Landkreis Mühldorf am Inn

Fälle des Borna-Virus in Oberbayern - Studien sollen Licht ins Dunkel bringen

Potenzieller Träger der Borna-Virus: die Feldspitzmaus.

Potenzieller Träger der Borna-Virus: die Feldspitzmaus.

Bild: W. Willner, Imago Images (Symbolbild)

Potenzieller Träger der Borna-Virus: die Feldspitzmaus.

Bild: W. Willner, Imago Images (Symbolbild)

Zu den drei Fällen des Borna-Virus im Landkreis Mühldorf am Inn sollen Studien neue Erkenntnisse bringen. Nun wenden sich die Wissenschaftler an die Bürger.
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dpa
13.07.2022 | Stand: 12:50 Uhr

Nach drei Erkrankungsfällen mit dem seltenen, aber lebensbedrohlichen Borna-Virus im Landkreis Mühldorf a. Inn sollen Studien nähere Erkenntnisse bringen.

Noch vor Beginn der Sommerferien plane das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit dem Universitätsklinikum Regensburg eine Studie in der Gemeinde Maitenbeth, wo zwei der drei Fälle auftraten, teilte das Landratsamt Mühldorf a. Inn am Mittwoch mit.

Borna-Virus im Landkreis Mühldorf am Inn: Krankheit eigentlich als Tierseuche bekannt

Die Krankheit wird von Feldspitzmäusen übertragen und ist als Tierseuche bekannt, wurde aber in den vergangenen Jahren auch als Ursache schwerer Gehirnentzündungen beim Menschen identifiziert. Die Bürgerinnen und Bürger seien zur freiwilligen Abgabe einer Blutprobe und eines Nasenrachenabstrichs sowie dem Ausfüllen des Fragebogens aufgerufen. Die Wissenschaftler wollen auf diesem Wege herausfinden, ob es neben den mitunter tödlich verlaufenden Gehirnentzündungen andere Formen einer Infektion gibt, die milder oder ganz ohne Symptome verlaufen. Dazu wird unter anderem das Blut auf Antikörper untersucht.

Bürgerinnen und Bürger im Maitenbeth sollen freiwillig Blutproben abgeben

Ende Juli starten zudem zwei weitere Studien. Das Friedrich-Loeffler-Institut als Bundesforschungseinrichtung für Tiergesundheit arbeitet an einer Untersuchung der Spitzmauspopulation in Maitenbeth. Und ein Team des Uniklinikums Regensburg will an 30 Stellen Umweltproben nehmen. Diese werden auf Viren untersucht, die über Ausscheidungen der Feldspitzmaus in die Umwelt gelangen und somit einen möglichen Übertragungsweg darstellen könnten.

Weitere Studien Ende Juli

"Das Tempo, mit dem in den vergangenen Wochen wichtige Entscheidungen zur Durchführung dieser Studien gefallen sind, ist beeindruckend. Das zeigt, wie groß der Wille auf allen Ebenen ist, die Situation in Maitenbeth genau zu analysieren", sagte Landrat Max Heimerl (CSU).

So viele Fälle wurden bisher bei Menschen nachgewiesen

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Erste Affenpocken-Todesfälle in Europa

Erste Ergebnisse der Studien sollen im Herbst vorliegen. Die Forschung steht noch am Anfang. Bisher seien erst rund 40 Fälle beim Menschen nachgewiesen, hieß es. Jährlich würden bundesweit weniger als zehn Fälle gemeldet, eine Mehrheit jedoch aus Bayern.

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