Corona-Krise

Corona-Ausbruch in Friedberg: Verantwortliche schweigen weiter zu Vorwürfen gegen Kreisklinik

Nach Medienberichten über Vermsäumnissen im Bereich Hygiene steht das Krankenhaus Friedberg in der Kritik.

Nach Medienberichten über Vermsäumnissen im Bereich Hygiene steht das Krankenhaus Friedberg in der Kritik.

Bild: Ute Krogull (Archivbild)

Nach Medienberichten über Vermsäumnissen im Bereich Hygiene steht das Krankenhaus Friedberg in der Kritik.

Bild: Ute Krogull (Archivbild)

Nachdem mehrere Menschen nach einer Corona-Infektion in der Klinik starben, wurden Vorwürfe wegen mangelnder Hygiene laut. Das sagen Klinik und Politik dazu.
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dpa
03.03.2021 | Stand: 15:08 Uhr

Nach einem Corona-Ausbruch mit möglicherweise mehreren Toten in einem schwäbischen Krankenhaus wollen sich die Verantwortlichen vorläufig weiterhin nicht zu möglichen Fehlern äußern. Wie Vertreter des Landratsamtes Aichach-Friedberg, des Gesundheitsamtes und der Kreiskliniken am Mittwoch betonten, würden erst nach dem Vorliegen eines Abschlussberichtes konkrete Informationen bekannt gegeben.

Vorwürfe: Im Krankenhaus Friedberg starben Corona-Infizierte wegen mangelnder Hygiene

Der Bayerische Rundfunk hatte berichtet, dass es zu schwerwiegenden Versäumnissen im Bereich der Hygiene des Krankenhauses in Friedberg gekommen war. Dies gehe aus einem Zwischenbericht des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervor. Nach BR-Informationen sind wohl sieben Menschen nach Infektionen in der Klinik gestorben. Die Staatsanwaltschaft Augsburg prüft in diesem Zusammenhang eine Strafanzeige von Angehörigen.

LGL-Bericht: Fehlende Nachverfolgung der Patientenkontakte

Landrat Klaus Metzger (CSU) erklärte, dass die abschließende fachliche Bewertung des LGL vorliege. Nun würden die kreiseigenen Kliniken an der Paar, die die Krankenhäuser in Friedberg und Aichach betreiben, vom Gesundheitsamt zur Stellungnahme aufgefordert. Konkrete Angaben dazu, wann der Abschlussbericht vorliegen soll, wurden nicht gemacht.

Der BR hatte unter Verweis auf den LGL-Zwischenbericht über eine mangelnde Dokumentation in dem Friedberger Haus berichtet. Nach Corona-Fällen sei nicht geprüft worden, ob die Patienten sich in der Klinik angesteckt haben können. Dazu sagte Klinik-Geschäftsführer Hubert Mayer, es habe zu keinem Zeitpunkt das Bestreben gegeben, "etwas zu vertuschen oder zu verschleiern".

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