Wichtiger Schritt für mögliche neue Bahntrasse

Wichtiger Schritt für umstrittenen Brenner-Nordzulauf steht an

Die Deutsche Bahn will einen möglichen Trassenverlauf im Inntal Richtung Brenner empfehlen. Wie auf unserem Archivbild zu sehen ist, stemmen sich seit Jahren Bürgerinitiativen gegen das Projekt.

Die Deutsche Bahn will einen möglichen Trassenverlauf im Inntal Richtung Brenner empfehlen. Wie auf unserem Archivbild zu sehen ist, stemmen sich seit Jahren Bürgerinitiativen gegen das Projekt.

Bild: Peter Kneffel, dpa/Archiv

Die Deutsche Bahn will einen möglichen Trassenverlauf im Inntal Richtung Brenner empfehlen. Wie auf unserem Archivbild zu sehen ist, stemmen sich seit Jahren Bürgerinitiativen gegen das Projekt.

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Für eine mögliche Bahntrasse im Inntal Richtung Brenner will die Deutsche Bahn eine Empfehlung vorlegen. Die Politik entscheidet schließlich über die Umsetzung.
Die Deutsche Bahn will einen möglichen Trassenverlauf im Inntal Richtung Brenner empfehlen. Wie auf unserem Archivbild zu sehen ist, stemmen sich seit Jahren Bürgerinitiativen gegen das Projekt.
dpa
08.04.2021 | Stand: 10:06 Uhr

Bei den Planungen für eine mögliche neue Bahntrasse im Inntal Richtung Brenner steht ein wichtiger Schritt bevor. Voraussichtlich in der nächsten Woche will die Deutsche Bahn eine konkrete Empfehlung für den Trassenverlauf vorlegen. Dann wird eine Vorplanung erarbeitet; die Politik entscheidet anschließend über die Umsetzung. Bisher ist nicht abschließend erwiesen, ob ein Bedarf für das Mega-Projekt vorliegt. Bürgerinitiativen stemmen sich seit Jahren gegen das Vorhaben.

Von vier möglichen Trassen-Varianten für den Brenner soll eine ausgewählt werden

Derzeit liegen noch vier mögliche Trassen-Varianten auf dem Tisch. Aus diesen solle nach den Osterferien eine ausgewählt werden, hatte die Bahn im Januar angekündigt. Eine fünfte Variante war im Raumordnungsverfahren als nicht raumverträglich eingestuft worden. Bei den vier anderen sind für eine Raumverträglichkeit teils umfangreiche zusätzliche Maßnahmen notwendig. Dabei geht es unter anderem um Lärmschutz und die Prüfung unterirdischer Trassenverläufe, aber auch um eine teils etwas andere Gleisführung.

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Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) hatte zuletzt den Nachweis für den Bedarf eines Neubaus angemahnt. Auch im Koalitionsvertrag sei vereinbart, dass zunächst die Erforderlichkeit einer Neubaustrecke nachgewiesen werden müsse. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte im März nach einem Treffen mit Bürgerinitiativen, allein die Infrastruktur garantiere noch keine konsequente Güterverlagerung von der Straße auf die Schiene. Die Bundespolitik müsse hier auch die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.

Gegner der Brenner-Trasse im Inntal favorisieren Ausbau der bestehenden Gleise

Gegner des Projekts kritisieren unter anderem enorme Kosten, gravierende Eingriffe in die Landschaft und hohe Belastungen für Mensch und Natur. Sie favorisieren einen Ausbau mit Modernisierung der bestehenden Gleise. Mit einer Feuerkette protestierten sie gegen das Vorhaben.

Der sogenannte Brenner-Nordzulauf soll die Kapazitäten zum künftigen Brenner Basistunnel erweitern, an dem in Italien und Österreich gebaut wird. Damit sollen ab etwa 2030 mehr Güter auf die Schiene kommen.