Gigantisches Vorhaben

Bauarbeiten! Flughafen in MM dicht! - Der Ausbau des Allgäu Airports in Zahlen

Nichts geht - oder besser: fliegt - mehr am Allgäu Airport in den kommenden beiden Wochen. Erst frühmorgens am 1. Oktober hebt wieder eine Ryanair-Maschine aus Memmingen ab.

Nichts geht - oder besser: fliegt - mehr am Allgäu Airport in den kommenden beiden Wochen. Erst frühmorgens am 1. Oktober hebt wieder eine Ryanair-Maschine aus Memmingen ab.

Bild: Flughafen Memmingen

Nichts geht - oder besser: fliegt - mehr am Allgäu Airport in den kommenden beiden Wochen. Erst frühmorgens am 1. Oktober hebt wieder eine Ryanair-Maschine aus Memmingen ab.

Bild: Flughafen Memmingen

Stell Dir einen Flughafen ohne Flugzeuge vor... Klar, der BER in Berlin (*haha*)! Doch abgesehen vom Hauptstadt-Desaster gibt es dieses Szenario jetzt auch im Allgäu. 14 Tage lang wird vom Memminger Flughafen keine einzige Maschine abheben. Ab sofort. Der Grund: Die Ausbauarbeiten der Start- und Landebahn gehen in die heiße Phase. Statt Piloten und Flugdienstleiter haben jetzt Bauarbeiter und Ingenieure das Sagen. Wir erklären Dir das Allgäuer Mega-Projekt in Zahlen.
17.09.2019 | Stand: 14:46 Uhr

Bis einschließlich

30.09.2019

heißt es rien ne va plus am Memminger Flughafen. Nichts geht mehr!
Exakt

0 Flugzeuge

werden in diesen zwei Wochen am Allgäu Airport starten oder landen.

Das hat Auswirkungen bis weit über das Allgäu hinaus. Allein der Bodensee Airport in Friedrichshafen erwartet in dieser Zeit

30.0000 zusätzliche Passagiere!

Der Grund: Die Fluggesellschaft Wizzair verlegt seine kompletten Starts und Landungen bis 30. September von Memmingen nach Friedrichshafen. Ryanair hat dagegen alle Flüge komplett gestrichen.

Und wieso das Ganze? Die

2.981 Meter lange Start- und Landebahn

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muss ausgebaut und aufgerüstet werden!

Sie wird

von 30 auf 45 Meter verbreitert.

Großbaustelle Start- und Landebahn: Seit März schon wird immer wieder nachts gebaut. Jetzt geht es in einer konzentrierten Aktion 14 Tage lang in die heiße Phase.
Großbaustelle Start- und Landebahn: Seit März schon wird immer wieder nachts gebaut. Jetzt geht es in einer konzentrierten Aktion 14 Tage lang in die heiße Phase.
Bild: Flughafen Memmingen

Eine logistische Meisterleistung! Während bis zu

8 riesige Fräsen

die Oberfläche der bisherigen Landebahn beseitigen, sind bis zu

100 Lkw nötig,

um das Material abzutransportieren oder den Asphalt anzuliefern.

Parallel dazu wird auch das Instrumentenlandesystem ausgebaut.

Im Einsatz sind:

rund 300 Beschäftigte

aufgeteilt in

6 Asphaltkolonnen,

8 Tiefbauteams,

6 Fräskolonnen,

6 Elektrotrupps

sowie die Mitarbeiter von Wachdienst und Flughafenfeuerwehr.

Das sind schon gigantische Summen: Insgesamt werden

57.000 Tonnen Asphalt

auf 165.000 Quadratmetern Fläche

eingebaut.

Die Start- und Landebahn stammt noch aus Bundeswehrzeiten und erfüllte zuletzt nicht internationale Standards. Dank Verbreiterung und Instrumentenlandesystem soll zukünftig auch bei schlechtem Wetter das Landen in Memmingerberg einfacher sein.
Die Start- und Landebahn stammt noch aus Bundeswehrzeiten und erfüllte zuletzt nicht internationale Standards. Dank Verbreiterung und Instrumentenlandesystem soll zukünftig auch bei schlechtem Wetter das Landen in Memmingerberg einfacher sein.
Bild: Ulrich Wagner

Doch damit nicht genug! Für das neue Instrumentenlandesystem sind

631 LED-Lampen & 120 Kilometer Kabel

eingeplant!

Im kommenden Jahr soll außerdem die Gepäckhalle östlich des Terminals mit einer

Grundfläche von 2.100 Quadratmeter

erweitert werden.

Und: Sogar der Naturschutz spielt beim Flughafen-Ausbau im Allgäu eine Rolle! Weil im Südbereich einige Shelter weichen mussten, entsteht dort ein neues

5.800 m² großes Eidechsenhabitat!

Berechtigte Frage für uns Allgäuer und Schwaben: Was koscht des Ganze??

Rund 20 Millionen Euro,

von denen der Freistaat knapp Dreiviertel zahlt.