Prozess in Passau

Arzt in Passau soll fast 100 gefälschte Masken-Atteste ausgestellt haben

Prozess am Amtsgericht Passau um gefälschte Gesundheitsdokumente: Dem angeklagten Mediziner droht den Angaben nach neben einem Berufsverbot eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe.

Prozess am Amtsgericht Passau um gefälschte Gesundheitsdokumente: Dem angeklagten Mediziner droht den Angaben nach neben einem Berufsverbot eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe.

Bild: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Prozess am Amtsgericht Passau um gefälschte Gesundheitsdokumente: Dem angeklagten Mediziner droht den Angaben nach neben einem Berufsverbot eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe.

Bild: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Hat ein Arzt aus Passau absichtlich falsche Atteste ausgestellt, um seine Patienten von der Maskenpflicht zu befreien? Darüber entscheidet nun das Gericht.
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dpa
23.11.2021 | Stand: 14:42 Uhr

Ein Mediziner aus Niederbayern soll im vergangenen Jahr Patienten falsche Atteste ausgestellt haben, die diese aus angeblich medizinischen Gründen von der Maskenpflicht befreiten. Zudem soll er ihnen bescheinigt haben, dass sie sich nicht die Hände desinfizieren müssen. Dafür muss sich der Mann vor dem Amtsgericht Passau verantworten, wie eine Sprecherin am Dienstag mitteilte. Der Prozess soll am 23. Februar 2022 beginnen.

Arzt aus Passau soll 95 falsche Atteste ausgestellt haben - ohne vorherige Untersuchung

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Arzt Ausstellen von unrichtigen Gesundheitszeugnissen in 95 Fällen vor. Die Atteste seien ohne vorherige Untersuchung und Befunderhebung erstellt worden. Der Angeklagte habe gewusst, dass die Atteste zur Vorlage bei Schulbehörden oder der Polizei bestimmt gewesen seien.

Dem Mann droht den Angaben nach eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Zudem beantragte die Staatsanwaltschaft ein Berufsverbot, weil die Atteste unter Missbrauch des Berufs und unter grober Verletzung der mit ihm verbundenen Pflichten ausgestellt worden seien. (Lesen Sie auch: Prozess Kaufbeuren: Mann postete kinderpornografisches Foto auf Instagram)

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