Besucher-Ansturm im Süden Bayerns

Ausflug trotz Corona - Traumwetter lockt Menschen nach draußen

Rodler und Wanderer waren Ende Dezember zahlreich im Skigebiet Spitzingsee unterwegs. Auch im Januar zieht es Besucher und Tagestouristen in die Ausflugsgebiete im Süden Bayerns.

Rodler und Wanderer waren Ende Dezember zahlreich im Skigebiet Spitzingsee unterwegs. Auch im Januar zieht es Besucher und Tagestouristen in die Ausflugsgebiete im Süden Bayerns.

Bild: Annette Reuther, dpa (Archivbild)

Rodler und Wanderer waren Ende Dezember zahlreich im Skigebiet Spitzingsee unterwegs. Auch im Januar zieht es Besucher und Tagestouristen in die Ausflugsgebiete im Süden Bayerns.

Bild: Annette Reuther, dpa (Archivbild)

Schnee und Sonne locken kurz vor Inkrafttreten der strengeren Corona-Maßnahmen zahlreiche Menschen Richtung Berge. Innenminister fordert stärkere Kontrollen.
Rodler und Wanderer waren Ende Dezember zahlreich im Skigebiet Spitzingsee unterwegs. Auch im Januar zieht es Besucher und Tagestouristen in die Ausflugsgebiete im Süden Bayerns.
dpa
10.01.2021 | Stand: 14:24 Uhr

Das prachtvolle Winterwetter mit Schnee und Sonne hat viele Menschen nach draußen gelockt. Trotz der Aufrufe, wegen der Corona-Pandemie größere Ansammlungen zu vermeiden, herrschte auch am Sonntag an beliebten Ausflugszielen reger Betrieb, so etwa am Ochsenkopf im Fichtelgebirge oder am Spitzingsee im Landkreis Miesbach. Wie schon am Samstag nutzten viele Menschen das schöne Wetter zum Rodeln, Skifahren, Eislaufen oder Spazierengehen.

Letzter Ausflug Richtung Berge vor dem Lockdown

Für viele war es womöglich die vorerst letzte Möglichkeit für einen Ausflug Richtung Berge. Denn ab Montag dürfen Bewohner von Gebieten mit besonders hohen Corona-Zahlen einen Radius von 15 Kilometern um ihren Wohnort nur verlassen, wenn sie einen triftigen Grund dafür vorweisen können. Touristische Ausflüge zählen explizit nicht dazu.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte verstärkte Kontrollen an, etwa an Wanderer-Parkplätzen in der Voralpenregion oder im Bayerischen Wald. "Alle Unbelehrbaren müssen mit harten Sanktionen und hohen Geldbußen rechnen", erklärte der Minister. Bei einem Verstoß drohe ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro.

15 Kilometer Bewegungsradius gilt ab Inzidenzwert 200

Die 15-Kilometer-Regel gilt für Landkreise und kreisfreie Städte, die den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten haben. Als Maßstab gelten die Werte, die das Robert Koch-Institut in der Nacht zum Montag veröffentlicht. Am Sonntag (Stand: 0 Uhr) lagen unter anderem die Landkreise Regen, Roth, Bayreuth, Coburg, Wunsiedel, Deggendorf und Berchtesgadener Land über dieser Schwelle, ebenso die Städte Passau und Coburg.

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