20 Förster für 100.000 Bäume

Alle zehn Jahre wieder: Die "Waldinventur" steht an

Mit der Waldinventur sind in den kommenden zwei Jahren 20 speziell geschulte beschäftigt. Sie untersuchen und vermessen etwa 100.000 Bäume in Bayern.

Mit der Waldinventur sind in den kommenden zwei Jahren 20 speziell geschulte beschäftigt. Sie untersuchen und vermessen etwa 100.000 Bäume in Bayern.

Bild: Arne Dedert (Symbolbild)

Mit der Waldinventur sind in den kommenden zwei Jahren 20 speziell geschulte beschäftigt. Sie untersuchen und vermessen etwa 100.000 Bäume in Bayern.

Bild: Arne Dedert (Symbolbild)

Spezial-Förster untersuchen in den kommenden zwei Jahren etwa 100.000 Bäume in Bayern. Die Ergebnisse stellen für viele Entscheidungen die Datenbasis dar.
Mit der Waldinventur sind in den kommenden zwei Jahren 20 speziell geschulte beschäftigt. Sie untersuchen und vermessen etwa 100.000 Bäume in Bayern.
dpa
08.04.2021 | Stand: 13:20 Uhr

In den kommenden zwei Jahren werden etwa 100.000 Bäume in Bayerns Wäldern von Experten vermessen und untersucht. "Alle zehn Jahre sammeln unsere Försterinnen und Förster stichprobenartig Daten über dieses einzigartige Ökosystem. Es ist eine Mammutaufgabe, die nahezu zwei Jahre in Anspruch nimmt. Sie ist aber unglaublich wichtig und wertvoll", sagte Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) am Donnerstag in München.

Landesweit sind den Angaben zufolge 20 speziell geschulte Förster in den Wäldern unterwegs und bestimmen unter anderem das Alter und das Wachstum der Bäume sowie weitere naturschutzrelevante Parameter und das Totholz. Die Erhebung geschieht im Rahmen der vierten Bundeswaldinventur, die alle zehn Jahre unter der Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums stattfindet. Aus den Ergebnissen könne der aktuelle Zustand des Waldes und seine Veränderung seit der letzten Bundeswaldinventur im Jahr 2012 abgeleitet werden.

Bayern ist Land mit der größten Waldfläche in Deutschland

"Bayern ist das Land mit der größten Waldfläche in Deutschland. Und damit das so bleibt, bauen wir unsere Entscheidungen auf eine möglichst gute Datenbasis", betonte Kaniber. Anhand der gewonnenen Ergebnisse werde etwa bewertet, ob die Wälder in Bayern sowie in ganz Deutschland ihre Funktion als Lebensraum, Klimaschützer und Rohstofflieferant erfüllten. Die Erhebungen seien auch Basis für internationale Berichte, wie etwa das Kyoto-Protokoll und die Klimarahmenkonvention.

Erstmals werden bei dieser vierten Bundeswaldinventur auch DNA-Proben genommen, um die genetische Vielfalt zu ermitteln. Auch das Thema Digitalisierung spielt eine größere Rolle, so werden versuchsweise moderne Fernerkundungsdaten genutzt. Mit den Ergebnissen sei frühestens 2024 zu rechnen.

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