Atomkraftwerk

Atomkraftwerk nach erneutem Brennelementeschaden wieder am Netz

Das Atomkraftwerk Grundremmingen musste dieses Jahr dreimal vom Netz genommen werden.

Das Atomkraftwerk Grundremmingen musste dieses Jahr dreimal vom Netz genommen werden.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archivbild)

Das Atomkraftwerk Grundremmingen musste dieses Jahr dreimal vom Netz genommen werden.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archivbild)

Dreimal war das Kernkraftwerk Gundremmingen in diesem Jahr vom Netz - davon nur einmal planmäßig. Nun ist es wieder in Betrieb.
Das Atomkraftwerk Grundremmingen musste dieses Jahr dreimal vom Netz genommen werden.
dpa
01.12.2020 | Stand: 14:15 Uhr

Nach einem außerplanmäßigen Brennelementewechsel ist das schwäbische Kernkraftwerk Gundremmingen wieder am Netz. Dies teilte der Betreiber RWE am Dienstag mit. Der Meiler im Landkreis Günzburg war vor rund einem Monat runtergefahren worden, um ein defektes Brennelement auszutauschen.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass in der Zeit auch zahlreiche Wartungsarbeiten ausgeführt worden seien. Allein der Austausch des defekten Brennelements hätte nicht so lange gedauert, sagte ein Sprecher.

In der Vergangenheit waren diese Defekte immer wieder in dem Kraftwerk im Landkreis Günzburg aufgetreten. In diesem Jahr war der Block C in Gundremmingen bereits im Frühjahr wegen eines solchen Schadens vom Netz gegangen, im Sommer folgte dann eine planmäßige Revision.

Grundremmingen als unsicheres Kernkraftwerk?

Atomkritiker betrachten Gundremmingen als ein besonders unsicheres Kernkraftwerk. RWE betont hingegen, dass das Kraftwerk für solche Defekte ausgelegt sei. "Ein Brennelementdefekt hat keine radiologisch messbaren Auswirkungen auf die Umgebung", sagte eine Kraftwerkssprecherin.

In Gundremmingen ist noch Block C des Kraftwerks in Betrieb. Dieser muss nach dem Atomausstiegsplan Ende 2021 stillgelegt werden.