Grenzkontrollen

Infektiologe warnt vor Corona-Mutationen und fordert strikte Grenzkontrollen

Diskussion um Corona-Mutationen: Wissenschaftlicher Clemens Wendtner fordert, an den Grenzen strenger vorzugehen.

Diskussion um Corona-Mutationen: Wissenschaftlicher Clemens Wendtner fordert, an den Grenzen strenger vorzugehen.

Bild: München Klinik Schwabing, dpa

Diskussion um Corona-Mutationen: Wissenschaftlicher Clemens Wendtner fordert, an den Grenzen strenger vorzugehen.

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Infektiologe Clemens Wendtner fordert, an den Grenzen strikt zu kontrollieren - oder sie zu schließen. Warum er die Corona-Mutationen für so gefährlich hält.
Diskussion um Corona-Mutationen: Wissenschaftlicher Clemens Wendtner fordert, an den Grenzen strenger vorzugehen.
dpa
12.02.2021 | Stand: 12:12 Uhr

Ansteckendere Varianten des Coronavirus haben sich in Bayern bereits weiter ausgebreitet als im Bundesschnitt. Schon jetzt würden in Bayern bei deutlich mehr als zehn Prozent der Infizierten Mutanten festgestellt - mehr als doppelt so viel wie insgesamt in Deutschland, sagte der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner. Er warnte vor allem vor einem Einschleppen der gefährlichen südafrikanischen Coronavirus-Variante aus Tirol.

Das sei nur mit einem strikten Vorgehen an der Grenze zu verhindern, sagte der Chefarzt für Infektiologie an der München Klinik Schwabing. Wenn lückenlose Kontrollen nicht funktionierten, bleibe nur eine Schließung der Grenzen. (Weitere Corona-Nachrichten gibt es in unserem Newsblog)

Corona-Mutation birgt mehrere zusätzliche Gefahren

"Wir haben es mit der südafrikanischen Variante zu tun. Die ist nach bisherigem Wissen noch einmal gefährlicher als die britische Variante", sagte Wendtner der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei nicht nur infektiöser, sondern ersten Erkenntnissen nach auch tödlicher - und zusätzlich wirkten manche Impfstoffe weniger gut dagegen. Auch wer schon Corona hatte, könne sich wahrscheinlich erneut anstecken. Die Rate der Zweitinfektionen werde daher wahrscheinlich steigen.

Die britische Variante hat wiederum in einigen ostbayerischen Regionen bei Einpendlern aus Tschechien bereits die Oberhand gewonnen.