Förderprogramm

Bund finanziert zahlreiche Drohnen zur Rehkitzrettung in Bayern

Mit Drohne und Wärmebildkamera auf der Suche nach Bambi: Das wird nun auch bald in Bayern vermehrt der Fall sein.

Mit Drohne und Wärmebildkamera auf der Suche nach Bambi: Das wird nun auch bald in Bayern vermehrt der Fall sein.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Mit Drohne und Wärmebildkamera auf der Suche nach Bambi: Das wird nun auch bald in Bayern vermehrt der Fall sein.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Rehkitze in Bayern sollen durch den verstärkten Einsatz von Drohnen vor dem Tod bewahrt werden. Wie das mithilfe eines Förderprogrammes funktioniert.
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dpa
12.11.2021 | Stand: 18:22 Uhr

Zahlreiche Vereine in Bayern haben vom Bund Geld für Drohnen zur Rettung von Rehkitzen in der Erntesaison bekommen. Wie das Bundesagrarministerium am Freitag mitteilte, waren bei einem Förderprogramm von bundesweit 684 Anträgen 160 aus Bayern genehmigt worden. Pro Verein hatte das Ministerium bis zu zwei Drohnen mit Wärmebildkameras bezuschusst.

Rehkitze verstecken sich oftmals beispielsweise im hohen Gras und flüchten nicht vor den sich nähernden Mähdreschern. Dadurch werden Jungtiere immer wieder verstümmelt oder getötet. Vor dem Einsatz der Landmaschinen werden daher seit einigen Jahren die Felder und Wiesen möglichst mit Hilfe von Drohnen abgesucht, um die Kitze zu entdecken. (Lesen Sie auch: "Herbstzeit ist Jagdzeit": Warum Jäger in Marktoberdorf nun besonders viel zu tun haben)

160 Anträge aus Bayern für Anschaffung von Drohnen genehmigt

Das Landwirtschaftsministerium hatte Vereinen aus den Bereichen Jagd, Tier- oder Landschaftsschutz angeboten, die Anschaffung von Drohnen mitzufinanzieren. Wegen der großen Zahl von Anträgen wurde der bundesweite Topf von drei auf 3,7 Millionen Euro aufgestockt.

Insgesamt wird nun die Anschaffung von fast 1.000 Drohnen in Deutschland unterstützt. Ein Fünftel davon sei bereits in diesem Jahr in der Mahdsaison eingesetzt worden, teilte das Ministerium mit. Etwa 6.000 Rehkitze hätten so gerettet werden können. (Lesen Sie auch: Kleines „t“, großes Drama - und plötzlich wird Kempten doch keine Pilotkommune)