Tierskandal in Amberg

20 Tiere verdursten lassen: Oberpfälzer Landwirt zeigt sich selbst an

Bio-Bauer Wolfgang Birk

Auf einem Hof in Amberg in der Oberpfalz sind mehrere tote Kühe entdeckt worden.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Auf einem Hof in Amberg in der Oberpfalz sind mehrere tote Kühe entdeckt worden.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

In der Oberpfalz hat ein Landwirt 20 seiner Rinder verenden lassen. Die Schwester des Bauern entdeckte die toten Tiere - und ging mit ihrem Bruder zur Polizei.
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dpa
10.05.2022 | Stand: 17:53 Uhr

Die Tiere sind offenbar mehrere Monate lang nicht ausreichend mit Futter und Wasser versorgt worden, wie das Landratsamt in Amberg am Dienstag berichtete. Möglicherweise seien gesundheitliche Probleme des Bauern der Grund gewesen.

Nach Angaben der Kreisbehörde hatte die Schwester des 62 Jahre alten Landwirts die toten Tiere am Abend des 30. April im Stall gefunden. Am nächsten Tag erschien sie zusammen mit ihrem Bruder bei der Polizei in Sulzbach-Rosenberg, wo der Bauer Selbstanzeige stellte. Die Veterinärbehörde fand neben den 20 Kadavern auch noch drei Kühe, die in den Folgetagen getötet werden mussten. Drei weitere Tiere werden bei einem anderen Landwirt weiter medizinisch versorgt.

Bauer vernachlässigt Kühe in Amberg - gesundheitliche Probleme offenbar der Grund

Der Bauer wies bei der Polizei auf seinen schlechten Gesundheitszustand hin. Nach Angaben des Landratsamtes befindet er sich in fachärztlicher Behandlung. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersucht nun die Todesumstände der Kühe.

Die Polizei bereitet ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor, das Veterinäramt will ein Tierhalteverbot gegen den Mann erwirken. In der Vergangenheit hatte die Behörde bei dem Bauern nur kleinere Mängel bezüglich der Rinderhaltung festgestellt. Mehr Nachrichten aus Bayern lesen Sie hier.

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