Hochwasserschutz in Bayern

Bayerisches Kabinett beschließt Bau von Flutpoldern an Donau

Die Flutpolder an der Donau sind ein umstrittenes Projekt.

Die Flutpolder an der Donau sind ein umstrittenes Projekt.

Bild: Armin Weigel, dpa

Die Flutpolder an der Donau sind ein umstrittenes Projekt.

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Bei den Flutpoldern an der Donau gehen die Meinungen auseinander. Das Bayerische Kabinett hat den Bau der Polder heute beschlossen.
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dpa
27.07.2021 | Stand: 13:38 Uhr

Die umstrittenen Flutpolder zum Hochwasserschutz entlang der Donau sollen kommen. Das bayerische Kabinett beschloss am Dienstag die Umsetzung eines entsprechenden Vorschlags von Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: "Wir wollen da keine Zeit verlieren."

Glauber hatte sich auf eine Studie des Landesamtes für Umwelt (LfU) vor allem an den umstrittenen Standorten Eltheim und Wörthhof im Landkreis Regensburg sowie Bertoldsheim (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) gestützt.

Bei Hochwasserschutz keine Alternative zu Flutpoldern

Demnach sind die Polder beim Hochwasserschutz ohne Alternative. Die Polder trügen entscheidend dazu bei, donauabwärts liegende Gebiete auch bei Extrem-Hochwassern zu schützen. Söder sagte nun lediglich, die beiden Polder Wörthhof und Bertoldsheim sollten als letzte kommen.

Flutpolder sind Rückhaltebecken, die im Fall eines drohenden Hochwassers geflutet werden und so erhebliche Wassermassen aus den Flüssen nehmen. Insgesamt geht es um eine Flutpolder-Kette mit - nach der vorgelegten Studie - den neun Standorten Leipheim, Helmeringen, Neugeschüttwörth, Bertoldsheim, Riedensheim, Großmehring, Katzau, Wörthhof-groß und Öberauer Schleife.

Polder-Kette schützt 120.000 Menschen vor Hochwasser

Die Polder-Kette würde bei Extrem-Hochwassern rund 120.000 Menschen besser schützen. Naturschützer und Landwirte bevorzugen allerdings dezentrale, naturnahere Lösungen.

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