Deutscher Lehrerpreis

Das sind Bayerns beste Lehrer

Annette Wörmann ist eine der Preisträgerinnen beim Deutschen Lehrerpreis.

Annette Wörmann ist eine der Preisträgerinnen beim Deutschen Lehrerpreis.

Bild: Sabine Pohla

Annette Wörmann ist eine der Preisträgerinnen beim Deutschen Lehrerpreis.

Bild: Sabine Pohla

Jährlich werden beim Deutschen Lehrerpreis die besten Lehrer des Landes gekürt. Eine der Gewinnerinnen aus Bayern erklärt, wie mitreißender Unterricht aussieht.
05.05.2021 | Stand: 17:37 Uhr

In der wichtigen Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ gewinnen dieses Jahr beim Deutschen Lehrerpreis gleich drei Pädagoginnen und Pädagogen aus Bayern. Eine von ihnen ist Annette Wörmann, Lehrerin für Latein und Katholische Religionslehre am Schyren-Gymnasium im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm. Sie koordiniert dort auch die Berufliche Bildung und leitet die Begabtenförderung. Ihre Schüler haben die 38-Jährige für die Auszeichnung vorgeschlagen, eine Jury des Deutschen Philologenverbands und der Heraeus-Bildungsstiftung wählte am Ende die Preisträger.

Schüler feiern Lehrerin Annette Wörmann für ihren "aufregenden Unterricht"

Ein Schüler schreibt in seiner Begründung: „Frau Wörmann ist eine der kompetentesten Lehrkräfte, die ich kenne. Sie ist immer bestens vorbereitet, hat immer den Überblick, arbeitet strukturiert und auch ihr Zeitmanagement ist hervorragend. Sie versteht es, jeden Schüler zu packen, Stoff so zu erklären, dass ihn alle verstehen und gestaltet immer abwechslungsreichen und aufregenden Unterricht.“

Wenn Annette Wörmann selbst von ihrem Unterricht erzählt, wirkt sie ganz bodenständig. Man merkt: Sie würde sich nie über andere Lehrer stellen. „Mir geht's darum, den Schülerinnen und Schülern Raum zu geben, Fragen zu stellen und Antworten zu reflektieren und dabei wirklich Freude am Denken, am Lernen, am Kompetenzzuwachs zu entwickeln“, sagt die 38-Jährige unserer Redaktion. Um das zu schaffen, denkt sie nicht strikt nach Stundenplan.

Sie kocht mit ihren Schülern zum Beispiel römisches Essen, lädt regelmäßig Experten zu sich an die Schule ein, die mit interessierten Schülern der höheren Klassen zu verschiedenen Themen diskutieren. „Spannend war's etwa, als ein Lichtforscher von den positiven Auswirkungen natürlichen Lichts auf die menschliche Gesundheit berichtete“, erinnert sich Annette Wörmann. „Oder auch, als ein Musikwissenschaftler die musikalische Sprache des Metal mit den Jugendlichen erarbeitete.“ (Lesen Sie auch: Marktoberdorfer Abschlussschüler sorgen sich ums Abi - und die Zukunft)

Lehrerpreis: "Die Schülerinnen und Schüler zu aktivieren, darum geht's"

Am liebsten steht die Lehrerin natürlich im Klassenzimmer, doch auch auf den Distanzunterricht haben sie und ihre Schüler sich gut eingestellt. "Sei es ein Energizer, also ein Aktivierungsspiel oder ein Quiz mit Wettbewerbscharakter – die Schülerinnen und Schüler zu aktivieren, darum geht's." Auch im Distanzunterricht sei es wichtig, dass jeder Schüler "sich gesehen fühlt. Und – das ist mir besonders wichtig – es muss in jeder Unterrichtsstunde miteinander gelacht werden.“

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Ebenfalls über die Trophäe freuen kann sich Maximilian Gebhard von der Staatlichen Realschule Weilheim, Lehrer für Mathematik, Evangelische Religionslehre, Vertrauenslehrer und Leiter der Schulband. „Wegen ihm bin ich in Mathe voll durchgestartet und habe Noten, auf die ich stolz sein kann“, schreibt ein Schüler. Ein anderer will seinetwegen sogar selbst Mathelehrer werden. Die dritte Preisträgerin aus Bayern ist Lena Büttner vom Dürer-Gymnasium in Nürnberg. Sie unterrichtet Deutsch und Latein und begeistert die Schüler mit ihren interaktiven Unterrichtsmethoden und damit, dass sie jeden Schüler individuell fördert.

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