Rettungsaktion

Bergsteiger mit Heli aus Watzmann-Ostwand gerettet - kurz darauf wäre es unmöglich gewesen

Eine kurze Windflaute ermöglichte die Rettung der beiden Bergsteiger aus der Watzmann-Ostwand.

Eine kurze Windflaute ermöglichte die Rettung der beiden Bergsteiger aus der Watzmann-Ostwand.

Bild: Markus Leitner/BRK BGL/dpa

Eine kurze Windflaute ermöglichte die Rettung der beiden Bergsteiger aus der Watzmann-Ostwand.

Bild: Markus Leitner/BRK BGL/dpa

Der erste Rettungsversuch scheiterte wegen starker Windböen - doch dann hatten die Retter sowie die Bergsteiger in der Watzmann-Ostwand Glück.
04.10.2020 | Stand: 16:33 Uhr

Zwei Bergsteiger sind am Samstag von der Bergwacht Berchtesgaden und einem Polizeihubschrauber aus der Watzmann-Ostwand am Rande des Königssees (Landkreis Berchtesgadener Land) gerettet worden. Die 44 Jahre alte Frau und der 53 Jahre alte Mann hatten in der längsten durchgehenden Felswand der Ostalpen den Weg hinauf nicht gefunden und trauten sich auch den Abstieg nicht mehr zu, wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mitteilte. Die Nacht von Freitag auf Samstag hatten sie bereits in einem Biwakloch an der Felswand übernachten müssen.

Watzmann-Ostwand: Kurze Windflaute macht Rettung möglich

Am Samstagvormittag setzten sie einen Notruf ab. Ein erster Rettungsversuch mit dem Rettungshubschrauber und einem Rettungstau scheiterte an den starken Föhn-Böen von rund 80 Stundenkilometern. Auch ein hinzugerufener Polizeihubschrauber konnte zunächst nicht nahe genug an die Felswand fliegen, um die Bergsteiger mit einer Rettungswinde zu bergen. Als der Wind am Samstagnachmittag kurzzeitig nachließ, konnten die beiden dann aber unverletzt geborgen werden. Sie hatten damit offenbar großes Glück, denn schon eine halbe Stunde später war die Einsatzstelle nach Angaben des BRK in Wolken gehüllt, "die jeden weiteren Rettungsflug unmöglich gemacht hätten".

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