Vogelgrippe in Bayern

Bayern hebt Stallpflicht für Geflügel auf

Rückläufige Fälle von Geflügelpest - auch Vogelgrippe genannt - bei Wildvögeln: Bayern hebt die Stallpflicht auf.

Rückläufige Fälle von Geflügelpest - auch Vogelgrippe genannt - bei Wildvögeln: Bayern hebt die Stallpflicht auf.

Bild: Hauke-Christian Dittrich, dpa

Rückläufige Fälle von Geflügelpest - auch Vogelgrippe genannt - bei Wildvögeln: Bayern hebt die Stallpflicht auf.

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Die Stallpflicht für Geflügel, die wegen der Geflügelpest oder Vogelgrippe in Bayern verordnet wurde, wird aufgehoben. Das gilt auch im Allgäu.
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dpa
29.04.2021 | Stand: 11:37 Uhr

Die bayernweite Stallpflicht für Geflügel wird aufgehoben. Das teilte das Umweltministerium mit. Hintergrund seien die rückläufigen Fälle von Geflügelpest - auch Vogelgrippe genannt - bei Wildvögeln.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit geht in seiner aktuellsten Risikoeinschätzung von einem mittlerweile nur noch geringen bis mäßigen Risiko der Einschleppung von Geflügelpest-Erregern durch Wildvögel in Hausgeflügelbestände aus.

Nach Angaben des Landesamtes nimmt die Zahl der festgestellten Geflügelpest-Fälle in Bayern seit Anfang April deutlich ab; seit rund zwei Wochen wurde in Bayern keine Infektion bei Wildvögeln oder in Hausgeflügelbeständen mehr nachgewiesen.

"Da aber noch immer ein gewisses Risiko verbleibt, werden auch die Anfang Februar erlassenen Schutzmaßnahmen (Biosicherheitsmaßnahmen in den Beständen, Verbot von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte, Fütterungsverbot bestimmter freilebender Vögel) nicht aufgehoben und haben noch Bestand", so das Landratsamt Ostallgäu.

Vogelgrippe in Bayern: Zahl der Fälle ist stark gesunken

Die Geflügelpest hatte sich seit Herbst 2020 bundesweit ausgebreitet. In Deutschland sind den Angaben zufolge mehr als 1400 Fälle amtlich festgestellt worden. In Bayern wurde die Geflügelpest bei Wildenten erstmalig im November 2020 im Landkreis Passau nachgewiesen. Insgesamt wurden bis Ende April in Bayern seitdem 57 Fälle bei Wildvögeln und 12 Haus- / Nutzgeflügelbeständen nachgewiesen (Stand: 27.04.2021).

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Um eine erneute Ausbreitung der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, führt Bayern das bestehende Wildvogelmonitoring fort. Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden und tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden.

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