Allerheiligen und Corona

Allerheiligen 2020 in Corona-Zeiten: So laufen Gottesdienste und Totengedenken in diesem Jahr

Allerheiligen 2020 und Allerseelen sind in Corona-Zeiten für viele Gläubige eine besondere Herausforderung. Denn die üblichen Feiern wird es in der gewohnten Form wohl nicht geben.

Allerheiligen 2020 und Allerseelen sind in Corona-Zeiten für viele Gläubige eine besondere Herausforderung. Denn die üblichen Feiern wird es in der gewohnten Form wohl nicht geben.

Bild: Matthias Becker

Allerheiligen 2020 und Allerseelen sind in Corona-Zeiten für viele Gläubige eine besondere Herausforderung. Denn die üblichen Feiern wird es in der gewohnten Form wohl nicht geben.

Bild: Matthias Becker

Allerheiligen 2020 ist in Corona-Zeiten für viele Gläubige eine besondere Herausforderung. Denn die üblichen Feiern wird es in dieser Form wohl nicht geben.
Von Allgäuer Zeitung
14.10.2020 | Stand: 10:01 Uhr

Allerheiligen 2020 ist ein katholischer Feiertag. Als ein Hochfest der katholischen Kirche finden an diesem Tag üblicherweise Gottesdienste statt, am Allerheiligennachmittag konkret Totenrosenkranz, Andacht und Totenvesper.

In Corona-Zeiten ist an Allerheiligen 2020 vieles anders

Doch in Zeiten von Corona sind Allerheiligen am Sonntag, 1. November 2020, und Allerseelen am 2. November anders, wie so vieles in Zeiten der Pandemie. "Das Totengedenken an Allerheiligen und Allerseelen wird sich in der Regel auf die Segnung der Gräber auf dem Friedhof beschränken müssen", heißt es beim Bistum Augsburg. Auf einen eigenen Gottesdienst am Nachmittag von Allerheiligen 2020 sollte verzichtet werden.

Totengedächtnis und Segnung der Gräber sollen jedoch nicht ganz ausfallen, das wäre "auch vor dem Hintergrund der Pandemie ein falsches Signal", so das Bistum in einem Schreiben des Generalvikariats weiter. Allerdings gebe es Einschränkungen:

  • Die Feier sollte maximal 30 Minuten lang sein 2020.
  • Die Regeln für Abstand und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz müssten eingehalten werden.
  • Weihwasser solle nicht an jedem einzelnen Grab gespendet werden, sondern nur an ausgesuchten Punkten des Friedhofs.
  • Durch mehrere Feiern auf dem Friedhof könne die Zahl der Mitfeiernden reguliert werden.
Das Bistum empfahl außerdem, in den Gottesdiensten zum Allerheiligenfest vormittags die Namen aller Verstorbenen der Gemeinde seit dem letzten Allerheiligenfest zu nennen. Durch die Pandemie hätten viele Gemeindemitglieder nur eingeschränkt die Möglichkeit gehabt, sich in der gewohnten Weise von einem verstorbenen Angehörigen zu verabschieden.

Allerheiligen ist nicht nur in Bayern ein Feiertag

An Allerheiligen 2020 am 1. November gedenken die Menschen der Heiligen der Kirche. Seinen Ursprung hat Allerheiligen im vierten Jahrhundert. Wegen der zunehmenden Zahl von Heiligen war es damals nämlich immer schwieriger geworden, jeden Einzelnen von ihnen mit einem eigenen Fest zu würdigen. Papst Gregor III. entschied dann, dass am 1. November aller Märtyrer der Kirche gedacht werden solle. Ab dem 8. Jahrhundert wurde Allerheiligen dann auf die gesamte Westkirche ausgedehnt.

In Deutschland ist Allerheiligen nicht nur in Bayern, sondern auch in anderen überwiegend katholisch geprägten Bundesländern ein Feiertag, nämlich

  • Baden-Württemberg
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Allerseelen am Montag, 2. November, ebenfalls im Zeichen von Corona, ist kein offizieller Feiertag in Bayern.