"NSU 2.0"

Beschuldigter in Drohmail-Affäre weist Vorwürfe zurück

Ein Demonstrantin hält ein Plakat mit der Aufschrift "Solidarität mit den Betroffenen des NSU 2.0".

Ein Demonstrantin hält ein Plakat mit der Aufschrift "Solidarität mit den Betroffenen des NSU 2.0".

Bild: Arne Dedert/dpa

Ein Demonstrantin hält ein Plakat mit der Aufschrift "Solidarität mit den Betroffenen des NSU 2.0".

Bild: Arne Dedert/dpa

Eine heiße Spur in der Affäre um rechtsextreme Drohschreiben führt nach Bayern. Nun meldet dich der Festgenommene zu Wort.
Ein Demonstrantin hält ein Plakat mit der Aufschrift "Solidarität mit den Betroffenen des NSU 2.0".
dpa
28.07.2020 | Stand: 12:15 Uhr

Der in der Affäre um die rechtsextreme Drohschreiben-Serie "NSU 2.0" in Landshut vorläufig festgenommene Ex-Polizist hat die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Das bestätigte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Dienstag. Er habe nichts mit den Drohmails zu tun und wisse auch nicht, wer dahinterstecke, sagte der 63-Jährige im Gespräch mit "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR. Jemand wolle offenbar gezielt die Polizei auf eine falsche Spur lenken. Wie der Beschuldigte der "Landshuter Zeitung" sagte, soll sein Name samt Anschrift "und allem Pipapo" am Ende der Drohmail stehen, die zu seiner Festnahme führte.

 

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Mann und Ehefrau werden verdächtigt, Droh-Mails verschickt zu haben

Am vergangenen Freitag waren der ehemalige Polizeibeamte und seine 55 Jahre alte Ehefrau vorläufig festgenommen worden. Das Ehepaar werde verdächtigt, mehrere Schreiben mit beleidigenden, volksverhetzenden und drohenden Inhalten an Bundestagsabgeordnete und verschiedene andere Adressaten verschickt zu haben, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft mit. Demnach handelt es sich konkret um sechs E-Mails, die im Juli verschickt worden sind.

 

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Volksverhetzung und Beleidigung

Der Ex-Polizist soll schon in der Vergangenheit wegen rechtsmotivierter Straftaten polizeilich in Erscheinung getreten sein. Dabei gehe es um Volksverhetzung und Beleidigung, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft.