Spionage-Vorwurf

Politologe soll für China spioniert haben

Wegen mutmaßlicher Spionage für China ist ein Politiologe in München festgenommen worden.

Wegen mutmaßlicher Spionage für China ist ein Politiologe in München festgenommen worden.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Wegen mutmaßlicher Spionage für China ist ein Politiologe in München festgenommen worden.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Dem Politologen wird vorgeworfen, von 2010 bis 2019 Informationen an den chinesischen Geheimdienst übermittelt zu haben. Nun wird er festgenommen und angeklagt.
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dpa
06.07.2021 | Stand: 10:58 Uhr

Wegen mutmaßlicher Spionage für China hat die Bundesanwaltschaft am Montag einen deutschen Politologen festnehmen lassen.

Bereits im Mai sei am Oberlandesgericht (OLG) München Anklage gegen ihn erhoben worden, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte. Der Mann soll dem chinesischen Geheimdienst fast ein Jahrzehnt lang, von 2010 bis 2019, regelmäßig Informationen übermittelt haben - vor oder nach Staatsbesuchen oder multinationalen Konferenzen und auch zu aktuellen Fragen.

Angeklagter betreibt seit 2001 bedeutenden Thinktank

Das Material habe der Mann, der seit 2001 einen international bedeutenden Thinktank betreibe, von seinen vielen hochrangigen politischen Ansprechpartnern gehabt.

Der Festgenommene sollte im Laufe des Tages in München dem Staatsschutzsenat des OLG vorgeführt werden, wie es hieß. Dort werde entschieden, ob er in Untersuchungshaft kommt. Zuvor hatte das ARD-Hauptstadtstudio über die Anklage berichtet.

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