Betrugsfall

45.000 Euro in den Hosentaschen: Polizei erwischt mehrere Betrüger

Die Bundespolizei hat an der Grenze mehrere Betrüger erwischt - und 45.000 Euro gefunden.

Die Bundespolizei hat an der Grenze mehrere Betrüger erwischt - und 45.000 Euro gefunden.

Bild: Matthias Becker

Die Bundespolizei hat an der Grenze mehrere Betrüger erwischt - und 45.000 Euro gefunden.

Bild: Matthias Becker

Bei einer Grenzkontrolle lässt ein Name die Beamten aufhorchen. Als sie die Personen durchsuchen, finden sie 45.000 Euro.
19.02.2021 | Stand: 07:59 Uhr

Die Bundespolizei hat am Dienstag bei den verstärkten Einreisekontrollen am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz 45.000 Euro nicht deklariertes Bargeld sichergestellt und einen lang gesuchten Betrüger verhaftet.

Bundespolizisten kontrollierten am Dienstagnachmittag vier Deutsche und einen Rumänen als Insassen eines in Deutschland zugelassenen Autos, berichtet die Polizei. Das Ergebnis der Fahndungsüberprüfung des rumänischen Beifahrers ließ die Beamten aufhorchen. Der 42-Jährige war als gewaltbereit und unter anderem wegen Geldwäsche und Betrugsdelikten bereits polizeibekannt.

Personen behaupten, dass sie auf eine Shopping-Tour gehen wollten

Die Polizisten fanden bei der Durchsuchung in den Hosentaschen aller fünf Personen vierstellige Bargeldbeträge. Die Summen lagen pro Person jeweils knapp unter der anmeldepflichtigen 10.000-Euro-Grenze. Die Insassen, bei denen es sich um Familienangehörige des Rumänen handelte, gaben an, erfolglos in Mailand auf Shoppingtour gewesen zu sein. Die Bundespolizisten stellten nach Rücksprache mit dem Zollfahndungsamt München die insgesamt 45.000 Euro sicher und entließen die in Schwaben wohnende Fahrgemeinschaft anschließend auf freien Fuß. Der Zoll ermittelt nun wegen Verdachtes der Geldwäsche.

Mann wurde seit vier Jahren wegen Betruges gesucht

Kurze Zeit später ging den Bundespolizisten ein slowakischer Staatsbürger ins Netz. Der 40-Jährige wurde bereits seit über vier Jahren von der Staatsanwaltschaft Heidelberg per Untersuchungshaftbefehl wegen gewerbsmäßigen Betruges gesucht. Dem mittlerweile in Österreich wohnhaften Slowaken wird vorgeworfen, in 65 Fällen EC-Karten per Lastschriftverfahren verwendet und damit Waren im Wert von mehreren tausend Euro erworben zu haben. Der Betrüger war sich jedoch von Vornherein im Klaren, dass die dazugehörigen Konten keinerlei Deckung aufwiesen. Die Beamten führten den Verhafteten am Folgetag dem Haftrichter beim Amtsgericht München vor und lieferten ihn anschließend in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim ein.

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