Schädlingsplage

Borkenkäfer bedroht Franken und den Bayerischen Wald

ARCHIV - 26.09.2018, Nordrhein-Westfalen, Hagen: Ein Borkenkäfer krabbelt über die Unterseite einer Fichtenrinde. In den Wäldern Nordrhein-Westfalens machen sich die Borkenkäfer nicht mehr nur über die Fichten her, sondern auch über andere Baumarten wie Kiefern und Douglasien. (zu dpa «Borkenkäfer fallen jetzt auch über andere Baumarten her») Foto: Roland Weihrauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Der Borkenkäfer richtet derzeit in Franken und im Bayerischen Wald Schäden an.

Bild: picture alliance/Roland Weihrauch/dpa

Der Borkenkäfer richtet derzeit in Franken und im Bayerischen Wald Schäden an.

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Wegen des feucht-kühlen Frühjahrs ist die Borkenkäferplage in Südbayern ausgeblieben - doch in Teilen Frankens und im Bayerischen Wald vermehrt er sich stark.

dpa
02.08.2020 | Stand: 08:51 Uhr

"Hier zeigt sich eine erhöhte Borkenkäfer-Aktivität", sagte ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten am Sonntag in Regensburg.

Bayern sei in diesem Sommer bei den Borkenkäferschäden zweigeteilt. Von den Alpen bis über die Donau hinaus gibt es demnach kaum nennenswerte Schäden. Brennpunkt ist zur Zeit vor allem der Frankenwald in Oberfranken, wo die Staatsforsten nun verstärkt nach befallenen Bäumen suchen, um diese schnell abtransportieren zu können.

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Borkenkäfer besiedeln insbesondere Fichten und können diese schnell zum Absterben bringen. Trockenheit begünstigt die Vermehrung der Insekten, die in den vergangenen Jahren bundesweit große Schäden in den Wäldern verursacht haben. Im bayernweiten Schnitt ist bislang weniger durch Käfer geschädigtes Holz angefallen als im vergangenen Jahr.

Allerdings stiegen die Werte nach Angaben der Staatsforsten im Juli deutlich an und liegen nun über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Im Juli 2020 fielen rund 181 000 Festmeter geschädigtes Holz an - ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter. Der Fünf-Jahres-Schnitt für den Juli ist mit 134 000 Festmetern deutlich niedriger.