gesundheitssysteme und unterbrochene Kinderernährungsprogramme gefährden den bisher so hart erkämpften Fortschritt", sagte Meier. "Wieder einmal trifft es die Schwächsten der Menschheit am härtesten."

Die Ursachen für Armut, Hunger und Ungleichheit müssten bekämpft werden. So müssten Gesundheits- und soziale Sicherungssysteme ausgebaut, Zugang zu Bildung ermöglicht, nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme entwickelt, die Gleichstellung der Geschlechter und gerechter Welthandel gesichert werden, forderte World Vision mit Blick auf die am Dienstag beginnende UN-Generaldebatte.

 

Sonntag, 20. September, 6.50 Uhr: Werte der 7-Tage Inzidenzen sinken im Allgäu

Vor zwei Wochen überschritt Memmingen den Warnwert, in der vergangenen Woche war es Kaufbauren. Nun sinken die Werte der 7-Tage-Inzidenz in den Allgäuer Gebieten wieder. Kaufbeuren bleibt der Spitzenreiter. Aktuelle Werte: Kaufbeuren 29,6; Kempten 1,5; Memmingen 4,6; Lindau 15,9; Oberallgäu 7,7; Ostallgäu 23,5; Unterallgäu 26,4.

 

Sonntag, 20. September, 6.30 Uhr: Kliniken blocken weniger Betten für Corona-Patienten

Trotz steigender Infektionszahlen halten deutsche Kliniken einem Bericht zufolge auf ihren Intensivstationen weit weniger Betten für Corona-Patienten frei als noch vor einigen Wochen und Monaten. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält das auch für richtig: "Trotz leicht angestiegener Infektionszahlen gab es keine erhebliche Belastung der Intensivstationen", sagte Reinhardt der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dass zuletzt etwa Baden-Württemberg entschieden habe, die Quote der für Intensivpatienten mit Covid-19 freigehaltenen Betten von 35 auf 10 Prozent zu senken, halte er für angemessen. Eine Mindestquote sei zwar nötig. Die Kliniken hätten aber genügend Zeit und Erfahrung, um ihre Kapazitäten hochzufahren, wenn es wieder mehr Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf geben sollte, so Reinhardt.

Laut dem FAS-Bericht wurde die Quote der freizuhaltenden Betten in Baden-Württemberg diese Woche gesenkt und damit der Entwicklung in anderen Bundesländern angepasst. In Berlin seien bereits seit Juni nur noch zehn Prozent der Betten für Covid-Patienten reserviert, Niedersachsen folgte demnach Mitte Juli. In Bayern und Brandenburg müssen die Krankenhäuser seit dem Sommer gar keine Intensivbetten mehr für Covid-Patienten freihalten. Hamburg schaffte die Quote laut Bericht im August ab, Sachsen-Anhalt Anfang dieses Monats. Nur in Rheinland-Pfalz seien Krankenhäuser seit dem Frühjahr unverändert dazu angehalten, 20 Prozent ihrer Intensivbetten wegen Corona freizuhalten. Es sei auch nicht geplant, daran etwas zu ändern, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Mainz der Zeitung.

 

Sonntag, 20. September, 6.15 Uhr: 1345 Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1345 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. "Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten", schrieb das RKI in seinem Lagebericht von Samstag.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 271 415 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 20.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9386 - das sind zwei Todesfälle mehr als am Vortag. Bis Sonntagmorgen hatten rund 240 700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,27 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,24 (Vortag: 1,21). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Samstag, 19. September,  18.45 Uhr: Spahn: Gesundheitssystem trotz Corona-Anstiegs noch nicht überlastet

Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter. "Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz Europa besorgt", fügte er hinzu. Er appellierte erneut an die Bürger, Abstand zu halten, Mund-Nase-Schutz zu tragen und Hygiene-Regeln zu beachten.

 

 Samstag, 19. September, 18.28 Uhr: "WirtshausWiesn" geht trotz hoher Infektionszahlen in zweite Runde

Das Oktoberfest ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt - dennoch geht am Sonntag der kleine Ersatz in die zweite Runde. Nachdem es in mehr als 50 Wirtshäusern am Samstag "Ozapft is" hieß, feiern die Münchner weiter. Mit der "WirtshausWiesn" wollen die Wirte trotz Corona für etwas Oktoberfeststimmung sorgen. Am Sonntag wird mit einer ersten Bilanz des Auftakts gerechnet. In den Gaststätten gelten die üblichen Coronaregeln zu Abständen und Masken. Die Vorgaben würden strikt eingehalten, betonten die Wirte. Die Menschen wollten feiern - und dann sei es besser, dies geschehe kontrolliert in den Wirtshäusern als bei wilden Partys.

 

Samstag, 19. September, 15.30 Uhr: "Ozapft" wird trotz Corona - Friedlicher Start der Nicht-Wiesn

Das Oktoberfest fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Stattdessen wird in mehr als 50 Gaststätten die "WirtshausWiesn" gefeiert, Alt-OB Christian Ude zapfte am Samstag das erste Fass an.  Auf der Theresienwiese bleibt es am Samstag zum Zeitpunkt des Anstichs ruhig. Ein Alkoholverbot soll wilde Feiern verhindern. Alle weiteren Infos lesen Sie hier.

Alt-OB Christian Ude (SPD) zapft mit Mund-Nasen-Schutz beim Anstich im Schillerbräu das erste Fass an.
Alt-OB Christian Ude (SPD) zapft mit Mund-Nasen-Schutz beim Anstich im Schillerbräu das erste Fass an.
Bild: Felix Hörhager/dpa

 

Samstag, 19. September, 12.30 Uhr: Rund 9.000 Migranten im neuen Zeltlager auf Lesbos - 213 Corona-Fälle

Auf der griechischen Insel Lesbos sind knapp drei Viertel der 12 000 Migranten aus dem abgebrannten Camp Moria in ein provisorisches Zeltlager gezogen. Sie seien alle registriert worden, damit die Asylverfahren weiterlaufen könnten, berichtete die griechische Nachrichten-Agentur ANA-MPA am Samstag. Die Menschen würden außerdem auf das Coronavirus getestet. Bisher seien die Tests bei 213 Menschen positiv ausgefallen. Die Infizierten würden in einem abgetrennten Teil des Lagers isoliert.

Die Migranten waren nach dem Brand im Lager Moria vom 8. auf den 9. September obdachlos geworden und mussten auf der Straße und in umliegenden Olivenhainen schlafen - ohne jegliche Infrastruktur wie fließendes Wasser und Toiletten. Am Donnerstag begann die Polizei, die Menschen in das neue Zeltlager zu eskortieren; viele wollten zunächst nicht einziehen, weil ihnen nicht klar war, ob sie das Lager wieder verlassen dürfen.

 

Samstag, 19. September, 11 Uhr: Journalismus in Zeiten von Corona: Respektvoll um die richtige Lösung ringen

In der Corona-Krise werden gute und weniger gute Entscheidungen getroffen, auch von Journalisten. AZ-Redaktionsleiter Uli Hagemeier über die Aufgabe von Reporterinnen und Reportern in Corona-Zeiten. Jetzt exklusiv lesen mit AZ-Plus

 

Samstag, 19. September, 9.30 Uhr: Corona-Sorgen vor Münchner "Wirtshaus-Wiesn"

Ungeachtet großer Sorge um ein weiteres Anschwellen des Corona-Infektionsgeschehens in München feiern heute Oktoberfest-Fans den Bieranstich für ihre Ersatz-Wiesn. In unzähligen Münchner Wirtshäusern heißt es pünktlich um 12.00 Uhr, teils untermalt von Blasmusik: "Ozapft is!". Auch Alt-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) - für zahlreiche Fassanstiche auf der Wiesn verantwortlich - will diesmal ein kleines Bierfass in einem Lokal anstechen.  

 

Samstag, 19. September, 8.30 Uhr: Ende der Geduldsprobe: Der 1. FC Sonthofen startet nach der Corona-Pause

Vor 197 Tagen ging es das bisher letzte Mal um Punkte. Nun rollt der Ball wieder beim 1. FC Sonthofen. Nicht mehr als ein Pflichtspiel hat der FCS in den vergangenen zehn Monaten absolviert. Sonntag geht es für die Kicker aus der Kreisstadt wieder um Zählbares im Rennen um den Aufstieg der Landesliga Südwest.

 

Samstag, 19. September, 7.30 Uhr: Fast 2.300 Corona-Neuinfektionen - höchster Wert seit Ende April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut deutlich die Schwelle von 2000 übersprungen und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2297 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2.000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 270.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.384. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten rund 239.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 1,16 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,21 (Vortag: 1,15). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Freitag, 18. September, 22.50 Uhr: Trump: Impfstoff für jeden Amerikaner im April

US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass das Land bis April kommenden Jahres genug Corona-Impfstoffe für alle Amerikaner haben werde. Es ist ein ambitioniertes Ziel, da bisher noch kein Impfstoff zugelassen wurde. Experten von Trumps Regierung hatten bisher gesagt, dass es eher bis zur Jahresmitte 2021 dauern werde, bis jeder eine Impfung bekommen könne. "Wir gehen davon aus, genug Impfdosen für jeden Amerikaner zum April zu haben", sagte Trump nun am Freitag im Weißen Haus.

Die Verteilung der Impfstoffe solle binnen 24 Stunden nach der Zulassung beginnen, erklärte er. Er bekräftigte seine früheren Angaben, dass bis zum Jahresende 100 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden sollen. Experten gehen davon aus, dass man zwei Mal mit mehreren Wochen Abstand geimpft werden muss.

Die Corona-Krise mit fast 200 000 Todesfällen in den USA ist zu einem wichtigen Thema im Wahlkampf ums Weiße Haus geworden. Trump hatte mehrfach davon gesprochen, dass ein Impfstoff noch bis Ende Oktober zugelassen werden könnte - und damit vor der Präsidentenwahl am 3. November. Der Republikaner Trump liegt in Umfragen hinter dem demokratischen Herausforderer Joe Biden zurück.

 

Freitag, 18. September, 20.20 Uhr: Bericht: Hacker aus China klauen spanische Daten zu Corona-Impfstoff 

Hacker aus China sollen einem Bericht der Zeitung El País zufolge bei spanischen Wissenschaftlern Daten zur Entwicklung von Corona-Impfstoffen abgesogen haben. Die spanische Geheimdienstchefin Paz Esteban habe berichtet, die Hackerangriffe hätten insgesamt und nicht nur in Spanien während der Zeit des Corona-Lockdowns in "Quantität und Qualität" zugenommen, schrieb die Zeitung am Freitag. Die Datenräuber seien besonders an Forschungen zu Impfstoffen gegen Covid-19 interessiert, warnte Esteban.

Die meisten dieser Hackerangriffe gingen von China und Russland aus, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf gut informierte Kreise. In vielen Fällen seien staatliche Stellen dieser beiden Länder beteiligt. Teilweise gingen die Angriffe aber auch von Universitäten oder kriminellen Banden aus, die erbeutete Daten zu Geld machen wollten.

Die meisten der in Spanien registrierten Hackerangriffe seien chinesischen Ursprungs. Von der Zeitung befragte spanische Forschungseinrichtungen betonten jedoch, ihnen sei kein Datenverlust durch Hacker bekannt.

 

Freitag, 18. September, 19.20 Uhr: Globaler Klimaprotest trotz Corona - Thunberg: "Signal senden"

Nach einer monatelangen coronabedingten Pause rufen Greta Thunberg und die Klimabewegung Fridays for Future zu einem neuen global koordinierten Klimaprotesttag auf. Je nach den geltenden Corona-Regelungen werde am kommenden Freitag sowohl auf den Straßen als auch digital auf vielfältige und sichere Weise demonstriert, sagte Thunberg am Freitagabend auf einer Online-Pressekonferenz. "Wir tun das, um ein Signal zu senden, dass wir diese Krise als Krise behandeln müssen. Das hier ist ein globaler Notfall, der viele verschiedene Formen annimmt", sagte Thunberg. Am wichtigsten sei es, darauf hinzuweisen, dass diejenigen am meisten unter den Folgen des Klimawandels litten, die am wenigsten dafür könnten.

Fridays for Future rechnet für Freitag, 25. September, mit Tausenden Protestaktionen in aller Welt. In Deutschland sind bislang mehr als 300 Klimastreiks geplant, wie aus einer Auflistung des deutschen Ablegers der Bewegung hervorgeht. Im vergangenen Jahr hatten sich Hunderttausende bis Millionen Menschen weltweit an mehreren global koordinierten Protesttagen beteiligt, um ihre Regierungen zu mehr Klimaschutz aufzurufen. Wegen der Corona-Pandemie waren größere Straßenproteste in diesem Jahr bisher nicht möglich.

Für Thunberg ist es seit Monaten ein Anliegen, die Aufmerksamkeit weg von sich und hin zu Aktivisten in den Ländern zu leiten, die bereits heute besonders stark von der Klimakrise betroffen sind. Auf der Pressekonferenz überließ sie deshalb jungen Klimaschützern aus anderen Teilen der Welt das Wort. "Wir kämpfen für die Gegenwart, nicht für die Zukunft", sagte etwa die Argentinierin Nicole Becker. Mitzi Jonelle Tan von den Philippinen monierte, dass ihre Heimat ganz besonders von der Klimakrise betroffen sei, obwohl die Philippiner mit ihren Emissionen kaum zum Klimawandel beitrügen.

Thunberg meldete sich nur kurz zu Wort: "Ich bin privilegiert genug, in einem privilegierten Teil der Welt zu leben. Ich bin vermutlich die uninteressanteste Person in dieser Pressekonferenz", sagte sie.

 

Freitag, 18. September, 18 Uhr: Coronavirus an der Kemptener Realschule: So fielen die Tests der Mitschüler aus

Am Donnerstag wurde bekannt, dass sich ein Realschüler mit dem Coronavirus infiziert hat. Jetzt sind die Tests seiner Klassenkameraden und Lehrer ausgewertet. Die Ergebnisse

 

Freitag, 18. September, 17.50 Uhr: 351 neue Corona-Infektionen im Südwesten

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Baden-Württemberg auf mindestens 46.771 gestiegen. Das waren 351 Personen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Freitag (Stand: 16 Uhr) hervorgeht. Als genesen gelten 40.790 Menschen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um zwei auf 1871. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde weiterhin mit 1,02 angegeben. Der Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

 

Freitag, 18. September, 17.10 Uhr: Höherer Verlust für FIFA - Vierjahresziel bleibt bestehen 

Der Fußball-Weltverband FIFA muss aufgrund der Coronavirus-Pandemie finanzielle Einbußen hinnehmen. Für 2020 rechnet die FIFA mit einem Verlust vor Steuern von 794 Millionen US-Dollar, wie aus dem überarbeiteten Finanzbericht hervorgeht, der am Freitag vom FIFA-Kongress abgesegnet wurde. Im vorherigen Finanzbericht war der Weltverband noch von einem Betriebsergebnis vor Steuern von minus 624 Millionen Dollar ausgegangen. Die Einnahmen gehen unter anderem aufgrund von Änderungen am internationalen Spielkalender um mehr als 200 Millionen Dollar zurück.

Mittelfristig bleibt die FIFA aber bei ihrer Finanzprognose. Für den WM-Zyklus 2019 bis 2022 wird insgesamt weiterhin mit einem Gewinn von 100 Millionen Dollar gerechnet. Die meisten Einnahmen generiert die FIFA jeweils in den Jahren einer Männer-Weltmeisterschaft - allein für das Jahr 2022 der WM in Katar ist ein Plus von 1,692 Milliarden prognostiziert.

Die FIFA hatte zuletzt beschlossen, dass den nationalen Verbänden zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar an Zahlungen und Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Die Gelder sollen bis zum Januar 2021 an die Mitgliedsverbände fließen.

 

Freitag, 18. September, 16.40 Uhr: Corona-Teststrategie der EU-Kommission: Ergebnis binnen 24 Stunden

Corona-Tests sollten von der ersten Anfrage bis zum Ergebnis aus Sicht der EU-Kommission nicht länger als 24 Stunden dauern, damit Kontakte sinnvoll nachverfolgt werden können. Ihre Empfehlungen für eine gemeinsame Teststrategie legte die Brüsseler Behörde am Freitag den EU-Staaten vor. Auch Deutschland müsste demnach mehr Tempo machen. Nach Angaben der Kommission vergehen hier bis zu 36 Stunden zwischen Test und der Bekanntgabe des Ergebnisses.

Die Bevölkerung solle leichten Zugang zu Teststellen haben, betont die Kommission. Es müsse Priorität sein, alle Fälle von Covid-19-änlichen Symptomen zu testen. Möglichst solle gleichzeitig auf das Coronavirus, Grippe und andere Atemwegsinfekte untersucht werden.

Die Empfehlungen decken sich weitestgehend mit denen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Uneinig sind sich die Institutionen jedoch bei lokalen Ausbrüchen. Das ECDC schrieb in einem ebenfalls am Freitag veröffentlichten Bericht, Länder sollten in diesen Fällen Massentests der gesamten Bevölkerung im betroffenen Gebiet in Erwägung ziehen. Die Kommission warnte, dies könnte deutlich kostspieliger sein, als strengere Gesundheitsregeln einzuführen.

Das ECDC äußerte die Befürchtung, dass wegen der Corona-Pandemie nicht ausreichend Ressourcen für Grippetestungen zur Verfügung stehen könnten. Krankenhauspatienten mit Symptomen einer Atemwegserkrankung sowie Pflegepatienten sollten in der Grippesaison aber stets auf Covid-19 und Influenza getestet werden. Bei anderen Patienten sei zuerst ein Coronatest durchzuführen.

Wie die Kommission fordert auch das Europaparlament ein geschlossenes europäisches Vorgehen. In einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution hieß es, dass Corona-Testergebnisse gegenseitig in allen Mitgliedsstaaten anerkannt werden und ausreichende Kapazitäten für Tests geschaffen werden sollten. Darin wurde auch eine einheitliche Datenerhebung, gleiche Quarantänezeiten und vergleichbare Zahlen zum Infektionsgeschehen gefordert.

 

Freitag, 18. September, 16 Uhr: Roche: Erfolg bei Behandlung einer coronabedingten Lungenentzündung 

Ein Medikament des Pharmakonzerns Roche senkt nach Angaben des Unternehmens die Gefahr eines besonders schweren Verlaufs einer coronabedingten Lungenentzündung. Eine Phase-3-Studie habe gezeigt, dass Patienten, die das Roche-Mittel Actemra/RoActemra (Tocilizumab) bekommen hätten, eine um 44 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit hatten, an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden zu müssen als eine mit Placebos behandelte Vergleichsgruppe. Das teilte Roche am Freitag mit. Es liefen aktuell noch weitere Studien zur Wirksamkeit des Medikaments. Actemra/RoActemra sei bisher nicht zur Behandlung von coronabedingter Lungenentzündung zugelassen.

 

Freitag, 18. September, 15.25 Uhr: München überschreitet wichtigen Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen

Die bayerische Landeshauptstadt München hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten. Dies geht aus der täglich aktualisierten Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Freitag hervor.

Der Wert gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen die Corona-Pandemie; wird er überschritten, sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen. München erreichte den Wert von 50,7. Der Grenzwert wurde aber auch in anderen Regionen überschritten. So sind in Bayern die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11) besonders betroffen. 

 

Freitag, 18. September, 14.45 Uhr: Corona-Fall in Westerheim: Mitarbeiterin im Kindergarten mit Coronavirus infiziert

Im Kindergarten in Westerheim (Unterallgäu) ist eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Landratsamt Unterallgäu am Freitag mit. Nun müssen laut Gesundheitsamt sieben weitere Mitarbeiter in Quarantäne. Außerdem gibt es laut Landratsamt auch weitere Fälle in einer Senioreneinrichtung. Einen Überblick zu den neuesten Entwicklungen zum Coronavirus im Unterallgäu finden Sie hier.

 

Freitag, 18. September, 13.30 Uhr: Corona-Lockdown in Israel hat begonnen

In Israel hat am Freitag der zweite landesweite Corona-Lockdown offiziell begonnen. Die Menschen in dem Land müssen sich in den kommenden drei Wochen erneut auf starke Einschränkungen einstellen. Die Maßnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen - die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen. Experten hatten im Sommer unter anderem kritisiert, Lockerungen seien verfrüht vorgenommen worden. Die Opposition kritisiert den Kurs der Regierung scharf und wirft ihr Versagen vor. Die Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt.

Während des Lockdowns sollen Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeiteinrichtungen müssen schließen. Restaurants dürfen Essen nur noch für Lieferungen außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Die Menschen dürfen sich nur in Ausnahmefällen weiter als 1000 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Unklar blieb, inwiefern die Bevölkerung den Regeln Folge leistet. In den Lockdown-Zeitraum fallen wichtige jüdische Feiertage wie Rosch Haschana und Jom Kippur.

 

Freitag, 18. September, 13 Uhr: Einstiger Corona-Hotspot - Bundesverdienstkreuz für Heinsberger Landrat

Der Landrat des Kreises Heinsberg in Nordrhein-Westfalen, Stephan Pusch (CDU), soll am 1. Oktober mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. Wie eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte, wird Pusch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seine Arbeit als Krisenmanager in der Corona-Pandemie geehrt. "RTL.de" hatte zuvor berichtet. Puschs Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden. Der Landrat hatte Schulen und Kindergärten schließen lassen und die Bevölkerung unter anderem durch tägliche Videobotschaften informiert. Mit seinem Krisenmanagement wurde er bundesweit bekannt.

 

Freitag, 18. September, 12.40 Uhr: Strengere Regeln bei Alkohol und Feiern in Nizza wegen Corona-Lage 

Nizza hat als dritte französische Stadt im Kampf gegen das Coronavirus strengere Regeln verhängt. So sind öffentliche Veranstaltungen künftig auf 1000 Personen beschränkt, Versammlungen von mehr als zehn Personen am Strand oder in Parks sind verboten, wie der zuständige Präfekt Bernard Gonzalez am Freitag ankündigte. Frankreichs Regierung hatte Nizza und Lyon zuvor wegen der verschärften Corona-Lage aufgefordert, die Maßnahmen zu verschärfen. Marseille und Bordeaux hatten Anfang der Woche bereits ähnliche Regeln eingeführt.

In Nizza seien der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum auf öffentlichen Plätzen ab 20.00 Uhr verboten, so der Präfekt weiter. Lokale mit Alkoholausschank müssen in der Stadt an der Côte d'Azur außerdem um 00.30 Uhr schließen.

Städte wie Paris, Lille oder Toulouse beobachte man aufmerksam, hatte der Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag erklärt. Noch seien dort die kritischen Schwellenwerte nicht erreicht.

Frankreich hatte im Frühjahr auf landesweit einheitliche Maßnahmen gesetzt und im ganzen Land strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Derzeit setzt die Regierung eher auf regionale Lösungen und nimmt die örtlichen Behörden in die Pflicht.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt seit Wochen an. Am Donnerstagabend meldeten die Behörden einen neuen Höchstwert von 10 593 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

 

Freitag, 18. September, 12.30 Uhr: Umfrage ergibt, dass nur noch jeder fünfte Betrieb eine starke Corona-Belastung spürt

Die Corona-Pandemie entlässt viele deutsche Unternehmen allmählich aus ihrem Klammergriff. Nur noch jeder fünfte Betrieb sei stark negativ von dem Virus und seinen Folgen betroffen, ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Im Mai hatte noch jeder dritte Betrieb angegeben, stark unter der Pandemie zu leiden.

"Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat" erklärte IAB-Forscher Jens Stegmaier. Aktuell sprechen 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen, 20 Prozent von geringen negativen Auswirkungen, 53 Prozent von keinen oder ausgeglichenen Auswirkungen und 7 Prozent von überwiegend positiven Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre Geschäftstätigkeit.

Die größten Auswirkungen der Corona-Krise hatte das Gastgewerbe zu stemmen. Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind der Umfrage zufolge 45 Prozent stark negativ und 17 Prozent gering negativ betroffen.

In der Industrie zeige sich ein gemischtes Bild. Im Mai hatten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen berichtet. Aktuell seien 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert. Das IAB befragt alle drei Wochen 1500 Betriebe in Deutschland zu ihren Erfahrungen mit Corona.

 

Freitag, 18. September, 11 Uhr: Rennen um Corona-Impfstoff - Fresenius-Chef kritisiert Alleingänge

Fresenius-Chef Stephan Sturm hat nationale Alleingänge im Rennen um Corona-Impfstoffe kritisiert. "Was mir besonders große Sorgen macht, ist, dass angesichts des Wettlaufs vielerorts offenbar der Versuchung nicht widerstanden wird, Abkürzungen zu nehmen", sagte Sturm dem "Handelsblatt" (Freitag).

Vielerorts würden Regeln gebogen, sagte der Manager. So wurde in Russland der weltweit erste Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung zugelassen, obwohl wichtige Tests fehlten. Und US-Präsident Donald Trump hat davon gesprochen, dass es bereits rund um die Wahl am 3. November einen Impfstoff geben könnte. Eine reguläre Zulassung bis dahin ist de facto aber unmöglich.

Man wisse längst nicht alles über das Virus und nichts über Spätfolgen, schon gar nicht von Impfstoffen, sagte Sturm. "In so einem Fall halte ich es für höchst fragwürdig, Abstand von erprobten Regelungen zu nehmen, wenn es um die Zulassung von Impfstoffen und Medikamenten geht - Pandemie hin oder her."

Sturm kritisierte erneut die Corona-Politik der Bundesregierung. "Wir haben uns in Deutschland nur darauf konzentriert, die Zahl der Corona-Toten zu minimieren. Das ist ein gutes Ziel. Aber es gibt andere Krankheiten, die man nicht vergessen darf: Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt - die gehen ja nicht weg, nur weil Corona da ist."

Dieser "einseitige Blick" habe die ganze Gesellschaft stark belastet: "Ein verlorenes Jahr für viele Schüler, Verwahrlosung von Kindern in prekären Situationen, eine Rekordzahl von psychiatrischen Fällen in unseren Krankenhäusern. Diese Kollateralschäden darf man nicht einfach ausblenden, nur weil sie nicht so leicht messbar sind wie die täglichen Corona-Toten."

Die Corona-Krise hat Fresenius im Klinik-Geschäft stark belastet: Da die Pandemie hierzulande glimpflich verlief, standen viele Intensivbetten leer. Zuwendungen des Bundes konnten fehlende Einnahmen aus aufgeschobenen Operationen nur abmildern.

 

Freitag, 18. September, 10.30 Uhr: Wieder Lockdown in Großbritannien geplant

Wegen der sich dramatisch verschlimmernden Corona-Lage in Großbritannien könnte dem ganzen Land laut einem Medienbericht im Oktober wieder ein Lockdown bevorstehen. Top-Forscher hätten die Maßnahme der Regierung empfohlen, um die stark steigenden Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen, berichtete die "Financial Times" am Freitag. Der zweiwöchige Lockdown soll demnach während der Schulferien im Oktober stattfinden.

Gesundheitsminister Matt Hancock reagierte in einem BBC-Interview am Freitag ausweichend auf den Bericht: Ein neuer landesweiter Lockdown sei das "letzte Mittel der Verteidigung", sagte Hancock. Man setze zunächst auf lokale Beschränkungen. "Wir möchten einen nationalen Lockdown vermeiden, aber wir sind darauf vorbereitet." Der Minister räumte ein, dass nicht nur die Infektionen zunehmen, sondern auch die Zahl der Covid-19-Patienten in den britischen Krankenhäusern.

Premierminister Boris Johnson steht in Großbritannien in der Kritik, zu spät und falsch auf die erste Ausbruchswelle reagiert zu haben. Innerhalb Europas ist Großbritannien das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land mit Blick auf die Todesfälle. Statistiken zu Infektionen und Todesfällen haben Experten zufolge nur eingeschränkte Aussagekraft - es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

Mit den steigenden Infektionszahlen sind Corona-Tests in Großbritannien schon wieder Mangelware geworden. Dabei hatte die Regierung das "weltbeste" Corona-Testsystem in Aussicht gestellt. Viele potenziell infizierte Briten müssen stundenlange Fahrten auf sich nehmen, um in einem Testzentrum angenommen zu werden.

 

Freitag, 18. September, 10.20 Uhr: EU-Minister wollen Wirtschaft gegen zweite Corona-Welle rüsten

Die EU will die europäische Wirtschaft für eine mögliche zweite Corona-Welle wappnen. Es gelte zu vermeiden, "dass infolge der wieder ansteigenden Infektionszahlen die wirtschaftlichen Aufschwungstendenzen in Europa beeinträchtigt und gefährdet werden", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Freitag in Berlin vor informellen Video-Beratungen der EU-Minister für Industrie und Binnenmarkt. Das sei eine große Verantwortung.

Dazu wollten die Minister über die Erfahrungen aus "der großen ersten Welle der Pandemie im Frühjahr" diskutieren, kündigte der CDU-Politiker an. Es gelte, "Schäden und Fehler" wie in der ersten Jahreshälfte zu vermeiden. "Die Pandemie ist wieder zurück in den meisten unserer Länder", sagte Altmaier. Zunehmend würden Regionen und Hauptstädte als Risikogebiete eingestuft, das gilt auch für den EU-Sitz Brüssel. Auch in Deutschland seien die Infektionszahlen gestiegen, sie hätten sich im Vergleich zum Tiefstand im Juli versechsfacht, sagte der Minister.

Altmaier sagte, bei der Konferenz gehe es zudem darum, wie Klimaschutz mit wirtschaftlichem Wachstum und gesunder wirtschaftlicher Entwicklung in Einklang gebracht werden könne. Der ambitionierte "Green Deal" und die Klimaziele der EU-Kommission, den Ausstoß der Treibhausgase drastisch zu senken, könnten nur erreicht werden, wenn Klimaschutz, Wirtschaft und Industrie im Einvernehmen arbeiteten, betonte er. Auch wettbewerbsrechtliche Fragen wie Protektionismus sollen bei der Videokonferenz zur Sprache kommen. Er hoffe zu einzelnen Fragen auf konkrete Schlussfolgerungen, sagte Altmaier.

 

Freitag, 18. September, 10.10 Uhr: Milliardenspritze für Krankenhäuser beschlossen

Die knapp 2000 Kliniken in Deutschland erhalten über die Corona-Krise hinaus eine Milliarden-Spritze für Investitionen. Der Bundestag beschloss am Freitag mit den Stimmen der Koalition und der FDP einen entsprechenden Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der Bund stellt drei Milliarden Euro bereit. Krankenhäuser sollen investieren, damit sie Notfallpatienten besser versorgen können. Sie sollen die Digitalisierung voranbringen und ihre IT-Sicherheit verbessern können. Die Länder sollen weitere Investitionsmittel von 1,3 Milliarden Euro aufbringen. Linke und Grüne enthielten sich. Die AfD stimmte gegen den Gesetzentwurf.

 

Freitag, 18. September, 9.50 Uhr: Mehr als 3000 neue Corona-Fälle in Tschechien

Tschechien hat innerhalb eines Tages mehr Corona-Neuinfektionen verzeichnet als das viel größere Deutschland. Am Donnerstag wurde mit 3130 neuen Fällen erstmals die 3000er-Marke überschritten, wie am Freitag aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf knapp 44 200. Mit einer Covid-19-Erkrankung wurden 489 Todesfälle in Verbindung gebracht. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner und damit weniger als ein Siebtel der Bundesrepublik.

Unterdessen treten schärfere Regeln in Kraft. Schüler müssen seit Freitag im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen - ausgenommen sind Erstklässler. Restaurants, Bars und Clubs müssen künftig nachts zwischen Mitternacht und 6.00 Uhr schließen. Zudem muss jeder Gast einen Sitzplatz haben. Seit mehr als einer Woche gilt landesweit in allen Innenräumen eine Maskenpflicht.

Auf der regionalen "Corona-Ampel" werden weitere Bezirke auf die Warnstufe Gelb geschaltet. Das bedeutet eine "beginnende Übertragung innerhalb der Gemeinschaft". Betroffen ist nach Angaben der Agentur CTK auch der Bezirk Cheb (Eger) im äußersten Westen Tschechiens an der Grenze zu Bayern. Deutschland hat eine Reisewarnung für die Hauptstadt Prag und die angrenzende Mittelböhmische Region ausgesprochen.

 

Freitag, 18. September, 9.45 Uhr: Schäuble ruft Abgeordnete zum Einhalten der Corona-Regeln auf

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Mitglieder des Parlaments "mit Nachdruck" zur Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen. "Das betrifft insbesondere das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in allen Liegenschaften des Bundestages", sagte der CDU-Politiker am Freitag zu Beginn der Bundestagssitzung. Es sei legitim, unterschiedlicher Meinung über den Nutzen des Tragens der Mund-Nase-Bedeckung und der Gefährlichkeit der Pandemie zu sein. "Aber in der Demokratie muss man Mehrheitsbeschlüsse akzeptieren. Und im Übrigen finde ich, ist es eine Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme, dass wir uns alle daran halten."

Die AfD-Abgeordneten waren in einer Fraktionssitzung übereingekommen, dass jeder von ihnen selbst entscheiden solle. Einige trügen Maske, andere nicht, manche nur im Fahrstuhl, erklärte der Sprecher der Fraktion, Marcus Schmidt, am Freitag. Schon im Mai hatte Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) die AfD-Fraktion ermahnt, weil die Corona-Regeln demonstrativ nicht eingehalten würden.

Schäuble, der am Freitag 78 Jahre alt wurde, sagte, nachdem ihm von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) Geburtstagswünsche übermittelt wurden: "Ich habe nur einen Wunsch für das kommende Jahr: Helfen Sie mit, dass wir in diesen schwierigen Zeiten unsere Aufgaben alle miteinander so gut wie möglich für unsere wunderbare Demokratie erfüllen können."

 

Freitag, 18. September, 9.15 Uhr: Wann müssen bayerische Schüler im Unterricht keine Maske mehr tragen?

Dazu hat Kultusminister Michael Piazolo sich geäußert. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Freitag, 18. September, 7.50 Uhr: Ex-Beraterin von Pence kritisiert Trumps Corona-Politik

Eine frühere Beraterin von US-Vizepräsident Mike Pence hat schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhoben. Olivia Troy sagte der "Washington Post", Trumps Reaktion auf die Krise habe eine "völlige Missachtung menschlichen Lebens" gezeigt. Ihm sei es vor allem um die Wirtschaft und um seine Wiederwahl gegangen. Troy beriet Pence nach Angaben der "Washington Post" bis zu ihrem Ausscheiden im August unter anderem zum Coronavirus. Sie nahm demnach in dieser Funktion an Sitzungen der Coronavirus-Task-Force teil, der Pence vorsteht.

In einem Video, das die Gruppe "Republikanische Wähler gegen Trump" am Donnerstag veröffentlichte, sagte Troy mit Blick auf das Virus: "Gegen Mitte Februar wussten wir, dass die Frage nicht war, ob Covid eine große Pandemie hier in den Vereinigten Staaten würde, sondern wann. Aber der Präsident wollte das nicht hören, weil seine größte Sorge war, dass wir in einem Wahljahr sind." Hätte Trump das Virus ernstgenommen, hätte er dessen Ausbreitung verlangsamt. Trump zieht als Kandidat der Republikaner in die Wahl am 3. November.

In dem Video zitiert Troy Trump aus einem Task-Force-Treffen mit den Worten: "Vielleicht ist diese Covid-Sache eine gute Sache. Ich mag es nicht, anderer Menschen Hände zu schütteln. Ich muss die Hände dieser abscheulichen Menschen nicht schütteln." Troy sagte, sie sei ihr Leben lang eine Anhängerin der Republikaner gewesen. Sie werde nun aber den Kandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, wählen - "weil ich wirklich glaube, dass wir uns in einer Zeit der Verfassungskrise befinden. Unter diesen Umständen steht das Land über der Partei".

Pence wies die Vorwürfe zurück. Troys Äußerungen wirkten wie die einer verärgerten Mitarbeiterin, "die sich entschlossen hat, im Wahljahr Politik zu machen", sagte er bei einer Veranstaltung im Weißen Haus nach Angaben anwesender Reporter. "Ich könnte nicht stolzer sein auf die Arbeit, die wir geleistet haben."

 

Freitag, 18. September, 7.45 Uhr: Drosten warnt, dass Corona-Lage sich auch hierzulande zuspitzen könnte

 Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, "dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England", sagte der Leiter der Charité-Virologie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er betonte, "dass wir uns aber auch nicht vormachen sollten, dass sich das bei uns alles ganz anders entwickelt. Wir machen auch jetzt nicht sehr viele Sachen sehr anders".

"Es gibt ein paar Details, die vielleicht bei uns anders sind als in Südeuropa. Unsere Haushalte sind häufig kleiner, wir haben mehr Einpersonenhaushalte", sagte Drosten. Es gebe weniger Mehr-Generationen-Familien, in denen das Virus über die Altersgrenzen sehr leicht verbreitet werde. "Das sind sicher Unterschiede. Aber ansonsten ist Deutschland nicht viel anders als diese europäischen Nachbarländer. Darum müssen wir da sehr vorsichtig sein und sehr genau beobachten, wie es jetzt weitergeht."

Die Testhäufigkeit sei in Deutschland zwar extrem groß - aber erst seit dem Beschluss, Reiserückkehrer zu testen, sagte Drosten. "Das ist eine Testhäufigkeit, die wir in Deutschland so nicht mehr lange durchhalten können." Die Grund-Testtätigkeit, die man vorher in Deutschland gehabt habe und bald wieder haben werde, sei nicht viel höher als in anderen europäischen Nachbarländern. Der Kern der Infektionsüberwachung sei bei uns nur wenig stärker ausgeprägt als in anderen Ländern. "Darum müssen wir schon die Zahlen ernstnehmen."

Wie Drosten erklärte, gingen die Fallzahlen in Deutschland über den Sommer zu einem großen Teil auf Rückkehrer aus dem Urlaub zurück, die das Virus nicht unbedingt in großem Maße hierzulande weitergetragen hätten. Diese Infizierten gäben eher Hinweise auf die Corona-Lage im Herkunftsland. "Was wir jetzt im Moment sehen, ist eine Reflexion durchaus wieder von dem, was in Deutschland los ist in Form von Virusfällen." Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte am Donnerstag von rund 2200 Corona-Neuinfektionen bundesweit berichtet. 

 

Freitag, 18. September, 6.30 Uhr: Laut John Hopkins mehr als 30 Millionen Infektionen weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind nach Angaben von US-Wissenschaftlern weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Donnerstagabend (Ortszeit) hervor. Die Zahl der Toten liegt demnach bei mehr 943 000. Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern.

In den USA gibt es Johns Hopkins zufolge bislang mehr als 6,6 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und mehr als 197 000 Todesfälle. An zweiter Stelle steht - gemessen an den Ansteckungen - Indien mit 5,1 Millionen Infektionen und mehr als 83 000 Toten. An dritter Stelle folgt Brasilien mit mehr als 4,4 Millionen Infektionen und gut 134 000 Todesfällen.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten allerdings in sechs Ländern höher als in den USA. An erster Stelle steht nach den Statistiken der Johns Hopkins-Universität Peru mit knapp 97 Todesopfern pro 100 000 Einwohner. Mit deutlichem Abstand folgen Bolivien, Spanien, Chile, Ecuador, Brasilien und die USA - dort starben gut 60 Menschen pro 100 000 Einwohner.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer höheren Dunkelziffer aus.

 

Freitag, 18. September, 6.15 Uhr: Knapp unter 2000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist einen Tag nach dem Erreichen des höchsten Wertes seit April unter der Marke von 2000 geblieben. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1916 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 267 773 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 18.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9378. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Freitagmorgen hatten etwa 238 700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag: 1,04). Aktuellere Daten hatte das RKI bis zum frühen Freitagmorgen nicht veröffentlicht. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,06 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16

 

Donnerstag, 17. September, 19.45 Uhr: Wegen Corona: Geringere Lohn- und Gehaltssteigerungen für Bahn-Beschäftigte

Die Beschäftigten der Deutschen Bahn sollen angesichts der Corona-Krise künftig geringere Lohn- und Gehaltssteigerungen erhalten als zuletzt. Einen entsprechenden Tarifabschluss haben der Konzern und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft vereinbart, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ist nicht beteiligt.

 

Donnerstag, 17. September, 17.50 Uhr: EU-Parlament fordert einheitlicheres Vorgehen bei Corona-Maßnahmen 

Einheitliche Quarantänezeiten, vergleichbare Zahlen zum Infektionsgeschehen und eine gemeinsame Teststrategie - das Europaparlament hat ein geschlosseneres Vorgehen der EU-Mitgliedsstaaten in der Corona-Krise gefordert. So sollten Corona-Testergebnisse gegenseitig in allen Mitgliedsstaaten anerkannt werden und ausreichende Kapazitäten für Tests geschaffen werden, hieß es in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution der EU-Abgeordneten. Darin wurde auch eine einheitliche Datenerhebung gefordert.

Die Abgeordneten sprachen sich in dem Entschließungsantrag für ein einheitliches Ampelsystem aus, das Gebiete je nach Infektionslage in rote, orangene, grüne und graue Zonen einstuft.

Auch EU-Justizkommissar Didier Reynders hatte in der Plenardebatte am Dienstag ein einheitlicheres Vorgehen der EU gefordert. Es brauche gemeinsame Kriterien für Corona-Einschränkungen und einen koordinierten Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten. Auch in Bezug auf Testkapazitäten sollten die Mitgliedsstaaten mehr Informationen austauschen - etwa wie viele Tests auf 100.000 Einwohner in einer Woche durchgeführt wurden.

Die Abgeordneten betonten, dass erneute Grenzkontrollen innerhalb der EU ein letzter Ausweg seien. Es müsse stets geprüft werden, ob andere Maßnahmen ebenso oder besser geeignet seien.

Die EU-Kommission hatte den Staaten bereits Anfang September entsprechende Vorschläge vorgelegt, über die die Mitgliedsländer derzeit noch verhandeln.

 

Donnerstag, 17. September, 17.40 Uhr: Fast 2.200 Neuinfektionen pro Tag: "Wir sind wieder im Anstieg"

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat den höchsten Tageswert seit April erreicht. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen hervor. "Das, was man im Moment sieht, also heute Morgen zum Beispiel 2.200 neue Fälle, das ist schon nicht so eine beliebige Schwankung. Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg", sagte der Virologe Christian Drosten am Donnerstag bei einem Kommunikationskongress in Berlin. Welche weiteren Entwicklungen es gibt und wie Virologe Drosten die Lage einschätzt, erfahren Sie hier.

 

 Donnerstag, 17. September, 15.38 Uhr: Österreich beschränkt Zahl der Teilnehmer bei privaten Feiern

 Als Reaktion auf die steigenden Corona-Infektionszahlen limitiert Österreich die Zahl der Teilnehmer bei privaten Zusammenkünften. Bei Feiern in Gebäuden seien ab Montag nur noch zehn Personen erlaubt, sagte Kanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP am Donnerstag. Eine Kontrolle von Privatwohnungen sei allerdings nicht geplant, da sie nicht grundrechtskonform sei. Es gehe um Zusammenkünfte im öffentlichen Raum. Eine Ausnahme gebe es für Begräbnisse.

Die Zahlen stiegen deutlich, wenn auch in einem regional unterschiedlichen Maß. "Wir müssen daher jetzt reagieren, um einen zweiten Lockdown zu verhindern", sagte Kurz. Neben der gesundheitlichen Frage gelte es, die Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort zu minimieren. Österreich ist stark vom Tourismus abhängig. Experten befürchten, dass die Zahl der Nächtigungen in Wien im laufenden Jahr um rund 70 Prozent einbricht.

 

Donnerstag, 17. September 14.50 Uhr: Neue Corona-Beschränkungen in England - Millionen Menschen betroffen

Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Infektionen werden im Nordosten Englands die Kontaktbeschränkungen verschärft. So dürfen sich von Freitag an Menschen verschiedener Haushalte nicht mehr treffen. Bars und Pubs müssen um 22 Uhr (Ortszeit) schließen, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Donnerstag ankündigte. Betroffen davon sind etwa zwei Millionen Menschen unter anderem in Northumberland, Newcastle-upon-Tyne und Sunderland. Hancock erklärte: "Die Schlacht gegen das Coronavirus ist noch nicht vorbei."

 

 Donnerstag, 17. September, 14.06 Uhr: Wegen Corona-Anstieg: Bundesliga-Auftakt in München ohne Zuschauer

Wegen der gestiegenen Infektionszahlen in München dürfen beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 am Freitagabend nun doch keine Zuschauer dabei sein. Das entschied die Stadt München am Donnerstag. Davor war noch auf 7500 Fans in der Allianz Arena gehofft worden.

OB Dieter Reiter (SPD) sprach von einem "falschen Signal" und verwies auf aktualisierte Corona-Werte des Robert Koch-Instituts. Demnach ist die Inzidenzzahl in München über Nacht von unter 34 auf 47,6 gestiegen. "Für mich bedeutet dieser hohe, jetzt auch vom RKI bestätigte Inzidenzwert, dass wir über deutlich einschneidendere Einschränkungen im öffentlichen Leben zumindest nachdenken müssen. Und da kann ich nicht zeitgleich Tausende Fans in die Stadien lassen", so Reiter. 

 

Donnerstag, 17. September, 13.30 Uhr: DFB und DFL unterstützen Studien: Schutzkonzepte für Fan-Rückkehr

Unterstützt von DFL und DFB sollen wissenschaftliche Studien die Ansteckungsgefahren und die Vermeidung von Corona-Infektionen bei der Rückkehr von Zuschauern erforschen. Wie die Studien ablaufen sollen, erfahren Sie hier.

 

Donnerstag, 17. September, 12.45 Uhr: 600 Menschen in Hamburg von Corona-Ausbruch betroffen

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Betroffenen aus. 500 Menschen aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die die Bar "Katze" am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Viele seien schon in Quarantäne. Bislang seien sechs Corona-Tests positiv ausgefallen, "darunter auch bei mehreren Beschäftigten der Bar". Nach etwa 100 Barbesuchern werde noch gesucht. Viele hatten den Angaben zufolge falsche Kontaktdaten hinterlassen.

Am vergangenen Wochenende seien dem Gesundheitsamt die ersten Fälle aus der "Katze" bekanntgeworden. Der Betreiber habe die Bar in dem beliebten Szene- und Partyviertel freiwillig geschlossen, sagte Helfrich. Offenbar war er damit einer drohenden Schließung durch das Gesundheitsamt zuvorgekommen.

 

Donnerstag, 17. September, 12.35 Uhr: Maskenverweigerer bedroht Mitarbeiter in Dialysepraxis in Füssen

Ein 34-jähriger Dialysepatient hat in den vergangen Tagen nach Angaben der Polizei mehrfach eine Praxis in Füssen ohne Mund-Nase-Schutz betreten und die vorgeschriebenen Hygieneschutzmaßnahmen nicht beachtet. Außerdem beleidigte und bedrohte er die Mitarbeiter, sodass die Polizei hinzukommen musste.

 

Donnerstag, 17. September, 11.30 Uhr: Viele Infizierte nach Hochzeit und einer Panne im Krankenhaus

Mehr als 30 Corona-Fälle stehen möglicherweise im Zusammenhang mit einer Hochzeit nach einer Panne im Krankenhaus Vilshofen. "Aus der Hochzeitsgesellschaft direkt haben sich bisher rund 25 Infektionsfälle bestätigt", teilte ein Sprecher des Landratsamts Passau am Donnerstag auf Anfrage mit. Zudem seien acht Personen positiv getestet worden, die im Kontakt mit Hochzeitsgästen gestanden hätten. Zwei Personen sind in stationärer Behandlung. Zuvor hatte es eine Testpanne im Krankenhaus Vilshofen gegeben, bei der zwei Personen mit Symptomen zunächst nicht getestet und isoliert wurden, wie das Krankenhaus bestätigte.

Mehrere Medien berichten über einen familiären Zusammenhang zwischen einer Patientin und der Hochzeit. Vom Landratsamt heißt es dazu: Ein Kausalzusammenhang werde sich nie zweifelsfrei feststellen lassen. Vermutungen dazu müssten daher Spekulation bleiben. Die Familie der Braut stellt diesen Zusammenhang allerdings her: Ihr Vater sagte der "Passauer Neuen Presse": "Hätten wir das Ergebnis vorher gehabt, hätten wir die Hochzeit natürlich abgeblasen." Das Landratsamt äußerte sich dazu zunächst nicht.

 

Donnerstag, 17. September, 10.30 Uhr: Eilentscheidung vor Gericht - keine pauschalen Atteste gegen Maskenpflicht

Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 17. September, 9 Uhr: Boris Johnson: Nachbarn nur bei wilden Partys anzeigen

Die Briten sollten aus Sicht ihres Premiers Boris Johnson ihre Nachbarn nur bei ausschweifenden Partys wegen Missachtung von Corona-Regeln anzeigen. "Ich selbst war nie ein Fan von Schnüffeleien", sagte Johnson der Zeitung The Sun (Donnerstag). Die Menschen sollten ihre Nachbarn lieber direkt auf solche Verstöße hinweisen. Weil die Zahl der Corona-Infektionen rapide ansteigt, gelten erneut strengere Regeln: So dürfen sich in England seit dieser Woche nur noch sechs Menschen miteinander treffen.

"Wenn eine riesige "Animal House"-Party stattfindet, mit Whirlpools und so, und das eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit ist, dann sollten die Behörden davon wissen", sagte Johnson in Anspielung auf die College-Party-Komödie "Animal House" aus den 70er Jahren.

Innenministerin Priti Patel hatte zuvor in einem Interview dem Sender BBC gesagt, sie würde im Zweifelsfall ihre Nachbarn anzeigen. Selbst zwei vierköpfige Familien, die sich auf der Straße unterhielten, seien ein Verstoß gegen die geltende "Rule of Six" (deutsch: "Sechserregel").

 

Donnerstag, 17. September, 7.45 Uhr: Wirtschaft in Neuseeland bricht wegen Pandemie massiv ein

Neuseeland hat im Zuge der Corona-Pandemie einen Rekordeinbruch seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) verzeichnet. Zwischen April und Juni sei die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 12,2 Prozent geschrumpft. Einen so hohen Quartalsrückgang habe es seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen im Jahr 1987 noch nie gegeben, teilte das nationale Statistikamt des Pazifikstaats am Donnerstag mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag der Rückgang bei zwei Prozent.

Die Regierung hatte zu Beginn der Pandemie einen strikten Lockdown verhängt, der am 8. Juni endete. Jedoch sind die Grenzen des Landes weiter für die meisten ausländischen Besucher geschlossen.

Einige Branchen hätten extrem unter den Beschränkungen gelitten, darunter vor allem der Einzelhandel, die Hotellerie, Restaurants und das Transportwesen, hieß es. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie seien hingegen weniger betroffen.

 

Donnerstag, 17. September, 6.30 Uhr: Wegen Corona-Pandemie 150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut

Die Coronavirus-Pandemie hat dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut gestürzt. Seit Ausbruch der Pandemie sei die Zahl der in Ländern mit geringen oder mittleren Durchschnittseinkommen in Armut lebenden Kinder um 15 Prozent auf etwa 1,2 Milliarden gestiegen, heißt es in einem Bericht von Unicef und der Hilfsorganisation Save the Children, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Für den Bericht seien Daten unter anderem zu Bildung, Gesundheitssystemen oder Ernährung aus mehr als 70 Ländern ausgewertet worden.

"Covid-19 und die Lockdown-Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung haben Millionen Kinder tiefer in die Armut gestürzt", sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore. "Familien, die gerade dabei waren, der Armut zu entkommen, sind wieder hineingezogen worden, während andere mit nie gesehenen Entbehrungen umgehen müssen. Am besorgniserregendsten ist, dass wir näher am Anfang der Krise als an ihrem Ende sind." Die Organisationen riefen die Regierungen der Welt auf, das Problem mit hoher Priorität anzugehen.

 

Donnerstag, 17. September, 6.10 Uhr: 2194 Neu-Infektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 2194 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 265 857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 17.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9371. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237 300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,06 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Die Schwelle von 2000 täglich bekanntgewordenen Ansteckungen war zuletzt in der zweiten Augusthälfte überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli stieg sie wieder. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen dürfte auch davon abhängig sein, wieviele Menschen getestet werden.

 

Mittwoch, 16. September, 21.57 Uhr: Tschechien schränkt Veranstaltungen wegen Corona ein

Wegen steigender Corona-Zahlen hat Tschechien strengere Regeln verhängt. Gaststätten, Cafés, Bars, Nachtklubs und ähnliche Einrichtungen dürfen nur noch so viele Menschen einlassen wie sie Sitzplätze haben. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag am Mittwochabend bekannt. Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als zehn Leuten muss jedem Besucher künftig ein Sitzplatz zugeordnet sein. Dadurch solle eine "gewisse Distanz" geschaffen werden, hieß es. Ausnahmen gelten für Ausstellungen und Messen.

Zuvor hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tschechien einen Rekordwert erreicht. Am Dienstag kamen 1675 weitere Fälle hinzu - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Bisher starben in dem EU-Land 481 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

 

Mittwoch, 16. September, 21.41 Uhr: Supercup-Spielort Budapest zu Corona-Risikogebiet erklärt 

Der Supercup-Austragungsort Budapest für die Partie zwischen dem Champions-League-Sieger FC Bayern München und dem Europa-League-Gewinner FC Sevilla ist von der Bundesregierung zum Risikogebiet erklärt worden. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, auf der unter anderem die ungarische Hauptstadt aufgeführt ist. Entsprechend wurde eine Reisewarnung ausgesprochen.

Was dies für die Begegnung am 24. September bedeutet, war zunächst unklar. Nach Plänen der Europäische Fußball-Union sollen in der Puskás Arena Zuschauer zugelassen sein. Die Kapazität des rund 67 000 Zuschauer fassenden Stadions soll nach Angaben des Verbandes zu 30 Prozent ausgelastet werden. Beiden Teams stehen je 3000 Tickets zu.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auch Ungarn hatte aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus bereits seine Schutzvorkehrungen verstärkt. Bereits am 1. September war eine Grenzsperre für Ausländer in Kraft getreten: Ausnahmen gelten für Diplomaten und Geschäftsreisende. In Ungarn ist die Zahl der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 kräftig gestiegen.

 

Mittwoch, 16. September, 21.33 Uhr: Stadt Kaufbeuren hofft auf die Trendwende

Kaufbeuren hat zeitweise mit einem Wert von über 80 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner den kritischen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (bezogen auf die vergangenen sieben Tage) deutlich überschritten. Dennoch spiegelt die Stimmung in Kaufbeuren und vor allem rund um das Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung diese Zahlen nicht wieder. So ist die Lage vor Ort.

 

Mittwoch, 16. September, 20.41 Uhr: Mitarbeiter des FC Augsburg positiv auf Corona getestet 

Kurz vor dem Saisonstart in der Fußball-Bundesliga ist ein Mitarbeiter des FC Augsburg positiv auf Covid-19 getestet worden.

 

Mittwoch, 16. September, 20.34 Uhr: 7500 Zuschauer beim Liga-Eröffnungsspiel des FC Bayern erlaubt 

Beim Bundesliga-Eröffnungsspiel des deutschen Fußball-Meisters FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 am Freitagabend werden 7500 Zuschauer zugelassen.

 

Mittwoch, 16. September, 19.52 Uhr: Auswärtiges Amt in Berlin warnt vor Reisen nach Wien

Nach der Einstufung als Corona-Risikogebiet hat die deutsche Bundesregierung für die österreichische Hauptstadt Wien nun auch eine Reisewarnung ausgesprochen. "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Bundesland Wien wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt", teilte das Auswärtige Amt am Mittwochabend in Berlin mit

 

Mittwoch, 16. September, 19.05 Uhr: Wegen Corona: Internationaler Skiverband passt Rennkalender an

Wegen der Corona-Pandemie hat der Skiverband Fis die Termine für die Skirennen neu festgelegt. Diese Wettkämpfe sind betroffen.

 

Mittwoch, 16. September, 18.30 Uhr: Initiative Querdenken verschiebt Konstanzer Demo auf 4. Oktober

Die Querdenken-Demonstration in Konstanz am Bodensee gegen die Corona-Politik soll doch nicht am Tag der Deutschen Einheit stattfinden. Der lokale Ableger der Stuttgarter Initiative hat seine Kundgebung am Hafen auf den 4. Oktober verschoben. Grund für die Verschiebung sei die Vielzahl der für den 3. Oktober vorgesehenen Veranstaltungen, sagte Organisator Gerry Mayr am Mittwoch. Nach Angaben der Stadt sind für den Tag bisher 16 Kundgebungen angemeldet. 

Die Friedens-Menschenkette der Initiative am Bodensee ist den Organisatoren zufolge aber nach wie vor für den 3. Oktober geplant. Die Stadt Konstanz prüft noch mit Blick auf Abstands- und Hygieneregeln, ob und in welcher Form die Demonstrationen an dem Wochenende stattfinden können. Eine Entscheidung darüber sei vermutlich Ende kommender Woche zu erwarten, sagte ein Stadtsprecher. Für die Querdenken-Demo hat Mayr 4500 Teilnehmer angemeldet.

 

Mittwoch, 16. September, 18.11 Uhr: Maskenpflicht: Ravensburger Polizei kündigt Kontrollen im Öffentlichen Nahverkehr an

In den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und dem Bodenseekreis will das Polizeipräsidiums Ravensburg die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr überwachen. Das kündigte Polizeipräsident Uwe Stürmer an. Oft werde der Mund-Nasen-Schutz nicht oder nur unzureichend getragen, beispielsweise unter der Nase, lediglich den Mund verdeckend. Bei den Kontrollen werde die Polizei "mit Augenmaß dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden". Wer allerdings die einschränkenden Regelungen missachte, müsse mit Sanktionen rechnen. 

Nach wie vor gilt in Baden-Württemberg wegen der Corona-Pandemie eine gesetzliche Maskenpflicht in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Wie bei der Nutzung des öffentlichen und des touristischen Personenverkehrs, an Bahn- und Bussteigen, im Wartebereich der Anlegestellen von Fahrgastschiffen und in Bahnhofs- und Flughafengebäuden. Ein Verstoß kann mit einem Bußgeld von bis zu 250 Euro geahndet werden.

 

Mittwoch, 16. September, 17.40 Uhr: Grippe trifft auf Corona: Was passiert während der Influenzasaison?

Die jährliche Grippewelle könnte zum Jahreswechsel 20/21 eine besondere Brisanz bekommen. Denn bis dahin dürfte die Corona-Pandemie noch nicht im Griff sein. Hier im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung über die aktuelle Entwicklung in Sachen Influenza.

 

Mittwoch, 16. September, 17.29 Uhr: Sieben Corona-Infektionen am Klinikum Deggendorf 

Am Donauisar-Klinikum Deggendorf haben sich sechs Patienten und ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden keine neuen Patienten auf die betroffene Station verlegt. Die infizierten Patienten werden auf der Corona-Station betreut, der Mitarbeiter ist in Quarantäne, wie die Klinikleitung am Mittwoch mitteilte. "Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen bei den Patienten keine gravierenden Gesundheitsgefahren aufgrund der Infektion."

Nun würden alle Mitarbeiter und Patienten, die Kontakt zu den Infizierten hatten, regelmäßig getestet. "Die Hygienemaßnahmen sind im ganzen Haus nochmals verschärft worden, um eine größere Sicherheit zu erreichen." Auch gebe es insgesamt mehr Testungen auf das Virus Sars-CoV-2. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehört auch, dass die infizierten Patienten keinen Besuch mehr erhalten dürfen. In allen anderen Bereichen des Krankenhauses wurden die Besuche auf ein Mindestmaß reduziert.

 

Mittwoch, 16. September, 16.52 Uhr: Kein weiterer Infizierter bei Massentests in Garmisch-Partenkirchen gefunden

Die Massentests nach der Kneipentour einer mit dem Coronavirus infizierten 26-Jährigen in Garmisch-Partenkirchen haben kein weiteres positives Ergebnis erbracht. Zu den drei bekannten Fällen sei keiner hinzugekommen, teilte das Landratsamt am Mittwoch auf Grundlage von rund 300 weiteren Testergebnissen mit. Die vier neuen Infektionen, die am Mittwoch im Landkreis registriert wurden, stünden in keinem Zusammenhang mit dem Geschehen im Nachtleben.

Die bei den amerikanischen Streitkräften beschäftigte US-Amerikanerin war vergangene Woche trotz Krankheitssymptomen und Quarantäneauflage durch Bars gezogen. Sie könnte nach aktuellem Stand rund 30 Menschen angesteckt haben. In dem Fall hat sich nun auch die US-Armee eingeschaltet.

 

Mittwoch, 16. September, 15.51 Uhr: Rasanter Anstieg der Corona-Zahlen in Würzburg und Kulmbach, leichte Entwarnung in Garmisch

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Würzburg ist sprunghaft angestiegen. Die Stadt registrierte am Mittwoch innerhalb der vergangenen sieben Tage 75,07 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Mittwoch mitteilte. Auch der Landkreis nähert sich mit 42,64 dem bundesweit vereinbarten Corona-Grenzwert von 50. Überschritten hatte diesen am Mittwoch die oberfränkische Stadt Kulmbach samt Landkreis mit 54,28 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Darüber liegen dem LGL zufolge im Freistaat sonst nur Kaufbeuren (54,68) und Garmisch-Partenkirchen (57,65).

Noch vor einer Woche hatte der Landkreis Kulmbach mit keinem Infizierten als coronafrei gegolten. Auf einer privaten Feier sollen sich jedoch vor allem junge Menschen mit dem Virus infiziert haben. Ab sofort gelten im Landkreis verschiedene Kontaktbeschränkungen bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen. An einer Real- und einer Berufsschule sind fünf Klassen in Quarantäne geschickt worden.

Das Landratsamt Würzburg will wegen den steigenden Corona-Zahlen dort die Maskenpflicht im Unterricht beibehalten. Das Gesundheitsamt stellte in einem ersten Schritt die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis auf Warnstufe "gelb". Demnach müssen Schulkinder ab der fünften Jahrgangsstufe weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung im Klassenzimmer tragen, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist. In Kitas ist ein offenes Betreuungssystem nicht mehr möglich und die Gruppen dürfen sich nicht mehr durchmischen.

In Bayern sind nach LGL-Angaben bisher 63 107 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bislang im Freistaat 2645 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

 

Mittwoch, 16. September, 15.51 Uhr: Corona-Ausbruch in Garmisch: Auch US-Armee untersucht den Fall 

Nach mehreren Corona-Fällen im Bereich der US-Streitkräfte in Garmisch-Partenkirchen untersucht auch die US-Armee den Fall. Die Hintergründe.

 

Mittwoch, 16. September, 15 Uhr: FC Bayern bereitet sich auf Bundesliga-Eröffnungsspiel mit Fans vor

Endlich wieder Publikum im Stadion? Der FC Bayern München bereitet sich darauf vor. Einige Kriterien müssen dazu aber noch erfüllt werden.

 

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Corona im Allgäu: Die Entwicklung der Krise in Bildern

 

Mittwoch, 16. September, 14.33 Uhr: Nach Corona-Ausbruch werden Ermittlungen gegen Arzt geprüft 

Nach einem Corona-Ausbruch, der auf einen Arzt im Landkreis Deggendorf zurückgehen könnte, prüft die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Mann. Als mögliche Straftat komme unter anderem fahrlässige Körperverletzung in Betracht, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Die Entscheidung darüber werde bis Ende der Woche fallen.

Weil er trotz Krankheitssymptomen weiter behandelt haben soll, könnte der Arzt für mehrere Corona-Neuinfektionen verantwortlich sein. Nach dem Ausbruch standen am Mittwoch 275 Menschen unter Quarantäne, fünf Kontaktpersonen des Mediziners waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. An dieser Zahl habe sich bis zum Mittwoch "zum Glück" nichts geändert, sagte ein Sprecher des Landratsamtes.

 

Mittwoch, 16. September, 13.27 Uhr: Kein Bußgeld für Spahn und Bouffier nach umstrittener Aufzugsfahrt 

Die schlagzeilenträchtige Aufzugsfahrt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Hessens Regierungschef Volker Bouffier (beide CDU) mitten in der Corona-Krise bleibt ohne Folgen. "Der Landkreis Gießen hat als zuständige Ordnungsbehörde die Ermittlungsverfahren nach dem als "Fahrstuhlgate" in den Medien bekannt gewordenen Vorfall am Universitätsklinikum Gießen eingestellt", teilte der Kreis am Mittwoch mit.

Ein Foto hatte Mitte April für Wirbel gesorgt. Es zeigt, wie sich bei einem Besuch des Gießener Uni-Klinikums unter anderem Bouffier, Spahn sowie Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) trotz der Corona-Abstandsregeln zusammen mit anderen Personen in dem Aufzug drängeln. Danach waren mehrere Anzeigen eingegangen.

Bei den Ordnungswidrigkeitsverfahren seien in den vergangenen Wochen insgesamt neun Personen angehört worden, hieß es beim Kreis. Konkret sei es darum gegangen, ob im Sinne der Verordnung ein unzulässiges Verhalten vorgelegen hat, das einen Bußgeldtatbestand erfüllt hätte.

Damals sei jedoch in der geltenden Corona-Verordnung bei erlaubten Zusammenkünften ein Mindestabstand von 1,5 Metern weder vorgeschrieben gewesen, noch habe ein Verstoß dagegen als Ordnungswidrigkeit gegolten. Deshalb gebe es keine Rechtsgrundlage, um Bußgelder zu verhängen, teilte der Kreis mit. "Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Personen im Aufzug die Empfehlung des Robert Koch-Instituts zum Einhalten von Abständen nicht berücksichtigt haben, auch wenn dies rechtlich nach der damals geltenden Verordnung keine Folgen hat", teilte Landrätin Anita Schneider (SPD) mit.

 

Mittwoch, 16. September, 12.33 Uhr: Söder legt Planungen für dritte Startbahn in München komplett auf Eis 

Der Bau einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen rückt in weite Ferne: Angesichts der massiven Einbrüche im Luftverkehr wegen der Corona-Krise kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch an, die Planungen für weitere fünf Jahre und damit bis mindestens 2028 auf Eis zu legen. "In meiner Amtszeit wird die dritte Startbahn nicht mehr kommen", sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Rede auf der CSU-Fraktionsklausur in München - er peilt zwei Legislaturperioden als Regierungschef an.

 

Mittwoch, 16. September, 11.20 Uhr: Oasis-Musiker Noel Gallagher weigert sich, eine Maske zu tragen

Der britische Rockmusiker Noel Gallagher (53) weigert sich, eine Maske wegen der Corona-Pandemie zu tragen. "Wenn ich mich infiziere, dann liegt es an mir", sagte der frühere Oasis-Gitarrist ("Don't Look Back In Anger") im "Matt Morgan Podcast". Er empfinde die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften in Großbritannien als Verletzung seiner Freiheit, wie Gallagher sagte.

Seine Äußerungen lösten einen Sturm der Entrüstung in sozialen Medien aus: Gallagher sei "ignorant" und "egoistisch", hieß es. Masken reduzieren Experten zufolge das Risiko, andere anzustecken.

Gallagher provoziert oft und gern. So hatte er der Deutschen Presse-Agentur in London gesagt, dass er wegen des Klimawandels nicht beunruhigt sei. "Es wird vielleicht etwas heißer. Und wir verlieren womöglich den Eisbären. Aber Sorgen um die Welt mache ich mir nicht."

 

Mittwoch, 16. September, 9.30 Uhr: Irische Regierung muss doch nicht in Quarantäne

Die irische Regierung muss nun doch nicht in Quarantäne, nachdem der Corona-Test eines Ministers negativ ausgefallen ist. Dies berichteten irische Medien am Dienstagabend.

Gesundheitsminister Stephen Donnelly hatte zuvor Covid-19-Symptome gezeigt. Als Vorsichtsmaßnahme waren seine Kollegen aufgefordert worden, sich zu isolieren. Nach dem Negativtest sei das nicht mehr nötig, sagte ein Regierungssprecher der "Irish Times". Auch das Parlament müsse nun doch nicht pausieren.

Bei einer Kabinettssitzung hatte der Minister zuvor viele seiner Kollegen persönlich getroffen. Außerdem hatte er gemeinsam mit dem irischen Premier Micheál Martin am selben Tag eine Pressekonferenz gegeben.

 

Mittwoch, 16. September, 8.45 Uhr: Arbeitsminister Heil nennt Kurzarbeitergeld stabile Brücke über tiefes Tal

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Verlängerung des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes gegen Kritik verteidigt. Das Mittel der Kurzarbeit sei die "stabilste Brücke über ein tiefes, wirtschaftliches Tal", das von der Corona-Krise ausgelöst worden sei, sagte Heil am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Die Krise ist ab 1. Januar nicht vorbei. Deshalb brauchen wir eine Verlängerung dieser stabilen Brücke. Das hilft Unternehmen und Beschäftigten", sagte Heil. Wenn die Pandemie im Griff behalten werde, gebe es auch Zuversicht auf wirtschaftliche Erholung im nächsten Jahr.

Die Bundesregierung will an diesem Mittwoch den Weg für eine Verlängerung des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes frei machen. Die Bezugszeit für das Kurzarbeitergeld soll auf bis zu 24 Monate verlängert werden, längstens bis zum 31. Dezember 2021. Dazu sollen das Beschäftigungssicherungsgesetz und weitere Verordnungen im Bundeskabinett beschlossen werden. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hatten sich Ende August im Koalitionsausschuss auf eine Verlängerung des Kurzarbeitergelds geeinigt.

Kritik etwa von Wirtschaftswissenschaftlern und der FDP, Unternehmen mit dem Kurzarbeitergeld unnötig lang vom Staat zu unterstützen, wies der SPD-Politiker zurück. Mit theoretischen Debatten könne er nix anfangen. Einige, "die sehr theoretisch in der akademischen Stube reden, sollten mal in einen Betrieb gehen und mit Unternehmensleitern reden, mit Betriebsräten", sagte Heil. Unternehmen etwa in der Veranstaltungswirtschaft hätten zurzeit schlicht kein Geschäft und seien daher auf Kurzarbeitergeld angewiesen.

Das Kurzarbeitergeld gebe es aber auch nicht unendlich. Man gehe mit Augenmaß und Vernunft vor. "Es ist volkswirtschaftlich auch sinnvoll, weil wir die Nachfrage in Deutschland stabilisieren", sagte der Arbeitsminister. Klar sei allerdings auch, dass nicht jeder Arbeitsplatz erhalten werden könne. "Aber wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen, und das gibt Sicherheit in einer ganz schwierigen Zeit", sagte Heil.

 

Mittwoch, 16. September, 7.30 Uhr: Indien hat mehr als fünf Millionen Corona-Infizierte - Sauerstoff wird knapp

Als zweites Land nach den USA hat Indien mehr als fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen erfasst. In absoluten Zahlen gerechnet steigen die bekannten Neuinfektionen in der südasiatischen Nation seit Wochen schneller als in jedem anderen Land. In den vergangenen 24 Stunden kamen mehr als 90 000 neue Fälle dazu, in der vergangenen Woche rund 600 000, wie offizielle Zahlen am Mittwoch zeigen. Auch gibt es anders als in den USA, wo mit 6,6 Millionen am meisten Fälle bekannt sind, keinen Hinweis auf ein Abflachen der Kurve.

Angesichts der raschen Corona-Verbreitung in Indien hatten örtliche Medien in mehreren Regionen von einem Mangel an medizinischem Sauerstoff für Patienten berichtet. Einige sollen deshalb gestorben sein. Zwar hätten Sauerstoffhersteller ihre Produktion im vergangenen halben Jahr vervierfacht - von rund 750 Tonnen pro Tag auf 3000 Tonnen, wie die indische Herstellervereinigung für industrielle Gase dem Fernsehsender CNBC-TV18 sagte. Trotzdem könne die gesteigerte Nachfrage nicht gedeckt werden. Im südlichen Bundesstaat Karnataka hatten Ärzte angesichts steigender Sauerstoffpreise einen Preisstop gefordert, um die Behandlung der Covid-Patienten sicherzustellen, wie der Fernsehsender NDTV berichtete.

Trotz der schnellen Pandemie-Verbreitung lockert die Regierung seine Corona-Maßnahmen und versucht damit die Wirtschaft wieder etwas in Schwung zu bringen. Wegen eines ehemals strikten Lockdowns ist die Wirtschaftsleistung des Landes stark eingebrochen, Millionen Menschen verloren ihre Jobs und viele hatten Angst zu verhungern. Das Virus ist inzwischen auch auf dem Land angekommen, wo die Gesundheitsversorgung besonders schlecht ist.

Indien verzeichnete bisher die drittmeisten Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind - konkret mehr als 82 000. Auf die Bevölkerung gerechnet sind dies weniger als in anderen Ländern. Die geringe Todesrate könnte an der besonders jungen Bevölkerung Indiens liegen. Viele Experten gehen aber auch davon aus, dass viele Tote nicht in der offiziellen Statistik auftauchen. Das Land testet inzwischen generell mehr auf Corona als zuvor, aber pro Kopf ist die Testrate in dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land noch deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern.

 

Mittwoch. 16. September, 6.20 Uhr: Corona-Maske kann Täter-Identifizierung erschweren

Das Tragen einer Corona-Alltagsmaske kann nach Einschätzung von Ermittlern die Identifizierung von Straftätern erschweren, verhindert sie aber nicht automatisch. Bei der Gesichtserkennung sei vor allem auch die Augenpartie wichtig, sagte Bernhard Egger vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA) in München, wo die Ermittler viel mit Gesichtsprogrammen zur Identifizierung von Verdächtigen arbeiten.

Nach Einschätzung des hessischen Landeskriminalamtes in Wiesbaden wird das Wiedererkennen von Verdächtigen durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zwar erschwert. "Allerdings lassen Aufnahmen von Überwachungskameras grundsätzlich auch andere Merkmale zur Identifizierung zu", teilte das LKA mit und nannte als Beispiele Größe, Statur, Kleidung oder Schuhe. "Grundsätzlich ist zu sagen, dass Videoüberwachungssysteme ein wirksames Mittel - auch zu Zeiten der Corona-Pandemie - zur Aufklärung von Straftaten sind."

 

Mittwoch, 16. September, 6.15 Uhr: 1901 Neu-Infektionen in Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 266 663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 236 000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstagabend bei 1,04 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,00 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Dienstag, 15. September, 22.15 Uhr: Allgäuer Corona-Teststationen: Noch nicht an der Belastungsgrenze

Gute Nachrichten aus den Corona-Testzentren im Allgäu: Die meisten Tests sind negativ. Wer darf sich dort untersuchen lassen und wie sind die Kapazitäten? Wir haben bei den Gesundheitsbehörden nachgefragt

 

Dienstag, 15. September, 20.05 Uhr: Arzt soll trotz Symptomen gearbeitet haben - Viele in Quarantäne

Ein Corona-Ausbruch, bei dem inzwischen 275 Menschen unter Quarantäne stehen, könnte auf einen Arzt zurückgehen, der trotz Krankheitssymptomen weiterbehandelt haben soll. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes Deggendorf vom Dienstag hervor. Wie viele der Kontaktpersonen bereits positiv auf das Virus getestet wurden und was dem Arzt nun drohen könnte, erfahren Sie hier.

 

Dienstag, 15. September, 19.50 Uhr: Unicef: Corona-Krise führt zu globalem Bildungs-Notfall

Die Schul-Schließungen in der Corona-Krise haben nach Einschätzung des Kinderhilfswerks Unicef zu einem globalem Bildungs-Notfall geführt. Aktuell seien noch rund 872 Millionen Kinder in 51 Ländern daran gehindert, in die Klassen zurückzukehren, sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Nur etwa die Hälfte von ihnen habe die Chance auf Fernunterricht. "Die pure Zahl der Kinder, deren Ausbildung für Monate völlig unterbrochen wurde, ist nichts anderes als ein globaler Bildungs-Notfall", sagte Fore.

Eine Unicef-Analyse in 158 Ländern zeige, dass jeder vierte Staat weiterhin kein Datum für die Wiederöffnung von Schulen habe. Geschlossene Schulen hätten aber "verheerende Folgen für Kinder", sagte Fore. Es werde noch schwerer, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. "Je länger Schüler von der Schule fernbleiben, desto weniger wahrscheinlich wird ihre Rückkehr." Laut einer Hochrechnung werden 24 Millionen Kinder die Schule gänzlich abbrechen, darunter viele Mädchen. "Das ist der Grund warum wir an Regierungen appellieren, die Öffnung der Schulen voranzutreiben", so Fore.

 

Dienstag, 15. September, 17.30 Uhr: Fußball wieder mit Fans: Sechswöchiger Testbetrieb mit Zuschauern in Bundesliga-Stadien

Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen verständigten sich die Chefs der Staatskanzleien am Dienstag auf einen sechswöchigen Testbetrieb mit Zuschauern unter Corona-Bedingungen. Wie genau dieser aussehen soll, erfahren Sie hier.

 

Dienstag, 15. September, 16.55 Uhr: Schülerin scheitert mit Corona-Forderungen vor Gericht

Eine Schülerin aus dem Ortenaukreis ist mit der Forderung nach strengeren Corona-Schutzmaßnahmen vor Gericht gescheitert. Das Verwaltungsgericht Freiburg lehnte einen entsprechenden Eilantrag mit einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss vom Montag ab (2K 2971/20).

Die Schülerin wollte mit ihrem Antrag vom 11. September, der sich gegen den Träger der Schule und das Land Baden-Württemberg richtet, erreichen, dass alle Klassenzimmer dauerhaft belüftet werden. Außerdem sollte in allen Klassenzimmern ein Mindestabstand von 1,5 Meter gelten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sollte verpflichtend sein und in allen Klassenzimmern eine Luftqualitätsüberwachung installiert werden.

Der Staat verletze seine Schutzpflicht nur, wenn Schutzvorkehrungen überhaupt nicht getroffen würden oder die getroffenen Maßnahmen offensichtlich ungeeignet oder völlig unzulänglich seien, erläuterten die Richter in dem Beschluss. Ein solcher Fall liege bei den angeordneten Hygiene- und Abstandsregeln aber nicht vor. Unter anderem müssen die Klassenräume alle 45 Minuten gelüftet werden und es gelte außerhalb der Klassenräume eine Maskenpflicht.

Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Die Antragstellerin kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim einlegen.

 

Dienstag, 15. September, 16.35 Uhr: Landratsamt Unterallgäu zieht Maskenpflicht für Mitarbeiter in Kindertagesstätten zurück

Beschäftigte in den Unterallgäuer Kindertagesstätten müssen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Das Landratsamt hat die am Montag ausgerufenen Maßnahmen teilweise aufgehoben, heißt es in einer Pressemitteilung. Wie das Landratsamt zu der Entscheidung kam, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 15. September, 15.50 Uhr: Kultusminister Piazolo: Keine Verlängerung der Maskenpflicht im Unterricht geplant

Eine Verlängerung der Maskenpflicht im Unterricht an Bayerns Schulen ist nach den Worten von Kultusminister Michael Piazolo derzeit nicht geplant. Der Freie-Wähler-Politiker betonte, die Maskenpflicht sei natürlich für alle in den Schulen eine "Zumutung".

Ohne einen neuen Beschluss laufe die Maskenpflicht damit Ende der Woche aus. Dieser sei derzeit auch nicht geplant, sagte Piazolo am Dienstag. Was laut ihm gegen eine Verlängerung der Maskenpflicht spricht, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 15. September, 15.30 Uhr: Massentest nach Kneipentour in Garmisch: Bisher nur drei Infizierte

Nach der Kneipentour einer mit dem Coronavirus infizierten 26-Jährigen in Garmisch-Partenkirchen sind bisher nur drei weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Etwa 1.000 hatten wegen des Vorfalls von Freitag bis Montag einen Abstich nehmen lassen. Etwa 700 der Tests waren am Dienstag ausgewertet, wie Landrat Anton Speer (Freie Wähler) bekannt gab.

Im Bereich der US-Streitkräfte, wo die 26-Jährige arbeitet, haben sich dem Landratsamt zufolge 24 Menschen infiziert. Die US-Amerikanerin war vergangene Woche trotz Krankheitsymptomen und Quarantäneauflage durch Bars gezogen. Ob sie die insgesamt 28 Menschen angesteckt hat oder es andere Quellen gibt, ist weiter unklar. Die Hintergründe zum Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen erfahren Sie hier.

 

Dienstag, 15. September, 14.35 Uhr: Coronavirus im Allgäu: Die aktuellen Fälle in der Region

Das Coronavirus bestimmt seit Wochen das Leben im Allgäu. Zu Beginn der Pandemie stiegen die Zahlen der Corona-Fälle täglich an, dann war das Allgäu einige Zeit corona-frei. Seit Ende Juli gibt es wieder Neuinfektionen in der Region, vor allem seit Anfang September treten immer mehr Corona-Fälle im Allgäu auf. Unsere Übersicht zeigt die aktuellen Fallzahlen in der Region.

 

Dienstag, 15. September, 13.44 Uhr: Spahn: Herdenimmunität durch freiwillige Corona-Impfung erreichbar 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut betont, dass keine Impfpflicht gegen das Coronavirus eingeführt werden soll. "Es wird zu einer freiwilligen Impfung kommen", sagte Spahn am Dienstag in Berlin. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten sich in Deutschland demnach 55 bis 65 Prozent der Bürger impfen lassen. "Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel einer ausreichend hohen Impfquote freiwillig erreichen." Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) gehen weiterhin davon aus, dass es im kommenden Jahr einen Corona-Impfstoff für große Teile der Bevölkerung geben wird.

Dafür wird die beschleunigte Impfstoffentwicklung des Tübinger Biotechunternehmens Curevac sowie der Mainzer Firma Biontech gefördert. Als drittes Unternehmen soll die Firma IDT Biologika aus Dessau-Roßlau finanzielle Mittel erhalten, die Gespräche dazu liefen aber noch, wie Karliczek betonte.

"Wir setzen nicht nur auf einen Impfstoff, nicht nur auf ein Entwicklerteam und auch nicht auf nur eine Technologie, sondern wir wollen ein breites Portfolio fördern", sagte Spahn. Mit der Förderung würde auch der Wissenschafts-, Wirtschafts- und Biotechnologiestandort Deutschland gestärkt.

 

Dienstag, 15. September, 13.14 Uhr: Bundesforschungsministerin: Corona-Impfstoff für viele Menschen kommt erst Mitte 2021

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek geht weiterhin davon aus, dass es erst im kommenden Jahr einen Corona-Impfstoff für große Teile der Bevölkerung geben wird. Absolute Priorität habe die Sicherheit. Ein Impfstoff könne nur zur Anwendung kommen, wenn der Nutzen höher sei als die Risiken.

 

Dienstag, 15. September, 12.54 Uhr: Polizei holt Maskenverweigerer aus Kemptener Bankfilialen

In zwei Bankfilialen in Kempten haben sich am Montag drei Kunden geweigert, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Die Polizei musste sie aus der Bank bringen - hier der Bericht der Beamten.

 

Dienstag, 15. September, 12.31 Uhr: Sparkassen: Viele Mittelständler in Corona-Krise mit Polster 

Die meisten mittelständischen Unternehmen sind aus Sicht des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) stark genug, um die Corona-Krise zu überstehen. "Die Krise traf den Mittelstand zwar unerwartet, aber nicht unvorbereitet", teilte Verbandspräsident Helmut Schleweis am Dienstag mit. "Viele Unternehmen haben in den vergangenen guten Jahren vorbildlich gewirtschaftet, Gewinne wurden überwiegend im Unternehmen gelassen." Die durchschnittliche Eigenkapitalquote bei den Unternehmen liege bei 39 Prozent. Temporäre Verluste könnten so aus eigener Kraft kompensiert werden.

Das geht aus dem aktuellen Mittelstandsindex hervor, den der Verband regelmäßig ermittelt. Dazu wertet der DSGV Geschäftsbilanzen und Kredit-Kennzahlen von mittelständischen Firmenkunden mit einem Jahresumsatz von bis zu 250 Millionen Euro aus.

"Ich bin vorsichtig optimistisch", sagte Schleweis. "Wir müssen alles daransetzen, damit aus den positiven Signalen der vergangenen Wochen ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung wird."

Nicht alle Unternehmen könnten jedoch auf ein großes Eigenkapitalpolster zurückgreifen. Vor allem im Gastgewerbe, dem Transportwesen, bei privaten Dienstleistern sowie dem Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau fielen Verluste an. Hier wurden die Hilfen des Staates notwendig. Außerdem griffen vor allem Betriebe aus der Gastro-Branche auf Kredite zurück. In den ersten sechs Monaten nahm der Kreditbestand bei den Sparkassen aus diesem Sektor um mehr als 5 Prozent zu.

"Teile des Kreditwachstums flossen erwartungsgemäß als krisen- bedingtes Sicherheitspolster in die Liquiditätsbestände der Unter- nehmen", teilte der DSGV dazu mit. "Andererseits tätigen viele Mittelständler auch während der Krise wichtige Investitionen in ihre Unternehmen."

 

Dienstag, 15. September, 12.05 Uhr: Erste Ergebnisse nach Tests in Garmisch-Partenkirchen

Nach dem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen werden erste Ergebnisse der Massentests erwartet. Dann könnte klar werden, ob die Kneipentour einer infizierten 26-Jährigen tatsächlich mitverantwortlich war für das rapide Ansteigen der Infektionszahlen. Bis Montag ließen sich etwa 1000 Menschen testen. Erste Ergebnisse liegen bereits vor.

 

Dienstag, 15. September, 11.42 Uhr: AfD scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht im Landtag 

Die AfD kämpft auf allen Ebenen gegen die Maskenpflicht. Doch im Landtag müssen weiterhin alle Abgeordneten Mund und Nase verhüllen. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat einen Antrag der AfD-Fraktion auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Maskenpflicht abgewiesen.

 

Dienstag, 15. September, 10.57 Uhr: Statistisches Bundesamt: Anzeichen für weitere Erholung der deutschen Wirtschaft 

Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Corona-Absturz setzt sich nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes fort. Nach dem tiefen Einbruch im zweiten Quartal "konnte sich die deutsche Wirtschaft in den Sommermonaten Juli und August wieder etwas erholen", fassten die Wiesbadener Statistiker am Dienstag jüngste Konjunkturdaten zusammen.

In vielen Branchen lasse sich eine V-förmige Entwicklung beobachten - also ein deutlicher Anstieg nach dem herben Absturz. Allerdings sei trotz zuletzt teils kräftiger Zuwächse das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht. "Frühindikatoren (...) deuten eine weitere Erholung an", sagte Albert Braakmann, Leiter der Abteilung "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Preise" des Statistischen Bundesamtes.

Eine vorläufige Einschätzung, wie sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2020 entwickelt hat, wollte Braakmann nicht abgeben. Er verwies auf den geplanten Veröffentlichungstermin am 30. Oktober.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hatten im März und April weite Teile der deutschen Wirtschaft lahmgelegt. Die Folge: Im zweiten Vierteljahr sackte das BIP um 9,7 Prozent zum Vorquartal ab. Dies war deutlich stärker als während der Finanzmarktkrise 2008/2009 und der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen in Deutschland 1970.

 

Dienstag, 15. September, 10.26 Uhr: Viel Kurzarbeit in Bayern - vor allem in der Autoindustrie 

Fast alle Autohersteller und Zulieferer in Bayern setzen auf Kurzarbeit. 92 Prozent der Betriebe dieser Branche nutzen diese, wie eine am Dienstag veröffentlichte Sonderauswertung des Münchner Ifo-Institut für den August ergeben hat. Bundesweit liege der Schnitt der Branche bei 65 Prozent. Aber auch 72 Prozent der Betriebe im bayerische Maschinenbau haben ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt (Bund: 61 Prozent), ebenso die Hersteller von Metallerzeugnissen (Bund: 67 Prozent).

Der Durchschnitt der Industrie in Bayern liege bei 61 Prozent der Betriebe, bundesweit seien es 53 Prozent. Auch viele bayerischen Dienstleister sind nach Ifo-Angaben von Kurzarbeit betroffen: 42 Prozent der Betriebe nutzen diese, deutschlandweit sind es 33 Prozent.

 

Dienstag, 15. September, 8.50 Uhr: Weltrisikobericht 2020 warnt vor Risiken der Corona-Pandemie 

Zivile Hilfsexperten mahnen im Weltrisikobericht 2020 einen besseren Schutz für Flüchtlinge und Migranten vor den Folgen der Corona-Pandemie an. Diese verschärfe "die ohnehin prekären Verhältnisse, in denen viele der derzeit fast 80 Millionen Geflüchteten und Vertriebenen weltweit leben", warnten die Autoren am Dienstag bei der Veröffentlichung der Untersuchung. "Folglich besteht ein erhöhtes Risiko, dass ein solches Ereignis zur humanitären Katastrophe wird", heißt es in dem Bericht, der vom Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum (IFHV) veröffentlicht wurde.

"Auch Wanderarbeiter und Wanderarbeiterinnen sind von den Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen. Im Fall eines extremen Naturereignisses sind sie daher besonders verwundbar", heißt es.

Der Weltrisikobericht enthält als zentrales Element den Weltrisikoindex 2020, der für 181 Länder das Risiko angibt, dass dort ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Seit 2018 wird der Index vom IFHV berechnet. Die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind demnach die tropischen Inselstaaten Vanuatu, Tonga und Dominica. Für Dominica konnte das Risiko aufgrund verbesserter Datenlage erstmals berechnet werden. Insgesamt befinden sich die Hotspot-Regionen des Katastrophenrisikos in Ozeanien, Südostasien, Mittelamerika sowie in West- und Zentralafrika. Deutschland liegt mit einem sehr geringen Katastrophenrisiko auf Rang 162.

 

Dienstag, 15. September, 8.07 Uhr: Finanzlöcher im Krankenhaus - Reformrufe mehren sich

In Sachen Geld hat die Corona-Krise seltsame Auswirkungen auf Deutschlands Krankenhäuser - leere Betten lohnen sich, nicht aber die Behandlung von Covid-19-Patienten. Die Folge: neue Reformrufe in der Krankenhausfinanzierung.

 

Dienstag, 15. September, 7 Uhr: Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen: Erste Massentest-Ergebnisse erwartet

Quarantäne missachtet - und andere gefährdet: Der Fall der möglichen Superspreaderin von Garmisch-Partenkirchen soll Konsequenzen haben. Zuerst einmal geht es aber um die Frage: Hat die Frau wirklich viele Menschen angesteckt?

 

Dienstag, 15. September, 6.44 Uhr: Faschingsfeiern in Dietmannsried wegen Corona abgesagt

In Dietmannsried (Landkreis Oberallgäu) wird es 2021 keinen Fasching geben. Für die Gemeinde mit jährlich sieben Narrensitzungen, zu denen insgesamt etwa 3.000 Besucher kommen, ist das eine harte Nachricht. Grund für die Absage ist Corona. Wie es nun für die aschingsgesellschaft Dietmannsried weitergeht. 

 

Dienstag, 15. September, 6.25 Uhr: Die Lage nach Corona-Ausbruch in Kaufbeurer Seniorenheim

„Es ist eine herausfordernde Zeit“, sagt Wolfgang Scupin, Leiter des Alten- und Pflegeheims der Hospitalstiftung in Kaufbeuren. In der Einrichtung gab es jüngst einen Corona-Ausbruch. Am Montagnachmittag sprach Thomas Brandl, Pressesprecher des Landratsamts Ostallgäu, von insgesamt 22 Bewohnern und sechs Mitarbeitern, die positiv getestet wurden. Ein Mensch starb.

Wegen der Corona-Fälle ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren derzeit so hoch wie in keiner anderen deutschen Stadt. Dieser Wert bildet die Fälle der letzten sieben Tage pro 100 .000 Einwohner ab. Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit lag die Marke am Montag bei 75,18.  So ist die aktuelle Lage im Kaufbeurer Altenheim.

 

Dienstag, 15. September, 6 Uhr: 1.407 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die aktuellen Zahlen: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1407 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 15.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montagabend bei 1,18 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Montag, 14. September, 21.30 Uhr: Slowakei stuft Nachbarn Tschechien als Corona-Risikoland ein

Die Slowakei hat ihre ehemalige Schwesterrepublik Tschechien zum Corona-Risikoland erklärt. Wie Außenamts-Staatssekretär Martin Klus nach einer Sitzung des nationalen Corona-Krisenstabes am Montagabend auf Facebook mitteilte, müssen Einreisende aus dem Nachbarland künftig einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eine mindestens fünftägige Heimquarantäne antreten. Die Vorschrift trete am Freitag in Kraft.

Für die Nachbarländer Österreich und Ungarn gab die Kommission die Empfehlung aus, nicht notwendige Reisen dorthin zu vermeiden. Ob die Grenze zum größten Nachbarland Ukraine geschlossen wird, wie vielfach erwartet, sei noch nicht entschieden worden, erklärte Klus.

Die 5,4 Millionen Einwohner zählende Slowakei verzeichnete bis Montag nur 5580 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 38 coronabedingte Todesopfer. Damit gehört sie zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Ländern Europas. Zuletzt sind die täglichen Neuinfektionen aber rasant angestiegen.

 

Montag, 14. September, 20 Uhr: Fan-Rückkehr in Bundesliga-Stadien schneller als gedacht? Beratungen am Dienstag

Der Eindruck der glückseligen Fans im DFB-Pokal wirkte noch nach, als selbst CSU-Chef Markus Söder einlenkte. Nach wochenlanger Abwehrhaltung sieht der einflussreiche bayerische Ministerpräsident inzwischen "eine Chance" für eine schnelle Rückkehr der Zuschauer in die Fußball-Stadien.

Schon am Dienstag (16.00 Uhr) beraten nach dpa-Informationen die Chefs der Staatskanzleien der Länder über eine bundeseinheitliche Lösung, die früher kommen soll als Ende Oktober.

 

Montag, 14. September, 19 Uhr: Berichte: Airbus-Chef warnt Belegschaft vor Entlassungen 

Airbus-Chef Guillaume Faury hat die Belegschaft Berichten zufolge vor einer schwereren und länger als erwartet andauernden Krise gewarnt. Es sei "unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen" ausreiche, um 15.000 Arbeitsplätze abzubauen, zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung La Tribune am Montag aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Airbus bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass am Freitag ein entsprechender Brief Faurys an die Belegschaft gegangen sei - machte aber keinerlei Angaben zum Inhalt. Der Brief sei Teil des ständigen Dialogs zwischen Management und Mitarbeitern, hieß es lediglich. Airbus hatte wegen der Corona-Krise die Produktionspläne gekappt und den Abbau von weltweit 15.000 der rund 90.000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte angekündigt. Auch mehrere Tausend Stellen in Deutschland sind von dem Sparplan betroffen.

Corona hatte den Luftfahrt- und Rüstungskonzern tief in die roten Zahlen gerissen. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand im zweiten Quartal unterm Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro. "Die Halbjahresergebnisse, die wir Ende Juli veröffentlichten, zeigten, dass unsere Kosten während dieser Krise unsere Einnahmen bei weitem überschritten hatten", soll es nun den Berichten nach in dem Brief von Faury heißen. Man müsse daher bei Produktion, Einkäufen, Projekten, Investitionen und leider auch der Belegschaft Anpassungen vornehmen.

 

Montag, 14. September, 18 Uhr: Kabinett segnet 17 neue Krankenhaus-Vorhaben ab

Bayerns Kabinett hat grünes Licht für 17 neue Krankenhaus-Vorhaben im Gesamtwert von 344 Millionen Euro gegeben. "Bayern baut auch während der Corona-Krise die Krankenhäuser weiter aus", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag in München. Die Kliniken hätten insbesondere zu Beginn der Pandemie massive Zusatzbelastungen getragen und die Herausforderung ausgezeichnet gemeistert. "Umso wichtiger ist es, Gebäude und Ausstattung kontinuierlich zu modernisieren und auszubauen." Welche Kliniken in Bayern davon profitieren, erfahren Sie hier.

 

Montag, 14. September, 17.30 Uhr: Zahl der coronainfizierten Schüler in Bayern verdoppelt 

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach am Montag von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen - ein Fall weniger. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 150.000 Lehrkräfte. Die Schule läuft nach dem Ende der großen Ferien seit dem 8. September wieder. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

"Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Dem Ministerium zufolge sind momentan rund 2490 Schüler sowie knapp 400 Lehrer in Quarantäne. Oft wurden ganze Klassen heimgeschickt. Es kam aber auch schon zu Schulschließungen. So findet etwa an der Mittelschule in Furth im Wald kein Präsenzunterricht statt. Corona-Fälle gibt es auch an Kindertagesstätten: Rund 50 Einrichtungen sind ganz oder teilweise geschlossen.

Noch bis Ende der Woche laufen freiwillige Reihentests für Lehrer. Rund 60 Prozent wollen dem Kultusministerium zufolge teilnehmen. Nach den Herbstferien sollen die Tests wiederholt werden. In Rosenheim müssen nun auch Grundschüler im Unterricht Masken tragen, weil der kritische Warnwert von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wurde.

 

Montag, 14. September, 17.15 Uhr: Corona-Fälle im Ostallgäu häufen sich - von "Hotspots" will keiner sprechen

Umgerechnet auf 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen 26,4 Ostallgäuer mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert. Dies geht aus Zahlen des Landesgesundheitsamt Bayern hervor. Am Wochenende erhöhte sich die Zahl der Fälle im Landkreis um zehn. Damit infizierten sich seit Beginn der Pandemie 643 Menschen im Ostallgäu. Obwohl sich die Fälle an einigen Orten häufen, will Thomas Brandl vom Büro der Landrätin nicht von "Hotspots" sprechen

 

Montag, 14. September, 16.30 Uhr: Corona-Opfer in Ottobeurer Pflegeheim

In einem Ottobeurer Senioren- und Pflegeheim sind nach aktuellem Stand vier Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, eine der Personen wird im Krankenhaus behandelt. Eine ebenfalls erkrankte 90-Jährige Frau ist am Wochenende gestorben – laut der Pflegedienstleitung hatte sie sich bereits zuvor aufgrund mehrerer anderer Krankheitsbilder in schlechtem gesundheitlichem Zustand befunden.

Zuletzt hatte dieser sich aufgrund der Corona-Infektion noch zusätzlich zugespitzt. Auch zwei weitere Bewohner starben am Wochenende – dies stand jedoch nach Angaben der Pflegedienstleitung nicht im Zusammenhang mit Corona. Positiv waren wie berichtet auch sechs Mitarbeiter getestet worden, insgesamt zwölf befinden sich derzeit in Quarantäne. Es wurden zusätzliche Zeitarbeitskräfte gewonnen, um das Team angesichts der erhöhten Arbeitsbelastung zu unterstützen.

Bis auf Weiteres gelten in der Einrichtung erhöhte Infektionsschutzmaßnahmen nach einem bestehenden Pandemieplan, die betroffenen Bewohner werden in einem gesonderten Bereich versorgt und für die Einrichtung besteht ein Besuchsverbot.

 

Montag, 14. September, 15.40 Uhr: "Herbstmarkt" in Memmingen abgesagt

Eigentlich sollte es im Oktober dieses Jahres einen "Herbstmarkt" anstelle eines Jahrmarkts am Westertorplatz in Memmingen geben. Wegen des derzeitigen Infektionsgeschehens mit Covid-19 hat die Memminger Stadtspitze nun beschlossen, auch die geplante Ersatzveranstaltung des Schaustellerverbandes nicht zu genehmigen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Montag, 14. September, 15.10 Uhr: Nach Corona-Fällen: Diese Regeln gelten jetzt im Unterallgäu

Nachdem der Landkreis Unterallgäu am Wochenende den Corona-Frühwarnwert überschritten hatte, wurden am Montag erste Maßnahmen beschlossen. Diese betreffen fürs Erste ausschließlich Kindergärten, Kindertagesstätten und Krippen im Landkreis. „Es wird dort ab sofort einen eingeschränkten Regelbetrieb geben“, erklärte Amtssprecherin Sylvia Rustler auf Anfrage unserer Redaktion. Die neuen Corona-Regeln für das Unterallgäu finden Sie hier.

 

Montag, 14. September, 15 Uhr: Vorerst keine neuen Corona-Regeln in Kaufbeuren

Vertreter des Gesundheitsamtes sind mit der Stadt Kaufbeuren im ständigen Austausch. Laut Thomas Brandl, Sprecher des Landratsamts Ostallgäu, werde die Lage stets aktuell bewertet. Derzeit sieht Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse keinen Anlass für lokale Corona-Maßnahmen, die über die Vorgaben des Freistaats Bayern hinaus gehen (Stand 12.30 Uhr). Das könne sich aber schnell ändern, wenn weitere Fälle bekannt würden.

Zum Falle eines Kindes, das positiv getestet wurde und zuvor einen Kindergeburtstag besucht hatte, sagt Brandl: „Die Kinder, die auf dem Fest waren, sind derzeit alle unter Quarantäne.“ Es gibt keine Angaben dazu, um wie viele Kinder es sich handelt. Auch wann weiter Testergebnisse vorliegen ist unklar.

 

Montag, 14. September, 15 Uhr: Corona-Fall in Nesselwanger Kindergarten: Kinder und Personal müssen in Quarantäne

Im Kindergarten St. Andreas in Nesselwang ist ein weiterer Corona-Test positiv ausgefallen. Damit müssen sich nun alle Kinder und das gesamte Personal, das vergangene Woche in der Einrichtung betreut wurde beziehungsweise tätig war, in häusliche Quarantäne begeben und an der Reihentestung teilnehmen, teilt der Kindergarten auf seiner Homepage mit. Die Schließung der Einrichtung verlängert sich bis einschließlich Freitag, 25. September.

 

Montag, 14. September, 14.50 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "Superspreaderin" von Garmisch

Nach einem schweren Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen eine mutmaßliche "Superspreaderin". Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Mayer am Montag. "Was im Raum steht, ist ein mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften." Der Münchner Merkur hatte zuerst darüber berichtet.

Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitsanzeichen durch verschiedene Kneipen gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben des Landratsamts hatte sich testen lassen. Bis zum Ergebnis hätte sie in Quarantäne bleiben müssen. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass deutsches Recht gilt.

Die Frau arbeitete in einem Hotel für US-Streitkräfte und deren Familien. Die Ferienunterkunft wurde am Montag für zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrere Beschäftigte positiv getestet wurden, wie das Hotel auf seiner mitteilte.

 

Montag, 14. September, 14.30 Uhr: Scholz will Kampf gegen Steuerbetrug vorantreiben: Doch Betriebe haben in der Corona-Krise andere Sorgen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) beharrt auf der Umstellung von Ladenkassen zur Vermeidung von Steuerbetrug und lehnt einen nochmaligen Aufschub ab. Eine Sprecherin sagte am Montag in Berlin, das Finanzministerium habe die Finanzbehörden der Länder gebeten, Regelungen für eine Verlängerung der Frist nicht umzusetzen. Es habe genügend Zeit zur Vorbereitung gegeben. Sie betonte zugleich, das Kassengesetz sei ein wichtiger Baustein, um Steuerbetrug zu bekämpfen. Es handle sich um eine bundesgesetzliche Regelung.

Die meisten Bundesländer dagegen hatten mit Blick vor allem auf die Corona-Krise deutlich gemacht, sie wollten die Frist zur Umstellung der Registrierkassen von Ende September auf Ende März verlängern. In der Wirtschaft wurde dies begrüßt. So hatte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer Anfang August der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die Umstellung koste viel Geld und Zeit, und das mitten in der Pandemie-Zeit. Es handle sich um Hunderttausende Kassen in Deutschland, die umgerüstet werden müssen. 

Die Corona-Krise sorgt derzeit in Bayern für den größten Steuerverlust seit 75 Jahren.

 

Montag, 14. September, 13.35 Uhr:  Superspreaderin auf Kneipentour: 700 Menschen in Garmisch-Partenkirchen getestet

Sie ging Feiern, obwohl sie eigentlich in Corona-Quarantäne sein musste. Eine Amerikanerin hat in Garmisch-Partenkirchen offenbar viele andere mit dem Corona-Virus angesteckt. Hunderte Menschen ließen sich nun testen.

 

Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung in unserer Zusammenfassung

Das bayerische Kabinett hat am Montagvormittag über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft und Industrie in Bayern beraten - und was die Politik dagegen tun kann. Im Zentrum stand die Autoindustrie mitsamt ihrer Zulieferbetriebe. Die Ergebnisse lesen Sie in unserer aktuellen Zusammenfassung.

 

Montag, 14. September, 13 Uhr: Die Pressekonferenz zur Kabinetts-Sitzung im Live-Stream

Ministerpräsident Markus Söder informiert über die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung am Vormittag

 

Montag, 14. September, 11.53 Uhr: Umfrage: Schulen schlecht vorbereitet auf mögliche neue Schließungen

Die Schulen in Deutschland sind einer Umfrage zufolge nur schlecht auf mögliche neue Schließungen wegen der Corona-Pandemie vorbereitet. Wie eine repräsentative Befragung durch den Digitalbranchenverband Bitkom zeigt, geben die Bürger den Schulen im Durchschnitt gerade mal die Schulnote 4,3 bei der Frage, wie sie die Vorbereitungen auf einen "möglichen neuen Lockdown" mit Blick auf die Aufrechterhaltung des Unterrichts beurteilen. Von Eltern schulpflichtiger Kinder gibt es nur ein "mangelhaft" (4,6). Der Stand der Digitalisierung (Geräte, Internetanbindung oder digitale Unterrichtsinhalte) an den Schulen wird lediglich mit "ausreichend" bewertet (4,2 Eltern, 4,2 alle Befragten).

Digitalisierungsgegner gibt es der Umfrage zufolge so gut wie keine: Nur drei Prozent aller Befragten sagen, digitale Technologien wie Computer oder Tablets sollten in Schulen nichts zu suchen haben. Eine große Mehrheit ist dafür, dass Computer, Smartboards oder Tablets in allen Schulen Standard sein sollten (88 Prozent, Eltern 93 Prozent). Die allermeisten finden es wichtig, dass Schulen technisch besser ausgestattet und an schnelles Internet angeschlossen werden, dass alle Schüler mit Laptops oder Tablets ausgestattet werden und Lehrer regelmäßig in digitalen Kompetenzen weitergebildet werden.

 

Montag, 14. September, 11 Uhr: Kind infiziert: Corona-Fall in Nesselwanger Kindergarten

Der Kindergarten St. Andreas in Nesselwang (Landkreis Ostallgäu) ist wegen eines bestätigten Corona-Falles geschlossen. Kinder und Mitarbeiter, die die Einrichtung Anfang vergangener Woche besucht haben, müssen sich auf eine Anordnung des Gesundheitsamtes vom Samstag hin bis 14 Tage nach dem letzten Kontakt mit der betroffenen Person in häusliche Quarantäne begeben, teilt die Einrichtung auf ihrer Homepage mit. Zudem gibt es eine Reihentestung im Kindergarten.

Gegenüber der Allgäuer Zeitung wollte die Kindergartenleitung keine weitere Auskünfte geben. Der Mitteilung im Internet zufolge bliebt der Kindergarten bis voraussichtlich Dienstag, 22. September, geschlossen. Eine Kinderbetreuung ist in dieser Zeit nicht möglich. Im Kindergarten St. Andreas werden in diesem Kindergartenjahr 115 Kinder in fünf Gruppen, darunter eine integrative, betreut. (mar)

 

Montag, 14. September, 10.08 Uhr: Markus Söder im Interview: „Der Freistaat Bayern wird wie der FC Bayern gesehen"

Markus Söder bleibt dabei: Sein Platz ist in Bayern. Im Exklusiv-Interview mit unserer Zeitung spricht der Ministerpräsident über seine Zukunft, Verantwortung im Kampf gegen Corona und die weiß-blaue Maske.

 

Montag, 14. September, 9.27 Uhr: Lesbos: Tausende Menschen harren weiterhin im Freien aus

Tausende Migranten haben auf Lesbos eine weitere Nacht im Freien verbracht. Mit dem ersten Tageslicht seien weitere Migranten ins provisorische Zeltlager von Kara Tepe eingezogen, teilte das Migrationsministerium am Montag mit. Alle würden auf Corona getestet.

Viele Menschen zögern weiterhin, in dieses Camp zu gehen. Gerüchte machen die Runde, denen zufolge das provisorische Lager eine Art Gefängnis werden könnte, das niemand verlassen kann. Zudem hindern nach Augenzeugenberichten überwiegend aus Afghanistan stammende Migranten ihre Landsleute daran, ins Camp Kara Tepe zu gehen, wie es aus Regierungskreisen heißt.

Viele Migranten glauben, mit den Bildern vom Elend der Menschen, die weltweit gezeigt werden, könnten nun alle Migranten zum griechischen Festland und danach nach Westeuropa gebracht werden. Der stellvertretende Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos hält dem allerdings entgegen: "Wer denkt, er könne zum Festland und dann nach Deutschland reisen, der soll es vergessen."

Die griechischen Sicherheitskräfte bereiten nach Informationen örtlicher Medien in den nächsten Tagen eine umfangreiche Aktion vor, um alle Migranten von den Straßen zu holen und ins Zeltlager zu bringen. Der griechische Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, hatte bereits am Vortag die radikalen Migranten gewarnt: Wer Menschen daran hindere, ins Lager zu gehen, müsse mit harten Strafen rechnen, sagte er im Staatsfernsehen (ERT).

 

Montag, 14. September, 8.45 Uhr: Söder will Augsburger Industrie mit 100 Millionen Euro helfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will dem angeschlagenen Industriestandort Augsburg mit 100 Millionen Euro unter die Arme greifen. "Wir werden in Augsburg ein großes Zentrum für die Weiterentwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz schaffen", sagte der CSU-Chef im Interview mit der Augsburger Allgemeinen. Zudem soll die schwäbische Stadt laut Söder mit dem Geld als Zentrum für die Weiterentwicklung von Wasserstoff als Kraftstoff gefördert werden.

Mehrere große Augsburger Unternehmen haben in den vergangenen Monaten Einschnitte wegen der Corona-Krise angekündigt. So will der in Augsburg ansässige Großmotorenhersteller MAN Energy Solutions 1650 Arbeitsplätze in Deutschland und 950 im Ausland streichen. Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec sind zudem am Unternehmenssitz in Augsburg rund 1000 Jobs und in Norddeutschland weitere 1800 Stellen gefährdet.

Das bayerische Kabinett will am Montag (10.00 Uhr) über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft und Industrie in Bayern beraten. Im Zentrum steht die Autoindustrie mitsamt ihrer Zulieferbetriebe. Aber auch die in Schwaben stark vertretene Luft- und Raumfahrtindustrie soll gefördert werden.

 

Montag, 14. September, 8.10 Uhr: Kaufbeuren liegt weiterhin über Warnwert - bundesweit auf Platz 2

Kaufbeuren hat am Wochenende den Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten und liegt auch am Montag im bundesweiten Verlgleich auf Platz 2. Neben Garmisch-Partenkirchen ist die Wertachstadt aktuell am stärksten vom Coronavirus betroffen. Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse sieht nach wie vor keinen Anlass zu Maßnahmen in der Stadt, die über die normalen Corona-Bestimmungen hinausgehen: Der Corona-Ausbruch war in einem Altenheim und ist somit örtlich einzugrenzen. Ein Bewohner des Pflegeheims war am Wochenende an Covid-19 verstorben.

 

Montag, 14. September, 7.55 Uhr: WHO meldet neuen Rekord an registrierten Corona-Neuinfektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut einen Rekord an neu gemeldeten Corona-Fällen innerhalb eines Tages registriert. Weltweit wurden zuletzt 307.930 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus am Sonntag veröffentlichten WHO-Daten hervorgeht. Das sind rund 1000 Fälle mehr als beim jüngsten Höchststand vor einer Woche.

Damit sind seit Bekanntwerden des Erregers Sars-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit mehr als 28,6 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist allerdings nach Einschätzung von Experten erheblich. Spitzenreiter bei den neuen Fällen sind nach absoluten Zahlen Indien, die USA und Brasilien. Auf Platz vier liegt Spanien mit rund 12.000 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Mehr als 917.000 Infizierte sind nach der WHO-Statistik (Stand Sonntag, 13.00 MESZ) weltweit bisher gestorben. Die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle blieb zuletzt laut WHO-Daten relativ konstant. Am Sonntag wurden rund 5500 Tote in 24 Stunden registriert.

 

Montag, 14. September, 7.11 Uhr: Umfrage in zwölf Ländern: Corona beschleunigt Abkehr vom Bargeld

Beim Bezahlen sind Deutsche und Österreicher konservativ - allerdings ist die Liebe zum Bargeld keine ewige, wie eine Umfrage zeigt: Die Corona-Krise beschleunigt nach einer Verbraucherstudie die allmähliche Abkehr der Europäer vom Bargeld. 

 

Montag, 14. September, 7 Uhr: Corona-Krise: Abendmahl in der Kirche mit besonderen Hostien

Einen Kelch mit Wein zum Abendmahl herumreichen? In der Corona-Krise ist das undenkbar. Viele Gemeinden möchten trotzdem nicht auf den Wein verzichten. Eine Bäckerei backt deshalb nun Weinhostien.

 

Montag, 14. September, 6.48 Uhr: Kehren Heizpilze durch Corona-Krise zurück?

Den einen gilt er als dekadenter Klimakiller, den anderen als Hoffnungsträger für die Gastronomie in der Corona-Krise. Viele bayerische Städte überdenken derzeit ihre Regeln für Heizpilze.

 

Montag, 14. September, 6.38 Uhr: Kabinett berät über Krise in der Autoindustrie und mögliche Hilfen

Ministerpräsident Söder rechnet mit einem massiven Stellenabbau im gesamten Bereich der Automobilindustrie. Deshalb will das Kabinett heute Vormittag beraten, ob und wie der Staat betroffene Regionen unterstützen kann.

 

Montag, 14. September, 6.25 Uhr: Zahl im Allgäu steigt von 134 auf 155

In der Region ist die Zahl der Infizierten wieder etwas angestiegen. Vor allem im Landkreis Unterallgäu. Am Sonntag lag der sogenannte Sieben-Tage-Index bei 38,9 im Landkreis. Was die neue Situation bedeutet und wie damit umgegangen wird, will die Koordinierungsgruppe des Landratsamts Unterallgäu am Montag beraten.

 

Montag, 14. September, 6 Uhr: 927 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Morgen und tollen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen mit den aktuellen Zahlen: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Montagmorgen 927 neue Corona-Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig - an Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 260.355 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 14.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9350. Seit dem Vortag wurde ein Todesfall mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 233.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,18 (Vortag: 1,15). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,08 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

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