Wanderer und Kletterer abgestürzt

Schwarzes Wochenende in den oberbayerischen Alpen: Vier Bergsteiger stürzen in den Tod

Bergwacht und alpine Einsatzgruppe der Polizei mussten an Benediktenwand und Maiwand in Oberbayern am Samstag zu tragischen Unfällen ausrücken. In beiden Fällen konnten sie den abgestürzten Wanderern nicht mehr helfen.

Bergwacht und alpine Einsatzgruppe der Polizei mussten an Benediktenwand und Maiwand in Oberbayern am Samstag zu tragischen Unfällen ausrücken. In beiden Fällen konnten sie den abgestürzten Wanderern nicht mehr helfen.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Bergwacht und alpine Einsatzgruppe der Polizei mussten an Benediktenwand und Maiwand in Oberbayern am Samstag zu tragischen Unfällen ausrücken. In beiden Fällen konnten sie den abgestürzten Wanderern nicht mehr helfen.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Schwarzes Wochenende in den oberbayerischen Alpen: Bei Abstürzen an Maiwand und Benediktenwand sterben vier Bergsteiger - eine Frau und drei Männer sind tot.
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Von Allgäuer Zeitung
14.03.2022 | Stand: 08:37 Uhr

Ein besonders tragischer Bergunfall ereignete sich am Samstagnachmittag an der Maiwand bei Flintsbach am Inn. Dort stürzten ein Pärchen aus dem Landkreis Regensburg im Alter von 35 und 44 Jahren und ein 35-jähriger Mann aus dem Raum Straubing in den Tod.

Die Bergsteiger waren mit einer Bekannten gemeinsam im Bereich der Hohen Asten unterwegs. Die Gruppe wollte im Anschluss über die Maiwand und den Maigraben ins Tal absteigen. Dabei stürzten die drei Wanderer laut Mitteilung nahezu an der gleichen Stelle an der Maiwand ab.

Die vierte Bergsportlerin aus der Gruppe musste den Absturz ihrer drei Begleiter mit ansehen und setzte einen Notruf ab. 20 Einsatzkräfte der Bergwacht Brannenburg, darunter auch ein Bergwachtarzt und drei Rettungssanitäter, konnten nur noch den Tod der drei Verunglückten feststellen. Ihre Begleiterin erlitt einen Schock. Sie wurde durch die Bergwacht ins Tal gebracht und von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Im Einsatz befanden sich je ein Rettungshubschrauber aus Deutschland und Österreich sowie ein Polizeihubschrauber.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden von einem Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe Rosenheim geführt.

Der Gipfel der Benediktenwand: An diesem Berg bei Benediktbeuren starb am Samstag ein junger US-Amerikaner.
Der Gipfel der Benediktenwand: An diesem Berg bei Benediktbeuren starb am Samstag ein junger US-Amerikaner.
Bild: Andreas Gebert, dpa (Archiv)

Junger Amerikaner stürzt an der Benediktenwand in den Tod

Ebenfalls gestern am Samstag verunglückte schließlich ein 28-jähriger Amerikaner an der Benediktenwand in den Voralpen bei Kochel tödlich.

Der Mann wurde am Abend von seiner Lebensgefährtin bei der Polizeiinspektion Bad Tölz als vermisst gemeldet. Er wollte an diesem Tag alleine durch die winterliche, gut 400 Meter hohe Nordwand der Benediktenwand klettern.

Die Bergwachtbereitschaft Benediktbeuern und die Besatzungen eines Polizeihubschraubers und eines Rettungshubschraubers gingen auf die Suche. Gegen 1.50 Uhr in der Nacht entdeckten sie den Bergsportler leblos am Wandfuß.

Ein Notarzt der Bergwacht konnte vor Ort nur noch der Tod des Kletterers feststellen.

Die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd geht derzeit davon aus, dass der Mann ohne Fremdverschulden abgestürzt ist.

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