Wirtschaft

Zwei Mercedes-Häuser fusionieren

Autohaus Mercedes Baumann in Memmingen

Durch den Zusammenschluss der Mercedes-Autohäuser Baumann und MedeleSchäfer entsteht eine Unternehmensgruppe, die einen Großteil von Schwaben und Oberbayern abdeckt. Unser Bild zeigt Elias Gallus (links) und Luca Nastic, die bei Baumann in Memmingen eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker machen.

Bild: Matthias Becker

Durch den Zusammenschluss der Mercedes-Autohäuser Baumann und MedeleSchäfer entsteht eine Unternehmensgruppe, die einen Großteil von Schwaben und Oberbayern abdeckt. Unser Bild zeigt Elias Gallus (links) und Luca Nastic, die bei Baumann in Memmingen eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker machen.

Bild: Matthias Becker

Baumann aus Memmingen und MedeleSchäfer decken nun Südbayern ab. Was das für Personal und Kunden bedeutet.
02.11.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Durch Größe wettbewerbsfähig bleiben: Dieser Gedanke steht hinter dem Zusammenschluss der Mercedes-Autohäuser „Wilhelm Baumann GmbH“ mit Sitz in Memmingen und der MedeleSchäfer-Gruppe mit Hauptstandort in Weilheim. Rund anderthalb Jahre hatten die Vorgespräche gedauert.

Die beiden Unternehmen könnten nun mit den weiteren Standorten in Füssen, Landsberg, Bad Wörishofen, Schwabmünchen und Königsbrunn quasi den ganzen Geschäftsbereich zwischen Augsburg, München und den Alpen abdecken, sagt Geschäftsführer Peter Schäfer. Letztlich lebe man in einer Zeit, in der nur noch eine gewisse Unternehmensgröße zukunftsweisend sei. Daher hatten sich bereits vor drei Jahren die Familienunternehmen „Autohaus Medele GmbH“ und „Schäfer + Waibl GmbH“ zusammen geschlossen.

Nach Fusion fast 500 Mitarbeiter

Die MedeleSchäfer-Gruppe beschäftigt bisher insgesamt etwa 410 Mitarbeiter, darunter 83 Auszubildende. Etwa 4400 Fahrzeuge werden pro Jahr verkauft und 52 000 Fahrzeuge durchlaufen jährlich den Werkstatt- und Servicebereich. Von der Firma Baumann kommen nun rund 70 Mitarbeiter hinzu; Sebastian Baumann bleibt Geschäftsführer in Memmingen, wo es bisher einen Jahresdurchlauf von etwa 10 000 Fahrzeugen gibt. Von dem nun größeren Fahrzeugbestand profitierten die Kunden, sagt Sebastian Baumann.

Einspareffekte durch Zusammenlegungen in der Verwaltung

Ein Personalabbau sei nicht geplant, betont Schäfer. Aber durch den Zusammenschluss könnten die Mitarbeiter über Standorte hinweg flexibler eingesetzt werden. Einspareffekte könne man zudem durch eine gemeinsame Lagerhaltung erzielen und durch Zusammenlegungen in der Verwaltung – beispielsweise bei Buchhaltung oder Marketing. Die Personalabteilung kommt an den Standort Memmingen. Weitere Zusammenschlüsse seien aktuell nicht geplant, sagt Schäfer – man wolle zunächst an den einzelnen Standorten wachsen.

Als wichtige Themen benennt Geschäftsführer Johannes Medele autonomes Fahren, Car-Sharing und die rasant fortschreitende Digitalisierung. Die Antriebsart allein sei nicht die Herausforderung, die es in der Automobilbranche zu meistern gebe. Die Wilhelm Baumann GmbH gibt im Rahmen des Zusammenschlusses ihren Autohaus-Geschäftsbetrieb an die neue Baumann GmbH ab, die ein Teil der Medele-Schäfer-Gruppe wird. Sein Geschäft im Bereich Telekommunikation und Informatik führt Baumann unter der Marke Precisa Telematics fort.

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Alle drei Unternehmen blicken auf eine lange Tradition zurück: Schäfer+Waibl wurde 1895 gegründet, Medele 1921 und Baumann ebenfalls in den frühen 1920ern.