Probleme auch im Allgäu

Ausflugsregionen bereiten sich auf Andrang zum Jahreswechsel vor - Polizei will kontrollieren

Viele Ausflugsregionen - wie hier Nesselwang - erwarten trotz des Lockdowns in den nächsten Tagen Touristen.

Viele Ausflugsregionen - wie hier Nesselwang - erwarten trotz des Lockdowns in den nächsten Tagen Touristen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolfoto)

Viele Ausflugsregionen - wie hier Nesselwang - erwarten trotz des Lockdowns in den nächsten Tagen Touristen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolfoto)

Viele Tagestouristen sind zwischen den Jahren in die Alpenregionen geströmt. Die Polizei rüstet sich für weiteren Ausflugsverkehr. Denn das Wetter wird gut.
dpa
30.12.2020 | Stand: 09:26 Uhr

Nach dem steigenden Andrang von Tagesausflüglern zwischen den Jahren will die bayerische Polizei in den Alpenregionen zum Jahreswechsel verstärkt kontrollieren. Die Polizeipräsidien Oberbayern Süd und Schwaben Süd/West kündigten an, in beliebten Ausflugsregionen mehr Präsenz zu zeigen. Zudem wurden Ausflügler aufgefordert, Fahrten in viel besuchte Gebiete zu überdenken.

Besonders betroffen ist nach Angaben der Polizei die Gegend um Spitzing- und Schliersee in Oberbayern. Dort seien öffentliche Parkplätze in den letzten Tagen oft schon am frühen Vormittag belegt gewesen, auf den Zufahrtsstraßen würden sich kilometerlange Staus bilden. Zudem hätten Besucher in verbotenen Bereichen geparkt.

Polizei: Viel Ausflugsverkehr

"Das ist aber nicht so außergewöhnlich", sagte ein Polizeisprecher. "Es gab erheblichen Ausflugsverkehr - wie an allen anderen Wochenenden auch." Dennoch forderte die Polizei am Dienstagnachmittag dazu auf, jede Fahrt in das Gebiet zu überdenken: "Wägen Sie vor Fahrtantritt bitte gründlich ab, ob Sie für Ihren Ausflug unbedingt Ihren Wohnort verlassen müssen!"

Auch der Miesbacher Landrat Olaf von Löwis (CSU) forderte Ausflügler am Montag auf, zu Hause zu bleiben: "Seien Sie verantwortungsvoll den Landkreisen an der Alpenkette und deren Bewohnern gegenüber!" Zuvor hatte er wegen des Andrangs von Tagesausflüglern per SMS einen Hilferuf an Ministerpräsident und Parteikollege Markus Söder geschickt: "Es brennt wirklich."

Probleme auch im Allgäu

Im Allgäu, wo der Andrang über die Weihnachtsfeiertage recht verhalten war, wurden am Dienstag ebenfalls Probleme mit falschparkenden Ausflüglern gemeldet. Im Stillachtal bei Oberstdorf registrierte die Polizei nach eigenen Angaben am Vormittag 50 solcher Verstöße. Gleichzeitig meldete die benachbarte Gemeinde Balderschwang, dass alle öffentlichen Parkplätze belegt seien.

"Wenn gutes Wetter ist, rechnen wir zum Jahreswechsel wieder mit einem entsprechenden Andrang", sagte ein Polizeisprecher. "Die Situation hat sich durch die geschlossenen Parkplätze bei den Skiliften noch verschärft."

Dass sich die Lage zum Jahreswechsel hin wieder entspannt, ist unwahrscheinlich: Die Bergbahnen Oberstdorf Kleinwalsertal hatten nach Weihnachten angekündigt, ihre Parkplätze weiterhin sperren zu wollen, solange die Skigebiete nicht geöffnet sind. Auch die Gemeinde Oberstdorf teilte mit, vorerst keine weiteren Maßnahmen zur Steuerung des Ausflugsverkehrs zu planen.

Gleichzeitig machte die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes am Dienstag Hoffnung auf ideale Bedingungen für Ausflüge zum Jahreswechsel: Sonnenschein an den Alpen.