Passau

Arzt stellte falsche Masken-Atteste aus - bekommen auch die Abnehmer jetzt Probleme?

Ein Passauer Arzt soll falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben. Nicht nur ihn selbst bringt das ins Visier der Behörden.

Ein Passauer Arzt soll falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben. Nicht nur ihn selbst bringt das ins Visier der Behörden.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archiv/Symbolbild)

Ein Passauer Arzt soll falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben. Nicht nur ihn selbst bringt das ins Visier der Behörden.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archiv/Symbolbild)

Ein Passauer Arzt soll falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben. Nicht nur ihn selbst bringt das ins Visier der Behörden.
dpa
17.12.2020 | Stand: 09:29 Uhr

Ein Passauer Arzt soll möglicherweise falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht auch für Patienten außerhalb Bayerns ausgestellt haben. "Das ist natürlich auffällig, wenn Leute aus dem Bundesgebiet Atteste von einem Passauer Arzt bekommen", sagte Oberstaatsanwalt Walter Feiler am Donnerstag in Passau.

Eine Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei wertet nun die etwa 1000 Atteste aus, die Beamte bei einer Durchsuchung der Praxis am Mittwoch sichergestellt hatten.

Darunter seien viele Atteste für Schulen, sagte Feiler. Der Großteil der Atteste sei für Menschen aus der Gegend ausgestellt worden, aber auch für welche aus anderen Regionen. Die Ermittlungen seien ins Rollen gekommen, nachdem verschiedene Landratsämter eine Häufung der Atteste von dem Arzt gemeldet hatten.

Kripo wertet rund 1000 entdeckte Atteste aus

Die Staatsanwaltschaft rechnet mit schwierigen und langwierigen Ermittlungen, weil bei jedem Attest geprüft werden muss, ob die Person untersucht worden ist und in dem Fall die Diagnose stimmt oder ob es pauschal angefertigt wurde. Das werde drei bis vier Monate in Anspruch nehmen, sagte Weiler. "Die Ermittlungen könnten sich noch ausweiten, weil sich eventuell auch die Patienten strafbar gemacht haben."

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