Proteste gegen Rassismus

Bayerns Innenminister befürwortet Demonstrationen gegen Polizeigewalt

06.06.2020, Bayern, München: Mehrere tausend Menschen demonstrieren mit einem fast neun minütigen Kniefall auf dem Königsplatz in der bayerischen Landeshauptstadt während einer "Silent Demo" gegen Rassismus. Links hält ein Mann ein Plakat mit der Aufschrift "Black lives matter" in die Höhe. Anlass ist der gewaltsame Tod von George Floyd in den USA. Insgesamt soll in 25 deutschen Städten demonstriert werden. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Bundesinnenminister Herrmann unterstützt die Kundgebungen gegen Rassismus. Allein in München gingen am Wochenende 25.000 Menschen auf die Straße.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Bundesinnenminister Herrmann unterstützt die Kundgebungen gegen Rassismus. Allein in München gingen am Wochenende 25.000 Menschen auf die Straße.

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In Bayern haben am Wochenende Zehntausende Menschen gegen Rassismus demonstriert. Bundesinnenminister Herrmann unterstützt die Proteste.

dpa
07.06.2020 | Stand: 19:54 Uhr

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann befürwortet die Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt. "Wir sind zwar gerade auch im Auftreten unserer Polizei weit entfernt von solchen Exzessen wie in manchen amerikanischen Städten. Aber auch in Deutschland gibt es immer wieder rassistisches Unwesen", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgabe). "Deshalb müssen wir darüber einen ständigen gesellschaftlichen Dialog führen."

Gleichzeitig mahnte Herrmann, den Sicherheitsabstand bei solchen Kundgebungen künftig besser einzuhalten. Immerhin hätten in Bayern mehr als 90 Prozent der Teilnehmer Mund-Nasen-Schutz getragen. "Entscheidend ist jedenfalls das klare Bekenntnis gegen Rassismus in den USA und überall auf der Welt", so der CSU-Politiker.

>>> 25.000 Menschen demonstrieren in München gegen Rassismus <<<

Zehntausende Menschen gingen in Bayern auf die Straße

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Großstadt Minneapolis gingen am Wochenende mehrere Zehntausend Menschen in Bayern auf die Straßen. Sie protestierten gegen Rassismus und Polizeigewalt. Allein in München zählte die Polizei am Ende rund 25 000 Demonstranten. Die Mindestabständ wurden dabei nicht eingehalten. Die Polizei forderte die Demonstranten immer wieder über Lautsprecher auf, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. 

Trump droht mit Einsatz des Militärs

In den USA weiten sich die Proteste um den Tod von George Floyd weiter aus. Vielerorts schlugen die Demonstrationen auch in Gewalt um. Autos wurden angezündet und Geschäfte geplündert. US-Präsident Donald Trump drohte, die Aufstände notfalls gewaltsam niederzuschlagen. Dafür erntete er viel Kritik. Unter anderem äußerten sich hochrangige Militärs und alle noch lebenden Ex-US-Präsidenten wie Bush, Clinton und Obama. 

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Nach Tod von George Floyd: Proteste gegen Rassismus in den USA eskalieren