Bundestagswahl 2021

Aiwanger sorgt für Eklat und twittert verbotenerweise Prognose-Zahlen

Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger sorgte am Wahltag der Bundestagswahl 2021 für einen Eklat.

Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger sorgte am Wahltag der Bundestagswahl 2021 für einen Eklat.

Bild: Matthias Balk, dpa

Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger sorgte am Wahltag der Bundestagswahl 2021 für einen Eklat.

Bild: Matthias Balk, dpa

Vorab-Veröffentlichen von Nachwahlbefragungen sind verboten. Freie-Wähler-Chef Aiwanger blies die Zahlen trotzdem ins Netz - und bettelte um letzte Stimmen.
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dpa
26.09.2021 | Stand: 18:24 Uhr

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist wegen der kurzzeitigen Veröffentlichung von Wahlprognose-Zahlen in die Kritik geraten. In einem Tweet auf Aiwangers Profil, der wenig später wieder gelöscht wurde, wurden am Sonntag während der noch laufenden Stimmabgabe Zahlen aus einer Nachwahlbefragung der Forschungsgruppe Wahlen genannt - verbunden mit dem Aufruf, die "letzten Stimmen" noch den Freien Wählern zu geben.

Aiwanger twittert verbotenerweise Prognose-Zahlen: CSU fordert Konsequenzen

CSU-Generalsekretär Markus Blume griff Aiwanger scharf an und forderte Konsequenzen. "Hubert Aiwanger verbreitet vor 18 Uhr Prognoseergebnisse und verbindet sie mit einem Wahlaufruf", schrieb Blume auf Twitter und fügte hinzu: "Ein unglaublicher Fall von Wahlmanipulation und Wählerbeeinflussung. Das ist zutiefst undemokratisch und muss Konsequenzen haben!"

"Und das als stellvertretender Ministerpräsident. Geht gar nicht", schloss sich die Grünen-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, an. Der Generalsekretär der Bayern-SPD, Arif Tasdelen, forderte ebenfalls im Kurznachrichtendienst Konsequenzen: "Jetzt ist das Maß endgültig voll. Aiwanger ist nicht mehr tragbar und muß von Ministerpräsident Söder entlassen werden."

"Vorabzahlen rausposten ist peinlich und unprofessionell"

Auch der FDP-Landeschef Daniel Föst meldete sich mit deutlichen Worten: "Vorabzahlen rausposten ist peinlich und unprofessionell. Passt also ins Bild bei den Freien Wählern und vor allem zu Aiwanger." Laut Bundeswahlgesetz ist es eine Ordnungswidrigkeit, vor Schließung der Wahllokale "Ergebnisse von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe über den Inhalt der Wahlentscheidung" zu veröffentlichen. Dies kann "mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden".

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